Wer von Fassadenbau spricht, denkt schnell an Glas und Aluminium. Doch der Sonnenschutz bestimmt in hohem Maße, wie ein Gebäude in Bezug auf Wärme, Komfort und Energieverbrauch abschneidet. Genau hier will HSD Ecoscreen einen Unterschied machen. Direktor Jan Huisbrink erklärt, welche Rolle der Sonnenschutz im Hinblick auf die Nachhaltigkeit spielen kann.
Das Unternehmen mit Sitz in Genemuiden ist ein Unternehmen für technische Bekleidung und Lieferant für den Markisenmarkt. Das Familienunternehmen hat seinen Ursprung in der Genemuidener Textilindustrie, verlagerte aber seinen Schwerpunkt von der Teppichindustrie auf den Markisenmarkt. In diesem Jahr feiert das Unternehmen sein 50-jähriges Bestehen. Heute liefert HSD Ecoscreen unter anderem Markisentücher für Außenmarkisen und Anwendungen wie Terrassenüberdachungen.

Huisbrink erkannte schon früh, dass die Nachhaltigkeit eine größere Rolle spielen würde. “Vor zwanzig Jahren haben wir bereits mit unserer Öko-Geschichte begonnen”, sagt er. “Damals sagte mein Vater und ehemaliger Direktor Klaas Huisbrink: Ihr seid viel zu früh dran. Nachhaltigkeit kostet zu viel Geld.” Aber dieser frühe Start erweist sich jetzt als Vorteil. Die Nachfrage nach Jalousien mit geringerer Umweltbelastung steigt, auch in Nichtwohngebäuden.
Laut Huisbrink ist die Beschattung ein wichtiges Mittel, um ein Gebäude nachhaltiger zu gestalten. “Sie sorgt dafür, dass sich Gebäude durch die Sonne weniger aufheizen, so dass man auch weniger Energie für die Kühlung benötigt.” Die Nachfrage nach außen liegendem Sonnenschutz nimmt daher weiter zu. Gleichzeitig sieht er einen klaren Trend zum innenliegenden Sonnenschutz, insbesondere bei großen und hohen Gebäuden. “Architekten finden Außenjalousien manchmal weniger attraktiv: eine Verschwendung ihres Designs. Und bei großen Gebäuden sind Innenjalousien manchmal einfacher”. Dies warf eine neue Frage auf: Kann ein Innenstoff auch langlebig, sicher und technisch stabil sein?

Durch die Zusammenarbeit mit einem Hersteller ist HSD Ecoscreen zu einem aus Sand entwickelten Tuch gekommen. Diese werden von HSD Ecoscreen unter dem Namen Solguard by Ecoscreen verkauft. Diese Indoor-Screens werden aus natürlichem Glasfasergewebe, geschmolzenem Sand, hergestellt, der zu starken, sicheren und haltbaren Textilien versponnen wird. Laut Huisbrink ist dieses Material vollständig Cradle-to-Cradle, PVC-frei, PFAS-frei und halogenfrei. “Dies ist der einzige Stoff, der wirklich 100% Cradle-to-Cradle ist. Und es ist auch sicherer, weil das Material feuerbeständig ist. Diese Indoor-Screens wurden speziell für Architekten entwickelt, die Nachhaltigkeit, Ästhetik und Leistung in ihrem Design vereinen wollen. Auch der Produktionsprozess des Partners entsprach den Ambitionen von HSD: Nutzung von Solar- und Windenergie und geringer Ressourcenverbrauch. Der Markt reagierte schnell. ”Seit Januar bringen wir dieses neue Produkt auf den Markt, und schon rufen uns Architekten an“. Einer der Interessenten ist der Flughafen Schiphol, wo die bestehenden Innenjalousien mit PVC und PFAS ersetzt werden sollen.
Für HSD Ecoscreen steht die neue Leinwand nicht allein. Das Unternehmen selbst arbeitet auch an einem geringeren ökologischen Fußabdruck, einschließlich einer Wärmepumpe und Sonnenkollektoren. Außerdem wird die Produktionskapazität mit einer neuen Halle erweitert, so dass Wachstum und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. “Wir wollen nach außen hin fußabdruckfrei auftreten. Da passt ein Produkt wie dieses sehr gut hinein.”