Glass Inside schafft einen beeindruckenden gläsernen Zwischenraum um die neue Wendeltreppe im Aurora Amsterdam. Vom ersten bis zum achten Stockwerk werden geschosshohe Glaswände mit möglichst wenigen sichtbaren Profilen installiert. Direktor Jelle van Paassen spricht über das Projekt.
Glass Inside positioniert sich mit Nachdruck als Gesamtpartner für alles, was mit Glas zu tun hat. Das Unternehmen wird bereits in einem frühen Stadium in Projekte eingebunden und denkt mit Architekten und Bauherren mit. “Wir beraten und liefern. Von der Idee bis zur Montage, das ganze Bild”, sagt Van Paassen. “Für die Kunden sind wir ein einziger Ansprechpartner für alles, was mit Glas zu tun hat.” Diese umfassende Rolle ermöglicht eine individuelle Anpassung, selbst wenn Standardlösungen nicht in das Design oder die technischen Anforderungen passen.
Van Paassen zufolge liegt die Stärke von Glass Inside in der Breite des Angebots. “Wir denken immer vom Glas und nicht vom System her. Die Frage ist immer: Was kann man mit Glas machen?”, erklärt er. Während andere Anbieter auf maximale Höhen, Breiten oder Profile festgelegt sind, sucht Glass Inside nach herstellbaren Lösungen außerhalb dieses Rahmens.
Dieser Ansatz spiegelt sich auch in Aurora wider, mit starker Verglasung, minimalen Profilen und hohen Anforderungen an Brandschutz, Lärm und Sicherheit. Im Atrium bildet die neue Wendeltreppe den räumlichen Kern. “Um diese Treppe herum verläuft ein Hohlraum vom ersten bis zum achten Stockwerk. Dieser Hohlraum ist vollständig von Glas umschlossen”, sagt Van Paassen. Glass Inside realisiert hier Ganzglaswände vom Boden bis zur Decke. Die Profile sind so weit wie möglich in der Hinterkonstruktion verborgen. Die Scheiben sind nicht gerahmt und werden strukturell verklebt, um ein möglichst transparentes Bild zu erzeugen.
Die Anforderungen an das Glas sind hoch. Van Paassen: “Die Wand muss feuerbeständig mit der Klassifizierung EI60 sein. Darüber hinaus muss das Glas schalldicht und durchsturzsicher sein. Die Glasscheiben sind fast 4 Zentimeter dick und bestehen aus 2×10 mm thermisch vorgespanntem Sicherheitsglas mit einer 18 mm dicken feuerfesten Hydrogel-Zwischenschicht. Dadurch wiegt das Glas in den Abmessungen von 1.600 mal 2.900 mm jeweils etwa 350 kg.”
Entlang eines Teils der Treppe wird es keine hohe Glaswand geben, sondern eine etwa 1,20 Meter hohe Glasbalustrade. Diese Brüstung wird ebenfalls in den Boden eingelassen, und zwar in einem Aluminiumprofil. “Die eingebauten Profile von Wand und Brüstung müssen so eng wie möglich aufeinander abgestimmt werden. Das geht natürlich nur in guter Zusammenarbeit mit dem Bauunternehmer, der den Boden vorbereitet.
Der Transport und die Montage der schweren Glasscheiben stellen eine große Herausforderung dar. “In Absprache mit dem Auftragnehmer haben wir daher einen Logistikplan erstellt. Es war zu komplex, das Glas über das Atrium anzuliefern, deshalb werden wir es jetzt für jedes Stockwerk über die Fassade einheben. Dann fährt ein Glasroboter die Scheiben an die richtige Stelle.”
Für Van Paassen liegt der Stolz bei Aurora vor allem in der Zusammenarbeit. “Wir sind noch nicht einmal zur Hälfte fertig, aber ich finde die Zusammenarbeit mit Van Wijnen sehr angenehm”, sagt er. Eine gute Kommunikation ist dabei entscheidend. “Die Dinge so zu sagen, wie sie sind, direkt und klar. Und dann gemeinsam schauen: Wie können wir gemeinsam an der Lösung arbeiten?” Dieser Teamgeist gilt auch für die Lieferanten. “Wir machen das wirklich gemeinsam”, sagt er.”