Nachhaltigkeit spielt bei der Neugestaltung des Dulon College in Ede eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund wird das alte College-Gebäude nicht abgerissen, sondern entkernt, damit die vorhandene Betonhülle für das neue Bildungsgebäude wiederverwendet werden kann. Das erfordert eine gehörige Portion Kreativität.
Mit der Neugestaltung des Dulon College, das zur Christelijke Onderwijs Groep Vallei & Gelderland-Midden (COG) gehört, möchte die Schulleitung ein Schulgebäude schaffen, das der pädagogischen Vision der Schule besser entspricht. Deshalb werden die Flügel an den Enden des ehemaligen Schulgebäudes miteinander verbunden, wodurch logische Laufwege entstehen und das Schulgebäude zu einem natürlichen Ganzen wird. Außerdem soll die Umgestaltung nachhaltig und zukunftssicher sein.
Das klingt einfacher, als es ist. "Bei einem Projekt dieser Größe - etwa 14.500 m2 - beginnt man sofort mit der Bestellung der Baumaterialien", sagt Gerben Jan van Harten, Projektleiter von Rots Bouw. "Die alten, vorhandenen Zeichnungen und unsere eigenen Beobachtungen bildeten die Grundlage dafür. Nach den Abbrucharbeiten haben wir mit einer Drohne eine Punktwolke erstellt, in der die tatsächlichen Maße festgehalten wurden. Diese wichen hier und da von den vorhandenen Daten ab, so dass mehrere Teile angepasst werden mussten. Da diese Abweichungen erst nach den Abbrucharbeiten auftraten und wir bereits mit dem Bau begonnen hatten, verursachte dies einigen Stress."
Und es gibt noch mehr Probleme, auf die Rots Bouw in der Ausführungsphase stößt. Ein wichtiger Punkt ist die Überprüfung der vorhandenen Betonstruktur. Van Harten: "Diese muss mit den aktuell berechneten Werten übereinstimmen, auch wenn es sich um eine bestehende Struktur handelt. Jetzt ist zum Beispiel der Sandzementboden an einigen Stellen höher als auf der Zeichnung angegeben, so dass die gewünschte Dicke nicht möglich ist. Das würde sie zu schwer machen. Hier müssen wir uns noch eine Lösung einfallen lassen. Andererseits sind das die Herausforderungen, die den Spaß an der Arbeit ausmachen."
Um das Gebäude für den Umbau vorzubereiten, hat die Schulbehörde mehrere Jahre im Voraus damit begonnen, die Fledermäuse an den Fassaden zu vermeiden. Leider mit unzureichenden Ergebnissen. Als Rots Bouw und ITN in den Startlöchern standen, waren die Fledermäuse noch an mehreren Stellen vorhanden. Van Harten: "Das hatte zur Folge, dass die Arbeiten dreizehn Wochen lang zum Stillstand kamen. Die Gesamtplanung musste angepasst werden, Maschinenmieten mussten umgestellt und alle möglichen Provisorien getroffen werden. Das kam völlig überraschend."
Aber so sehr die Nachhaltigkeitsambitionen der COG auch überraschen, Van Harten ist froh, sich damit auseinanderzusetzen. "Sie wissen, dass dies der einzig richtige Weg ist. Nachhaltiges Bauen ist bei Rots Bouw bereits ganz normal. Gute Isolierung, Sonnenkollektoren, WKO-Installationen, Fußbodenheizung und luftdichtes Bauen sind an der Tagesordnung." Die Studenten des neuen Dulon College werden voraussichtlich Anfang 2024 in ihr neues Gebäude einziehen können.