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Grünes Meisterwerk mitten in der Stadt
Mit bis zu einem Hektar Fassaden-, Balkon- und Dachbegrünung entsteht ein einzigartiges Stück Nationalpark mitten in der Stadt. (Bild: Boeri Architetti)

Grünes Meisterwerk mitten in der Stadt

Vertikale Begrünung ist auf dem Vormarsch. Auch in Utrecht, wo die Wohntürme des Projekts Wonderwoods mit einer üppigen Bepflanzung ausgestattet sind. Dank nicht weniger als einem Hektar Grün an den Fassaden, auf den Balkonen und in den Dachparks entsteht ein einzigartiges Stück Nationalpark mitten in der Stadt. Wonderwoods leistet damit einen besonderen Beitrag zu einem gesunden Lebensraum und zur Wiederherstellung der Artenvielfalt. Um die grünen Ambitionen von Wonderwoods zu verwirklichen, wurden zahlreiche Spezialisten hinzugezogen, wie die Koninklijke Ginkel Groep und BOKO Dakbedekkers. 

Die Royal Ginkel Group ist für die technische Planung, die Realisierung, die langfristige Pflege und den Ersatz bzw. die Reparatur der Begrünung verantwortlich. "Wir kamen 2017 während der Entwurfsphase dazu", sagt Leo van Dalen, Senior Project Consultant Green Buildings. "Innerhalb des Projektteams übersetzten wir die Entwurfsskizze in einen vorläufigen, endgültigen, technischen und Ausführungsentwurf und stimmten alle Grünflächen und Voraussetzungen sorgfältig aufeinander ab. Von Anfang an war für die Baukombination Wonderwoods VOF und für uns klar, dass ein komplexes Projekt wie Wonderwoods einen außergewöhnlich guten Dachdecker erfordert. Fast sofort fiel nur noch ein Name: BOKO Dachdecker." Inspiriert wurde Wonderwoods vom Mailänder "Bosco Verticale", der ebenfalls von Stefano Boeri entworfen wurde. "Der 105 Meter hohe Boeri-Turm wird eine grüne Fassade mit vier (!) Kilometern Pflanzgefäßen und 155 Baumkisten haben. Außerdem wird es eine fast 6 000 m2 große Parkfläche auf dem Dach geben, die sich über mehrere Etagen erstreckt. Der 70 Meter hohe MVSA-Turm wird ebenfalls über neun Innengärten verfügen.

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Alle Mülltonnen müssen auf und über der Dacheindeckung angebracht werden. (Bild: BOKO Dachdecker)

Mock-ups

"Wir waren zweimal in Mailand", sagt Van Dalen. "Dort tauschten wir Wissen und Informationen mit dem Gebäudearchitekten, dem Baumpfleger, den Grünplanern und der Wartungsfirma aus. Wir haben auch eine Reihe von Modellen der Begrünung angefertigt. Mit diesen wurden verschiedene Tests durchgeführt, zum Beispiel um zu sehen, ob das Substrat in großen Höhen an Ort und Stelle bleibt und ob die Bepflanzung die Windlast bewältigen kann. Die Modelle wurden Tunnelventilatoren ausgesetzt, die es uns ermöglichten, die Windgeschwindigkeiten in der Realität zu simulieren. Auf dieser Grundlage wurde das Design weiter verfeinert." 

So robust wie möglich

Die Pflege der Grünanlagen wird demnächst von "fliegenden Gärtnern" übernommen, sagt er. "Um sicherzustellen, dass sie guten Zugang zu allem haben, werden an den Traufen und auf den Böden feste Seilzugangsanlagen installiert. Um zu gewährleisten, dass alle Bäume und Pflanzen bald die richtige Menge an Wasser erhalten, wird eine große Anzahl von Sensoren eingesetzt und mit einem intelligenten Bewässerungssystem verbunden. Wenn Minustemperaturen erwartet werden, wird das System automatisch entlüftet, um Frostschäden zu vermeiden." Alle Techniken sind so robust wie möglich und werden an einigen Stellen sogar dupliziert, um einen zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten, betont Van Dalen. "Die vielen Grünflächen werden die Visitenkarte von Wonderwoods sein und müssen jederzeit gut aussehen. Es darf nichts schief gehen. Deshalb haben wir uns sowohl bei der Installation als auch bei der Gebäudetechnik für 'sicher' entschieden."

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Der 105 Meter hohe Boeri Tower wird eine grüne Fassade mit vier (!) Kilometern Pflanzgefäßen und 155 Baumkisten haben. (Bild: G&S Real Estate)

Gleich beim ersten Mal richtig

Wonderwoods ist ein komplexes Werk mit großen Ausführungsrisiken, betont auch Rob Bootsman, Geschäftsführer von BOKO Dakbedekkers. Als Beispiel nennt er die vielen Baum- und Pflanzencontainer an der Fassade. "Alle Behälter müssen auf und über der Dachhaut angebracht werden. Außerdem müssen die Säulen, auf denen die Pflanzgefäße stehen, abgedichtet werden. All diese Arbeiten müssen in einem Rutsch erledigt werden, weil wir sie danach nicht mehr erreichen können. Deshalb haben wir im Vorfeld alle Details sorgfältig mit dem Projektteam besprochen und abgestimmt. In etwa drei Jahren haben wir eine optimale Lösung gefunden. Unsere Dachspezialisten, angeführt von Polier Ron Karsten, schaffen hier ein Meisterwerk". Bootsman nennt das, was seine Jungs machen, sogar wahre Kunst.

Sehr hohe Anforderungen

Der Boeri Tower und der MVSA Tower verfügen zusammen über fast 6.000 m² Dachfläche, während das Untergeschoss eine Fläche von 1.000 m² aufweist. "Alle Betondächer sind mit einer Intensivbegrünung versehen, die sehr hohe Anforderungen an die Dacheindeckung stellt", sagt Bootsman. "Für den Dachaufbau wurde eine gebundene Bitumendampfsperre in Kombination mit einem Isomix Plus-Dachsystem (Rc: 6,0 m2.k/W) und zwei Schichten Wédéflex D4 (APP) gewählt. Eine ähnliche Konstruktion wurde für die 381 Balkone verwendet, allerdings mit einer PIR-Dämmung. Vor allem die Details, wie z. B. die Randabschlüsse, entscheiden über die Qualität, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit des Dachsystems. Wir setzen in jedem Bereich auf Gold." Auf das gesamte Dachsystem wird eine DAKMERK MULTI-Garantie gewährt.   

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