Mit seinen 109 Metern ist der Leuchtturm Eindhoven ein Blickfang in der Stadt. Für die Ingenieure hinter der Fassade war es ein mindestens ebenso besonderes Projekt. Der Turm beherbergt 333 Wohnungen, wobei die Belüftung eine Schlüsselkomponente für den Wohnkomfort und die Gesundheit darstellt. Für die Beteiligten lag die größte Herausforderung nicht nur in den Wohnungen selbst, sondern vor allem in der Höhe, der Planung und der intelligenten Gestaltung des Lufttransports.

Hochhäuser erfordern intelligente Lüftungslösungen. Innerhalb von Interduct arbeiten spezialisierte Lüftungsunternehmen täglich an komplexen Wohn- und Hochhausprojekten in den Niederlanden. Das Lighthouse Eindhoven ist ein starkes Beispiel dafür und wurde vom Interduct-Unternehmen Rodrie realisiert. Projektleiter Berry van Hout blickt mit Stolz zurück. “Dies war unser erster großer, hoher Turm. Derzeit ist er sogar der höchste Turm in Eindhoven. Das ist toll, daran zu arbeiten.”
Bei den Wärmetauschern arbeitete Rodrie mit dem Lieferanten Brink Climate Systems zusammen. Van Hout: “Glücklicherweise gab es innerhalb des Budgets Spielraum, um eine qualitativ angemessene Lösung zu wählen. In Absprache mit Brink Climate Systems fiel die Wahl auf ein solides verdrahtetes System, das gut zu den Anforderungen des Projekts passte.” Berend-Jan Hagens, technischer Handelsberater für Südostniederlande, leitete den Prozess aus der Sicht des Lieferanten. Brink lieferte die Flair 300- und Flair 400-Geräte für Lighthouse, einschließlich Steuerung, Vierfachschalter und CO2-Sensoren für Wohn- und Schlafzimmer.

Im Lighthouse spielt die Belüftung eine große Rolle, weil die derzeitigen Gebäude sehr gut isoliert und luftdicht sind. Um die Luftqualität zu erhalten, ist eine kontrollierte Lüftung erforderlich. Hagens: “Die WTW-Geräte saugen verschmutzte Luft ab und führen frische Außenluft zu. Über den Wärmetauscher wird die Wärme im Winter an die kältere Außenluft abgegeben. Und das ist gerade in einem Hochhaus sehr wichtig, denn dort ist es nicht so einfach, ein Fenster zu öffnen.” Das System verbindet Energieeffizienz mit Komfort, aber für Van Hout steht die Gesundheit an erster Stelle. “Frische Luft ist keine Selbstverständlichkeit. Vor allem in einem Schlafzimmer steigt der CO2-Gehalt schneller an, als viele Menschen denken.” Die gewählten CO2-Sensoren helfen daher, das System automatisch auf die richtige Einstellung zu bringen. Dies trägt zu einer besseren Luftqualität bei, ohne dass die Bewohner selbst ein Auge darauf haben müssen. Und das macht Sinn, so Hagens: “Man sieht oft, dass gedämmt wird, aber das Lüften vergessen wird. Dann bekommt man Probleme. Gerade in einem Hochhaus wie diesem ist die Luftqualität sehr wichtig.”
Eine auffällige Entscheidung bei Lighthouse ist die Art und Weise, wie die Luft durch das Gebäude strömt. Anstelle eines Standardlayouts wurde der Turm in zwei Teile geteilt. Ab dem achtzehnten Stockwerk gehen die Luftströme nach oben, während sie in den unteren Stockwerken nach unten gehen. Van Hout: “Das ist ziemlich einzigartig. Durch die Zweiteilung des Gebäudes konnten wir kleinere Kanäle in den Schächten verwenden. Man braucht weniger Platz, und das ist ein großer Vorteil in Hochhäusern.”
Diese Anordnung hatte in den Schächten und Installationsbereichen einen klaren Vorteil, verursachte aber auch in anderen Bereichen zusätzliche Arbeit. Im ersten Stockwerk mussten viele Kanäle hergestellt und zur Fassade hin verlegt werden. Auch auf dem Dach gab es eine beträchtliche technische Aufgabe. Van Hout: “In dieser Höhe muss man wirklich mit verschiedenen Windlasten fertig werden.”
Neben der Technik im Gebäude haben sich die Parteien auch mit der Nutzung und Verwaltung befasst. Gemeinsam entwickelten Rodrie und Brink ein projektspezifisches Handbuch mit einem QR-Code, der Bewohner und Verwalter direkt zur richtigen Anleitung für das Gerät führt. Diese Informationen sind auf Niederländisch und Englisch verfügbar, um dem internationalen Charakter Eindhovens gerecht zu werden.
Für beide Parteien liegt der Stolz vor allem im Gesamtbild: ein komplexes Hochhausprojekt, das technisch einwandfrei ist, ohne Pannen und mit einer Zusammenarbeit, die, wie sie sagen, reibungslos verlief. “Alleine kann man nicht viel machen”, sagt Hagens. “Zusammenarbeit ist das Wichtigste.” Van Hout stimmt dem zu und erwähnt auch die Rolle des Auftragnehmers: “Stam + De Koning Bouw hatte die Planung in Ordnung. Und wir haben gut mit dem Installationsberater Bart zusammengearbeitet.
Vorstenbosch. Das Gefühl, dass man es wirklich gemeinsam schafft, ist bei einem Projekt wie diesem sehr wichtig.”