Um dieses Ziel zu erreichen, müssen jährlich etwa 50.000 bestehende Wohnungen nachhaltiger gestaltet werden und nach 2021 sogar 200.000 Wohnungen pro Jahr. "Erstaunlich ist, dass in zahlreichen nationalen Diskussionen über die Verbesserung der Nachhaltigkeit von Gebäuden hauptsächlich über Sonnenkollektoren, Wärmepumpen und Wärmenetze gesprochen wird. Das Instrument 'gut gedämmte Gebäudehülle' ist dabei zweitrangig, obwohl damit einfach und kostengünstig ein erheblicher Gewinn erzielt werden kann", meint Claus den Dunnen, Vertriebsleiter bei Celdex. "Mit einer guten luftdichten Gebäudehülle können wir den Energieverlust um bis zu 30% reduzieren. Was wir nicht verbrauchen, brauchen wir auch nicht zu sparen!"
"Um den großen Sanierungs- und Neubauaufgaben der Zukunft gerecht zu werden und die Qualität des künftigen Bauqualitätssicherungsgesetzes (Wkb) zu gewährleisten, wird zunehmend auf Vorfertigung gesetzt", sagt Den Dunnen. "Das ist nicht verwunderlich, denn mit der Vorfertigung lässt sich eine gleichbleibend hohe Bauqualität sicherstellen. Die Produktion findet im Werk statt, unter besten (klimatischen) Bedingungen. Außerdem kann mit der Produktion bereits begonnen werden, während auf der Baustelle noch die Fundamente gegossen werden. Dies führt zu deutlich kürzeren Bauzeiten und damit zu geringeren Kosten. Außerdem werden weniger Fachkräfte benötigt." Der Industriebau macht das Bauen für junge Menschen attraktiver, weiß er. Auch die Ausfallkosten werden deutlich reduziert und der Fabrikbau ist sicherer. "Kombiniert mit einer guten Luftdichtung können auch die neuen Anforderungen des BENG erfüllt werden, ebenso wie die steigende Nachfrage nach einer gut gedämmten Gebäudehülle, die ein energieneutrales Bauen ermöglicht. Im vergangenen Jahr waren knapp 9.000 der fast 71.000 neu gebauten Häuser industriell gefertigt. Das bedeutet, dass inzwischen jedes achte Haus "aus der Fabrik" kommt. Ganz abgesehen von der großen Menge an vorgefertigten Bauteilen, die auf der Baustelle verwendet werden.
Damit die Abdichtungstechniken dieser Entwicklung gerecht werden können, ist ein anderer Ansatz erforderlich. "Denn auch die Abdichtung von Bauelementen verlagert sich von der Baustelle in die Fabrik", sagt Den Dunnen. "Zu diesem Zweck wurde eine neue Generation von 'trockenen' Abdichtungsprodukten entwickelt, mit Schaumstoffbändern, die vorgefertigt sind und die Möglichkeit bieten, alle Bauelemente direkt bei der Montage luftdicht abzudichten. Die Produkte sind dauerhaft reparaturfähig und bieten eine Lösung für die demontierbare und runde Bauweise. Für den Bauunternehmer bedeutet dies eine Umstellung, da er bei vielen Details nicht mehr die traditionellen 'nassen' Abdichtungsprodukte wie PU-Schaum, Dichtstoff und Beschichtung nachträglich auftragen muss." Dank der Einsparungen an mehreren Fronten werden die neuen Abdichtungsprodukte von den Bauunternehmern recht schnell angenommen. "Der Ansatz erfordert jedoch eine neue Herangehensweise an die Baukolonne. Vom Architekten über den Hersteller und das Bauunternehmen bis hin zum Installateur muss jeder seinen Beitrag leisten, um die gewünschte Leistung zu erzielen."
Celdex ist seit 1983 Hersteller von Kunststoffschaum-Abdichtungsprodukten, die thermisch, akustisch, wasser-, schlagregendicht und luftdicht sind. Beispiele sind Airseal Füllblöcke und -streifen, Stelkozijnband, Pre-Seal Schaumstoffbänder, Dachdurchführungen und Zählerkastenmanschetten. "Um an die oben genannten Entwicklungen anzuknüpfen, hat Celdex das Dichtgarant-Konzept entwickelt. Dieses bietet den Akteuren in der Bauindustrie alle wesentlichen Bausteine, um die Leistungsfähigkeit des luftdichten Bauens zu demonstrieren", sagt Den Dunnen. "Die Lösungen werden sorgfältig ausgearbeitet und die Produkte werden ausgiebig extern getestet. Darüber hinaus überwacht Celdex die Verarbeitung der Produkte während des gesamten Bauprozesses und protokolliert die Ergebnisse. Luftdichtes Bauen mit Celdex Dichtgarant fügt sich somit nahtlos in das Qualitätssicherungssystem ein."
Dass mit diesem Ansatz viel möglich ist, zeigt Celdex beim Bildungs- und Kulturkomplex Amare in Den Haag, der ein hohes Nachhaltigkeitsziel (BREEAM-NL 'Excellent') hatte. "Durch sorgfältige Vorbereitung wurden kritische Anschlussdetails von den Beteiligten identifiziert. An den 8 Meter hohen HSB-Fassadenelementen in der Fabrik wurden so viele Luftdichtheitsprodukte wie möglich vorappliziert. Für die restlichen Details wurden intelligente Produkte verwendet, die schnell und witterungsunabhängig verarbeitet werden konnten. Amare ist somit ein hervorragendes Beispiel für ein komplexes Bauprojekt, bei dem sich das Baukonsortium bewusst für die optimale Nutzung der Fertigteilbauweise zur Luftdichtheit der Gebäudehülle entschieden hat. Baugeschwindigkeit, Kosten und Leistung waren die entscheidenden Faktoren. Es ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie Celdex gemeinsam mit seinen Baupartnern verantwortungsvolle Lösungen erzielen kann."