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Bürokonzept aus Holz bewährt sich erneut bei Campus Werkspoor
Der letzte Schliff wird an der Außenfassade vorgenommen.

Holzbürokonzept bewährt sich erneut auf dem Campus Werkspoor

Integrale Entscheidungen für zukunftssicheres Bauen

Die HoutFabriek auf dem Campus Werkspoor in Utrecht ist ein vierstöckiges Bürogebäude aus Holz mit einem offenen Zwischenraum. Das Projekt zeigt, was passiert, wenn Bauherr, Bauunternehmer, Architekt, Statiker und Installationsspezialisten von Anfang an zusammenarbeiten. Dank der integrierten Arbeitsweise wurden Entscheidungen hinsichtlich Kosten, Nachhaltigkeit, Technik und Nutzung ständig gegeneinander abgewogen. Da das Gebäude bereits vor seiner Fertigstellung voll vermietet war, ist auch der Business Case überzeugend.

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Im Inneren ist das Gebäude vollständig aus Holz gebaut.

Die HoutFabriek arbeitete nicht nach dem klassischen Modell, bei dem Entwurf und Ausführung getrennt sind. Inhaltlich ist die HoutFabriek in erster Linie ein Projekt, bei dem die Parteien bewusst ganzheitlich gearbeitet haben. Job Kuijpers von Woody Builders sagt: “Wir haben uns als Bauteam mit allen Disziplinen genau angeschaut, wie man ein Gebäude mit allem Drum und Dran am besten zusammenbaut.” Harko Ebbens von Nuvia Real Estate fügt hinzu: “Wir haben Nachhaltigkeitsziele und eine Reihe von Anforderungen, aber wir wollten auch schauen, wie wir einmal billiger bauen können.
Es muss nicht nur teurer sein”.” 

Gemeinsam mit den Architekten buro werda & m. architects wurde die Auswirkung jeder Entscheidung auf das Gesamtbild geprüft, damit eine billige Teillösung nicht zu Mehrkosten an anderer Stelle führt. Auch das bauliche Raster wurde entsprechend optimiert. Die Größe von 5,40 mal 5,40 Metern bietet nach Ansicht des Teams ein gutes Gleichgewicht zwischen Nutzfläche, Materialeinsatz und Machbarkeit.

Klima als Gestaltungsfrage

Auch die Klimastrategie wurde ganzheitlich konzipiert. Das Team begann mit der Frage, wie man das Gebäude mit weniger Energie komfortabel halten kann.

Die Überlastung der Netze und die begrenzte Anschlusskapazität machten dies umso dringlicher. Ebbens beschreibt die Möglichkeiten der Klimatisierung: “Es gibt Grundprinzipien wie die, dass die Innentemperatur mit der Außentemperatur schwanken kann. Es muss nicht immer 21 Grad drinnen sein. Zum Beispiel wird nicht jeder Raum separat geheizt oder gekühlt, sondern das Gebäude wird als Ganzes mit Sensoren gesteuert. Besonders die Kühlung erforderte Aufmerksamkeit. Deshalb hat man sich für PCM-Decken mit phasenwechselnden Materialien entschieden, die Wärme aufnehmen und später wieder abgeben.” Kuijpers fügt hinzu, dass gerade diese Decken wichtige Vorteile im Gebäude bieten. Sie sorgen für ein gutes Klima im Gebäude und verringern so den Bedarf an mechanischer Kühlung und Heizung durch das Klimatisierungssystem. Darüber hinaus sorgen sie für einen sauberen Abschluss und eine bessere Akustik. Inzwischen läuft die Installation für 4.000 Quadratmeter Nutzfläche über einen 3×80-Ampere-Anschluss.

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Die PCM-Decken im Detail.

Lernen als integraler Bestandteil des Konzepts

Für alle Beteiligten ist die HoutFabriek Teil einer laufenden Lernkurve auf dem Campus Werkspoor. Wie frühere Holzgebäude auf dem Campus wurde auch dieses Gebäude bereits vor seiner Fertigstellung vollständig vermietet. Das macht die HoutFabriek nicht nur zu einem technischen Vorreiter, sondern auch zu einem Markttest. Kuijpers: “Dieses Gebäude beweist, dass man Herausforderungen wie die Netzüberlastung mit weniger Anschlüssen und intelligenten Installationskonzepten bewältigen kann. Dafür müssen wir aber bereit sein, unsere starren und hochwertigen Anforderungen flexibler zu gestalten, klimabewusster zu werden und zu akzeptieren, dass ein wenig Unbehagen manchmal zum verantwortungsvollen und zukunftssicheren Bauen gehört. Nur dann können wir wirklich im Einklang mit unserer Umwelt leben, jetzt und in Zukunft.”  

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