In Rijswijk, auf dem Gelände des ehemaligen Winston Churchill Tower, ist der Bau von The Minister in vollem Gange. Der 85 Meter hohe Wohnturm mit 310 Wohnungen wird die Skyline der Stadt bereichern. Im Auftrag des Baukonsortiums The Minister (Kondor Wessels Amsterdam und Kroon & De Koning) liefern Unica Fire Safety und Boele Fire Protection die komplette Sprinkleranlage mit Sprinklern, Pumpensätzen und Batteriesystem, damit ein unerwartetes Feuer schnell und effektiv bekämpft werden kann.
“Aufgrund der Höhe des Gebäudes war ein Wassernebel- oder Sprinklersystem zwingend erforderlich”, sagt Henk Jan Kooijmans, Senior Account Manager bei Unica Fire Safety. “Zusammen mit dem Berater LBP|SIGHT und der Inspektionsstelle Normec haben wir die Möglichkeiten und Brandschutzrisiken dieses spezifischen Projekts kartiert, auf deren Grundlage eine Sprinklerlösung gewählt wurde. Diese ist auch im Ausgangsdokument (UPD) Brandschutz vorgeschrieben, das beschreibt, welche baulichen, anlagentechnischen und organisatorischen Massnahmen ein ausreichend brandsicheres Gebäude gewährleisten.”

Der Minister verfügt über ein eigenes Wasserreservoir von 180 m3. “Zwei redundante Pumpenaggregate sorgen für eine ausreichende Löschwasserversorgung vom Wasserreservoir zu den Sprinklern”, sagt Kooijmans: “Es wird Steigleitungen in den Schächten und Abzweigleitungen mit Signaleinrichtungen in den Stockwerken geben. Außerdem wird eine große Anzahl von Sprinklerköpfen mit einem wärmeempfindlichen Element eingebaut. Das bedeutet, dass die Sprinkler nur dann aktiviert werden, wenn die unmittelbare Umgebungstemperatur einen bestimmten Wert erreicht (in diesem Fall 68 °C). Dank der Sprinkleranlage können wir Entstehungsbrände bis auf 12 m2 genau löschen.”
Die Sprinklerpumpensätze werden von Boele Fire Protection geliefert, das seit 2018 Teil des Unica Fire Safety Clusters ist. “Unica Fire Safety hat genau berechnet, wie viel m3/h Wasser bei wie viel bar die Sprinklerpumpensätze im Brandfall fördern können sollen. Auf dieser Basis haben wir die richtigen Sets ausgewählt”, sagt Peter Boele, Business Development Manager bei Boele Fire Protection. “Da die Pumpenaggregate redundant sind - und daher über eine eigene Stromversorgung verfügen müssen - sollte zunächst ein Notstromaggregat neben dem Gebäude aufgestellt werden. Da ein Notstromaggregat ziemlich viel Lärm macht, Ruß ausstößt und Diesel zur Energieerzeugung verbraucht, haben wir gemeinsam eine saubere Alternative vorgeschlagen: die Battery Power Supply (BPS). Diese BPS ist in einem eigenen Raum in der Nähe des Pumpenraums untergebracht, so dass kurze Kabel ausreichen. Außerdem wird keine schwere elektrische Infrastruktur an der Front benötigt.”

Das BPS verfügt über einen Installationsschrank mit fest gefüllten Blei-Säure-Batterien. “Die Energiemenge in diesen Batterien ist mehr als ausreichend, um alle zwei Wochen einen zehnminütigen Test durchzuführen”, sagt Boele. “Aber auch, um im Ernstfall einen Entstehungsbrand sofort danach zu löschen, sechzig Minuten lang und an der ungünstigsten Stelle im Gebäude.” Um die Lebensdauer und Leistung der Batterien zu optimieren, wird die Umgebungstemperatur im BPS-Raum konstant auf 20 °C gehalten, sagt Kooijmans. “Darüber hinaus wird ein Sprinklerschutz installiert, um auch hier die Sicherheit zu gewährleisten. Dank der Sonnenkollektoren auf dem Dach des Parkhauses können wir die Batterie mit erneuerbarer Energie auffüllen.”
Der Fassadenbauer J.M. van Delft & zn aus Drunen wurde von Kondor Wessels Amsterdam beauftragt, seine Beherrschung des Zusammenspiels von Licht und Raum unter Beweis zu stellen, das im Mittelpunkt des von ZZDP Architekten entworfenen Wohnturms steht.
Gemeinsam mit dem Hauptauftragnehmer war J.M. van Delft & zn in der Lage, alle möglichen Engpässe im Montageprozess frühzeitig zu erkennen und vorauszusehen. Dadurch wurde sichergestellt, dass der eigentliche Montageprozess reibungslos ablief. Für die Versorgung der Etagen über Gerüste ließ sie unter anderem spezielle Glas- und Rahmenböcke anfertigen. “Aufgrund der geschosshohen Verglasung war der reguläre Weg leider nicht möglich und wir haben gemeinsam eine passende Lösung gefunden, bevor die Montage begann”, sagt Albert Emmers, Projektleiter bei J.M. van Delft & zn. “So konnten alle auf der Baustelle stressfrei arbeiten und wir konnten die vereinbarte Lieferzeit pro Etage einhalten.” Für den Wohnturm mit bis zu 24 Stockwerken wurde für die Außenverglasung ein so genannter ‘Äquator’ verwendet.
Alles in allem eine anspruchsvolle Aufgabe in großer Höhe, aber mit einem fantastischen Ergebnis!