Im Osten von Haarlem bekommt die Stadt ein neues Wahrzeichen: Oostpoort Kavel 1F, ein sozialer Wohnturm mit einer hybriden Holztragstruktur. Das Projekt passt genau in den Kurs, den HSB Bouw seit Jahren verfolgt. Das in Volendam ansässige Bauunternehmen ist Mithersteller von Ymere und hat in den letzten Jahren stark in Holzbaukenntnisse investiert. Projektleiter Edwin Westmeijer leitet das Projekt von den ersten Plänen an.
HSB Bouw kam 2023 ins Spiel, als Ymere einen Partner für das Bauteam suchte, der nicht nur den Holzbau beherrscht, sondern sich auch traut, ihn zu beschleunigen. “Wir arbeiten schon seit langem intensiv mit Ymere zusammen”, sagt Westmeijer. “Sie weiß, dass wir schon in der Anfangsphase mitdenken können, was Technik, Planung und Machbarkeit angeht. Das gibt Sicherheit bei einem solchen Projekt mit hohem Zeitdruck.” Dieser Zeitdruck war real: Um die Subventionen der Provinz zu erhalten, musste der Mast bis Ende 2024 in der Erde sein. Innerhalb eines Monats nach dem ersten Treffen kamen der Architekt INBO und andere Berater hinzu. “Ein so straffer Zeitplan funktioniert nur, wenn alle von Anfang an mit Herzblut dabei sind. Und genau das ist unsere Stärke.”

Der Wohnturm wird 100 Sozialwohnungen, eine halb unterirdische Tiefgarage und eine größtenteils hölzerne Tragkonstruktion umfassen. Er erfüllt die biobasierten Anforderungen der Metropolregion Amsterdam in hohem Maße. “Holzbau in dieser Größenordnung erfordert wirklich Routine im Bauteam”, erklärt Westmeijer. “Man kann Brandschutz, Lärm und Konstruktion nicht isoliert betrachten. Man muss jeden Punkt ganzheitlich beurteilen. Das machen wir jetzt sehr systematisch, zusammen mit Parteien, die das schon mal gemacht haben.” Dieser Ansatz war auch notwendig, um die Bedingungen des CAR-Versicherers zu erfüllen. Schließlich bringt eine Vollholzhülle zusätzliche Anforderungen in Bezug auf Brand- und Feuchtigkeitsrisiken mit sich. “Wir entwickelten eine umfassende Risikoanalyse und einen Managementplan. Dieser wurde vom Versicherer geprüft, einschließlich eines Audits vor Ort. Das gab Vertrauen und stellte sicher, dass das Projekt abgedeckt war.”

Das Gebäude verbindet sich mit der offenen Landschaft der Amsterdamer Verteidigungslinie. INBO arbeitete mit sich wiederholenden Gebäudeteilen, wodurch das Holzbausystem effizient wurde. An drei Seiten wurde eine zusätzliche Fassade angebracht, um den Lärm abzuschirmen, ohne die Konstruktion schwer zu machen. Das Regenwasser wird auf dem Grundstück gepuffert.
Am 13. Dezember 2023 wurde der erste Pfahl pünktlich in den Boden eingebracht. Dank der straffen Organisation bleibt das Tempo hoch. Nachdem sich der Rhythmus von einem Stockwerk alle zwei Wochen etabliert hat, kann das Bauteam kontrolliert zu den oberen Stockwerken vorgehen. Wenn dieses Tempo beibehalten wird, wird Oostpoort Kavel 1F Ende 2026 bezugsfertig sein.