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De Stadhouders: Außergewöhnliches neues Gebäude im Statenkwartier in Den Haag

De Stadhouders: ungewöhnliches neues Gebäude im Haager Statenkwartier

Am Verhulstplein in Den Haag ist der Bau von De Stadhouders in vollem Gange. Das Projekt umfasst drei neue, luxuriöse Wohngebäude, die nach den Stadthaltern Frederik Hendrik, Maurits und Casimir benannt sind. Die Gebäude werden auf einem gemeinsamen, versenkten Parkplatz errichtet und haben jeweils ihren eigenen Charakter und Charme. Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Blöcke 1 und 2 im Juni fertiggestellt werden, Block 3 folgt Anfang 2021. De Stadhouders wurde von ELV Architects und Topos Fields entworfen. Waal unterzeichnete für den schlüsselfertigen Neubau. Im Auftrag von VORM Development und CBRE Global Investors ist das in Vlaardingen ansässige Bauunternehmen für alle Bauarbeiten, die Erdarbeiten, die Gebäudeinstallationen, den Ausbau und die Standortgestaltung verantwortlich.

Das Herzstück von De Stadhouders wird das Frederik-Hendrik-Gebäude (Block 1) sein, das mit einer Höhe von 50 Metern und 15 Stockwerken Platz für 57 Eigentumswohnungen, 4 Penthäuser und 42 frei finanzierte Mietwohnungen bietet. Das Gebäude verfügt über eine 5-stöckige Eingangshalle und alle Eigentumswohnungen haben einen Balkon, eine Terrasse oder eine Dachterrasse. Frederik Hendrik wird durch einen offenen Innenhof mit Maurits (Block 2) verbunden sein, der 6 Stockwerke und 88 Mietwohnungen hat. Casimir (Block 3) wird 8 Stockwerke mit 20 Eigentumswohnungen und 61 Mietwohnungen haben. Sowohl Maurits als auch Casimir werden einen offenen Ring mit Galerien im Inneren haben, in dem sich die Wohnungseingänge befinden. Zwischen Maurits und Casimir wird eine 18 Meter hohe Scheinfassade errichtet, die dem Plan ein besonderes Aussehen verleiht.

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Der Blickfang von De Stadhouders wird das Frederik-Hendrik-Gebäude (Block 1) sein, das mit einer Höhe von 50 Metern und 15 Stockwerken Platz für 57 Eigentumswohnungen, 4 Penthäuser und 42 frei finanzierte Mietwohnungen bietet.

 

Bauen auf einem Panzergraben

Am 20. Juni 2018 begann Waal mit dem Bau von De Stadhouders. "Auf dem Gelände der Blöcke 1 und 2 befand sich früher ein Bürogebäude, dessen 1,20 Meter dickes Untergeschoss erhalten geblieben ist", erklärt Hans Houweling, Projektleiter Großprojekte bei Waal. "Ein Teil von Frederik Hendrik und Maurits wurde auf dem alten Kellergeschoss gegründet. Der Rest ist auf Sand gegründet. Das Gebäude Casimir wird auf dem Gelände einer ehemaligen Tankstelle errichtet und ist ebenfalls auf Sand gegründet. Für das Fundament haben wir unter anderem 1,90 Meter hohe Betonpfähle verwendet. Außerdem haben wir einen Teil des Kerns des alten Kellergeschosses durchgesägt, um die Lasten richtig abzufangen." Eine Besonderheit sei, dass unter den 3 Gebäuden ein alter Panzergraben aus dem Zweiten Weltkrieg (Atlantikwall) verlaufe, sagt er. "Wir mussten ziemlich viele Bodenverbesserungen vornehmen, um darauf aufbauen zu können."

Nach dem Setzen der Betonpfähle stellte Waal einen neuen Kellerboden her, auf den Betonwände und -träger mit viel Bewehrung gesetzt wurden. "Wir haben dann mit dem Bau in einer wandbreiten Deckenbauweise fortgefahren. Dabei haben wir gleich die hölzernen Innenwände mit einbezogen. Wir haben die Gebäude so schnell wie möglich wind- und wasserdicht gemacht und dazwischen Abdichtungsschichten aufgebracht, so dass wir in absehbarer Zeit mit den Ausbauarbeiten beginnen können."

355.000 Ziegelsteine

Die 3 Gebäude sind mit Klinkermauerwerk versehen. Das bedeutet, dass die Ziegel an den Seiten gemauert werden, so Houweling. "Und das ist leichter gesagt als getan. Wir haben mehrere Tests durchgeführt, denn in Verbindung mit den hölzernen Hohlraumwänden müssen die Fassaden eine minimale Durchbiegung aufnehmen können. Die Biegeversuche am TCKI haben gezeigt, dass nur die Ziegel, bei denen der Sand abgebürstet wurde, den Kennwert erfüllen. Daher mussten alle 355.000 Ziegel vor dem Vermauern gereinigt werden. Um diesen Prozess zu beschleunigen und zu vereinfachen, haben wir in Zusammenarbeit mit einem Bekannten aus der Gartenbauautomatisierung eine Ziegelbürstmaschine mit Förderband entwickelt, mit der eine Person 1.000 Ziegel pro Stunde sauber bürsten kann." Die beiden obersten Stockwerke jedes Blocks sind mit grauen Equitone Natura-Fassadenplatten verkleidet. So entsteht ein einheitliches Gebäudeensemble, während die verschiedenen Höhenunterschiede und Gebäudebreiten jedem Gebäude seinen eigenen Charakter verleihen.

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Ein Loft im Frederik-Hendrik-Gebäude (Block 1).

 

Installationstechniken

Die Gebäude Block 1 und 2 sind mit einem Gasanschluss ausgestattet. Die Klimatisierung ist recht traditionell, mit einem Zentralheizungskessel, Heizkörpern, mechanischen Lüftungsanlagen und Gittern über den Fenstern. "Gute Rissabdichtungen sorgen für eine hohe Luftdichtheit", sagt Houweling. "Außerdem wurde der EPC-Wert leicht verschärft. Um dies zu erreichen, wurden unter anderem Solarpaneele angebracht." Der dritte Baustein wird komplett gasfrei sein. "Da der Boden unter der ehemaligen Tankstelle ab einer Tiefe von 3 Metern kontaminiert ist, mussten wir Stahlrohre mit einer Länge von 12 Metern verlegen und ausbohren, bevor wir die Brunnen bohren konnten. Insgesamt haben wir etwa 60 Brunnen in 150 Metern Tiefe realisiert, die das Gebäude mit ausreichend Wärme und Kälte versorgen. Jede Wohnung wird über eine eigene Erdwärmepumpe verfügen, und auf Block 3 werden auch Sonnenkollektoren installiert. Alle Wohnungen in Block 3 werden nach Fertigstellung energieneutral oder zählerfrei sein.

Der Bau liegt im Zeitplan, sagt er. "Das gesamte Projekt wurde in 3D/BIM ausgearbeitet, wodurch die Ausfallkosten minimiert wurden. Bei Block 3 haben wir sogar die Planung und das 3D-Modell miteinander verknüpft. Gemeinsam mit den Führungskräften haben wir eine 4D-Planung erarbeitet, die es uns ermöglicht, ein komplettes Stockwerk in zwei Wochen fertigzustellen."  

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