Bei der Entwicklung von Oostpoort Plot 1F spielt die Fassade eine entscheidende Rolle für das Aussehen und die Haltbarkeit des Gebäudes. Für die Veredelung der Schieferfassade wurden spezialisierte Handwerker herangezogen. Leidingkkersbedrijf Nijland war für die Lieferung und Verlegung von Naturschiefer an einem großen Teil der Fassaden verantwortlich. Insgesamt handelt es sich um ca. 1.800 m2 Schieferverkleidung an einem 30 bis 32 Meter hohen Gebäude.
Das Besondere an diesem Projekt war (unter anderem) der Grad der Koordination zwischen Entwurf und Ausführung. Laut Nijland Leidekkersbedrijf gab es eine außergewöhnlich enge Zusammenarbeit, um die Abmessungen der Fassade optimal auf die Größe der Schieferplatten abzustimmen. “Sie haben wirklich darauf geachtet, ob bestimmte Teile ein paar Zentimeter breiter oder schmaler gemacht werden können, so dass wir am Ende ganze Schieferplatten exakt haben. Das erlebt man nicht oft. Normalerweise heißt es: Das ist der Entwurf, finde es heraus”, sagt Geschäftsführer Robin Nijland.
Diese Präzision ist kein Detail, sondern eine wesentliche Voraussetzung für die Qualität und Haltbarkeit von Naturschiefer. Außerdem ist die Wahl dieses Materials nicht zufällig gefallen. Es hat sich nämlich gezeigt, dass Naturschiefer perfekt mit der Verwendung von Holz in diesem Projekt zusammenpasst. “Naturschiefer brennt nicht”, sagt Nijland. “Das macht das Material von Natur aus feuerfest, was bei einem Gebäude dieser Größe und Höhe ein wichtiges Argument ist.”
Neben der Brandsicherheit spielt auch die Haltbarkeit eine Rolle. Naturschiefer ist ein reines Naturprodukt mit einer langen Lebensdauer und minimaler Verarbeitung. “Sie kommen aus der Natur und gehen schließlich wieder in die Natur zurück”, sagt Nijland. “Ein echter Kreislauf, mit anderen Worten.” Der Pflegeaufwand hält sich in Grenzen, obwohl sich mit der Zeit Moos bilden kann. Eine regelmäßige Reinigung kann dies einschränken und so die Lebensdauer verlängern, obwohl Fassadenverkleidungen in dieser Hinsicht weniger empfindlich sind als Dachverkleidungen.
Eine weitere Besonderheit von Oostpoort Parzelle 1F ist die Farbgebung der Fassade. Bewusst wurden drei verschiedene Schieferarten in unterschiedlichen Grau- und Grüntönen kombiniert. Durch das sorgfältige Mischen und Sortieren vor Ort entsteht ein nuanciertes Fassadenbild mit deutlich grünem Charakter. “Echte grüne Schiefer gibt es kaum”, erklärt Nijland. “Aber durch die Kombination von helleren und dunkleren Schattierungen erhält das Ganze trotzdem diesen grünen Look”. Die Schieferplatten werden unter anderem aus Brasilien und China bezogen, eine Auswahl, die mit der gewünschten Farbe, Dicke und Stärke des Materials zusammenhängt.
Neben seinen technischen und ästhetischen Qualitäten ist das Projekt auch ein Beispiel dafür, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit in komplexen Bauprozessen ist. Die Bereitschaft anderer Baupartner, bei der Ausarbeitung von Details und Abmessungen mitzudenken, ermöglichte eine präzise Ausführung. Oostpoort Plot 1F zeigt, dass Fassadenveredelung mehr ist als nur eine Deckschicht. Es ist ein Zusammenspiel von Materialauswahl, Handwerkskunst und Zusammenarbeit. Und das ist sowohl für das Aussehen als auch für die Lebensdauer des Gebäudes entscheidend.