Vorbereitung der Häuser auf Fernwärme
Schiedam hat sich zum Ziel gesetzt, den Stadtteil Groenoord vollständig gasfrei zu machen. Dazu müssen noch einige Schritte unternommen werden. Die Häuser müssen energetisch saniert und die Anlagen für den Anschluss an die Fernwärme vorbereitet werden.
Die Wohnungsbaugesellschaft Woonplus beauftragte die Firma Hemubo Bouw mit der Durchführung der Maßnahmen, die im Januar 2022 die ersten Wohnungen der 70er-Jahre-Wohnung energetisch sanierte. Die Wohnungen waren zu diesem Zeitpunkt bereits teilweise isoliert. Hemubo hat die Aufgabe, die Leitungen für den Anschluss an die Fernwärme zu verlegen und die Fenster und Türen mit HR++-Glas auszustatten. Zu diesem Zweck wird es maximal zehn Tage lang in den Wohnungen anwesend sein.
So verlockend es auch ist, in der heutigen Zeit vom Gas unabhängig zu werden, so skeptisch sind die Bewohner von Groenoord gegenüber allem, was noch kommen wird. "Es ist eine kollektive Geschichte", weiß Michael van Leyenhorst, Geschäftsführer von Hemubo Bouw. "Das weckt Zweifel und Ängste, die sich die Bewohner oft gegenseitig schüren. Um trotzdem Vertrauen aufzubauen, haben wir zusammen mit dem Kunden Woonplus ein sechsköpfiges Bewohnerteam zusammengestellt. Die Wohnbetreuer nehmen die Bewohner mit ins Musterhaus, lassen sie sehen und erleben, wie es später aussehen wird, und informieren sie über die Vorteile."

Die Installation der neuen Rohrleitungen in den Galeriewohnungen ist intensiv. Die Bohrarbeiten verursachen zwei Tage lang eine Lärmbelästigung. Die Anwohner werden fünf Tage lang Bauarbeiter zu Gast haben, und die bestehende Wärme- und Wasserversorgung wird durch provisorische Einrichtungen übernommen. "Wir tun alles, um die Unannehmlichkeiten so gering wie möglich zu halten. Wo wir normalerweise eine straffe Lean-Planung einhalten, haben wir hier Momente der Ruhe eingeplant. Außerdem stehen 14 Ruhehäuser zur Verfügung, in denen die Bewohner eine Verschnaufpause einlegen können. Hier gibt es Kaffee und die Möglichkeit, sich zu unterhalten."
Besondere Aufmerksamkeit muss dem in den Wänden der Häuser vorhandenen Asbest gewidmet werden. Durch eine angemessene Risikoanalyse und Vorbereitung tut Hemubo alles, um die Risiken zu begrenzen. Die Handwerker werden täglich unterwiesen, um ihre eigene Sicherheit und die der Bewohner zu gewährleisten. "Das erfordert viel Disziplin. Aber bis jetzt läuft es zum Glück gut".
Eine Herausforderung anderer Art ist die schwierige Versorgung mit Materialien und der Preisanstieg aufgrund des Krieges in der Ukraine. Um diese Risiken abzumildern, sind große Einkäufe und reichliche Reserven erforderlich. "Wir haben den Platz, um einen Puffer aufzubauen, und verfügen über den Fuhrpark, um die Teile zur Baustelle zu transportieren."
Im Dezember 2024 wird Hemubo das Projekt abschließen, und die Bewohner werden ein sichereres und komfortableres Zuhause haben, u. a. mit neuen Heizkörpern, Wärme, die im Haus bleibt, und mehr Warmwasser aus dem Wasserhahn.