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Zuidkade Scheveningen als industrieller Akzent auf dem ehemaligen Norfolk-Gelände

Zuidkade Scheveningen als industrieller Akzent auf dem ehemaligen Norfolk-Gelände

Wo Stadt und Meer aufeinandertreffen

Auf dem ehemaligen Norfolk-Gelände in Scheveningen wird fleißig gebaut. Wo früher ein Containerlager stand, entsteht nun De Zuid: ein Stadtteil mit vierhundert Wohnungen und maritimen Aktivitäten. Das Teilprojekt Zuidkade ist das zuletzt fertiggestellte Gebäude. Es handelt sich um einen robusten Wohnkomplex mit 42 Wohnungen, der von LEVS Architekten entworfen wurde.

LEVS erstellte 2013 den Entwurf für die Struktur von De Zuid und ist seitdem in Zusammenarbeit mit verschiedenen Architekturbüros als koordinierender und teilweise auch als entwerfender Architekt tätig. Zuidkade ist der dritte Teil des Plans und wurde gemeinsam von LEVS und Zecc Architekten entworfen. Obwohl die beiden Gebäudeteile unterschiedlich sind, ist dank der guten Abstimmung zwischen den Architekten eine wunderbare Kohärenz entstanden. 

Zuidkade Scheveningen als industrielles Highlight auf dem ehemaligen Norfolk-Gelände 1
Um die Ecke hat das Gebäude eine gemauerte Fassade.

Monolithisch und robust

Der Gebäudeteil von LEVS ist ein kraftvolles Statement am Kopfende des Areals. Sein industrieller Charakter passt zur rauen Hafenumgebung. Mit seiner markanten Betonarchitektur bildet es eines der nun drei Akzentgebäude am Hafen. Ein Überstand unterstreicht die prominente Lage des Ensembles. Zurückgesetzte Fugen sorgen für einen reichen Schatteneffekt. Diese verstärken die Betonelemente und verbergen gleichzeitig eventuelle Unvollkommenheiten zwischen den Elementen. Das Ergebnis ist ein klares Bild. Um die Ecke hat das Gebäude eine Mauerwerksfassade mit einem monolithischen Charakter, der zum Kopfgebäude passt.

Zuidkade Scheveningen als industrielles Highlight auf dem ehemaligen Norfolk-Gelände 2
Das Gebäude befindet sich in fantastischer Lage mit Blick auf die Hafenmündung, die Häfen und das Meer.

Strandhäuser

Im Erdgeschoss gibt es Platz für gewerbliche und hafenbezogene Unternehmen. Die verschiedenen Wohnungen gehören zum höheren Segment. Sie verfügen alle über einen großzügigen Balkon oder eine Dachterrasse. Der Innenbereich befindet sich auf dem Dach des Parkhauses. Er dient als Treffpunkt und verbindet alle Teile des De Zuid-Projekts miteinander. Abstellräume im Stil von Strandhäuschen und mehrschichtige Bepflanzungen sorgen für eine intime Atmosphäre. Auch in der hochwertig gestalteten Eingangshalle wurden Höhenunterschiede genutzt, wodurch wunderschöne Durchblicke entstehen und ein fließender Übergang vom Kai zur Gartenseite entsteht.

Großzügige Schiebetüren

“Das Gebäude hat eine fantastische Lage mit Blick auf die Hafenmündung, die Häfen und das Meer. Wir haben uns sehr gefreut, hier ein markantes Gebäude entwerfen zu dürfen”, sagt Christiaan Schuit, Architekt und Partner bei LEVS architecten. Damit die Bewohner die Aussicht optimal genießen können, wurden alle Wohnungen mit großen Fenstern an der Vorder- und Rückseite ausgestattet. Sechs Meter breite, großzügige Schiebetüren bieten einen herrlichen Blick auf die Umgebung. Wenn diese geöffnet sind, erleben die Bewohner ihr Wohnzimmer wie einen Außenbereich am Meer. Gleichzeitig stellte der Standort auch eine technische Herausforderung dar. Schuit: “Bei der Planung wurden die Kräfte von Wind, Wasser und Sand sorgfältig berücksichtigt. Die großen Fensterfronten, die die Aussicht und den Lichteinfall verstärken, sind so konstruiert, dass sich die Schiebeelemente an der Außenseite befinden. Der Winddruck schließt die Fensterfront dann noch fester. Regen und Schmutz werden durch integrierte Rinnen und Speier in den Betonelementen aufgefangen, wodurch der Beton länger schön bleibt und die Fassaden ihr robustes Aussehen behalten.”

Zuidkade Scheveningen als industrielles Highlight auf dem ehemaligen Norfolk-Gelände 3

Eigene Charaktere

Die Wohnungen sind um einen intelligenten und kompakten Zugangskern herum angeordnet. Diese effiziente Struktur ermöglicht eine große Vielfalt an Grundrissen, die in Zukunft nach Wunsch angepasst werden können. Es handelt sich um durchgehende Wohnungen mit einer Größe von 80 bis 200 Quadratmetern und unterschiedlichen Grundrissen. “Jede Wohnung hat ihren eigenen Charakter. Wir hatten wirklich den Raum, um etwas Schönes daraus zu machen. Es war ein besonderes Projekt, an dem die Fachleute auf der Baustelle mit viel Freude gearbeitet haben. Das sieht man am Ergebnis”, so der Architekt.

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