In Haarlem wird an dem ersten Sozialwohnungshochhaus gearbeitet, das weitgehend aus Holz gebaut wird: Oostpoort Plot 1F. Ein nachhaltiges Projekt mit einer auffälligen Hybridkonstruktion aus CLT und Beton. Für den Stahlbau dieses besonderen Gebäudes arbeitet das Bauunternehmen HSB Bouw mit MM Staal zusammen, einem kompakten Unternehmen mit breitem Fachwissen, wie Direktor Bart Melman erklärt. “Wir sind ein Stahlbauunternehmen ohne ein großes Team, aber mit einer breiten Spezialisierung”.”
MM Steel arbeitet landesweit sowohl an Neubau- als auch an Renovierungsprojekten. Von tragenden Konstruktionen bis hin zu Treppen, Zäunen und Stanzteilen hat das Unternehmen ein vielseitiges Profil. Dank der eigenen Konstruktion, Produktion und Montage liefert MM Staal komplette Projekte mit kurzen Wegen und klarer Koordination.


Für Oostpoort Plot 1F wurde MM Staal nach einer Ausschreibung eingeschaltet. Der Auftrag ist umfangreich: Der Stahlbau erstreckt sich über das gesamte Gebäude. “Wir begannen im Untergeschoss, wo wir die Stützen und Träger für das Kellerdeck herstellten. Von dort aus geht es weiter zum Stahlbau und dann zu den Balkonkonstruktionen für die Stockwerke eins bis zehn. Die Bauarbeiten verlaufen nach einem straffen Zeitplan. ”Wir haben in der 45. Woche begonnen, und einen Monat später war die Stahlkonstruktion bis zum dritten Stockwerk fertig. Von dort aus bauen wir weiter nach oben. Es wird erwartet, dass wir im nächsten Jahr fertig werden.“
Die größte technische Herausforderung liegt in der Verbindung von Stahl mit einer Holztragkonstruktion. “Es handelt sich um ein Gebäude mit viel Holz - und Holz ist schallempfindlicher als Beton. Daher spielen unsere Stahlverbindungen eine große Rolle bei der Lärmreduzierung”, erklärt Melman. Die Entkopplung ist entscheidend. “Die Verbindung zwischen dem UNP und unseren Stahlträgern muss akustisch entkoppelt werden. Das erreichen wir, indem wir die Schraubverbindungen mit einem speziellen Gummi trennen. Auf diese Weise verhindern wir, dass der Schall durch den Stahl übertragen wird.”
Die Technik ist komplex, aber überschaubar. “Wenn die Zeichnungsarbeit gut vorbereitet ist, wird sie für uns zur Standardarbeit. Die Herausforderung besteht hauptsächlich in der genauen Platzierung und der sorgfältigen Trennung”, sagt Melman. Der Prozess ist vollständig in BIM ausgearbeitet. “Ein angemessenes Endergebnis beginnt mit einer guten Arbeitsvorbereitung. Alles wird in 3D gezeichnet und in der Fabrik genau nach diesen Modellen geschweißt.” Auch die Zusammenarbeit mit den Baupartnern ist hervorragend. “Wir sind sehr zufrieden mit dem Projektverlauf, und ich denke, das beruht auf Gegenseitigkeit.” Er schließt mit den Worten: “Der Umfang und die Präzision dieser Arbeit zeigen wirklich, was wir als Unternehmen leisten.”