Im Utrechter Stadtteil Leidsche Rijn wird derzeit der luxuriöse Apartmentkomplex Greenville gebaut. Nachhaltigkeit, Luxus und Grün sind die Schlüsselbegriffe bei diesem Projekt.
Im Auftrag von Heijmans Vastgoed begann Heijmans Woningbouw im Oktober letzten Jahres mit der Realisierung von Greenville. Projektleiter Richard Felten weist auf die Besonderheiten des Komplexes hin. "Beim Entwurf von Greenville wurde nichts dem Zufall überlassen. Ein Team von Architekten hat dafür gesorgt, dass sich das Gebäude perfekt in die Umgebung einfügt. Darüber hinaus ist es voll und ganz auf die heutigen Wohnbedürfnisse ausgerichtet: So wurde beispielsweise auf den Energieverbrauch und die Entwässerung geachtet. So ist das Wohnen in Greenville nicht nur sehr komfortabel, sondern auch sehr nachhaltig. Greenville wird über 93 Luxuswohnungen und 30 Stadthäuser verfügen, jedes mit seinem eigenen Charakter. Sie werden nach einem sehr hohen Standard ausgestattet sein, z. B. mit Naturstein, Mauerwerk, Luxustüren, Holzrahmen und Fußbodenheizung. Fast alle Wohnungen werden über einen Außenbereich verfügen und können die beiden gemeinsamen Innenhofgärten nutzen.
Qualität, Einheitlichkeit und Ruhe
Eine Besonderheit, so Felten, sei die Tatsache, dass das Gebäude von drei Architekten entworfen wurde. "Wir machen aus dem, was die drei Architekten entworfen haben, ein Ganzes. Das Gebäude strahlt vor allem Qualität, Geschlossenheit und Ruhe aus. Kein Stockwerk gleicht dem anderen, und auf jedem Stockwerk werden unterschiedliche Wohnungstypen gebaut. Damit beim Bau alles reibungslos abläuft, haben wir viel Zeit in die Vorbereitung gesteckt. Der Entwurf ist daher komplett in BIM ausgearbeitet."

Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Schwerpunkt, wie er betont. "Es werden hohe Isolierwerte angestrebt. Einschließlich Dreifachverglasung, so dass Greenville einen EPC-Wert von -0,3 erhält. Mit -0,3 halten wir also mehr Energie zurück, als der Gebäudeteil benötigt. Dies ist nur durch die Kombination verschiedener Lösungen möglich."
1.700 PV-Paneele
Nach Angaben von Felten wird das Gebäude außerdem an die Fernwärme angeschlossen, die von einer Biomasseanlage gespeist wird. Insgesamt werden 1.700 PV-Paneele sowohl auf dem Dach als auch an der Fassade installiert. "Die Paneele auf dem Dach werden sich in einer Höhe von 1,80 Metern befinden, so dass die Installationen darunter angebracht werden können", erklärt er. Die Anbringung von PV-Paneelen an der Fassade ist in einer ähnlichen Situation noch nicht oft angewandt worden. Es ist schön, mit verschiedenen Parteien Lösungen zu finden, so dass die Bewohner letztendlich von ihrem Wohnkomfort und den (niedrigeren) Energiekosten profitieren.
Grün
Wie der Name schon sagt, wird Greenville einen grünen Charakter haben. Dazu gehören zwei Innenhofgärten mit insgesamt 2.000 Quadratmetern Grünfläche zur gemeinsamen Nutzung. Die inneren Gärten werden mit Sträuchern, Bäumen, einem Teich und Bänken ausgestattet sein. Alle Pflanzen werden bienen- und schmetterlingsfreundlich sein. Grüne Elemente werden auch in die Fassaden und Dachterrassen integriert.

Das Regenwasser wird auf den Flachdächern aufgefangen, wodurch ein Wasserspeicher entsteht, der für die Bewässerung der Dächer und des Gartens genutzt wird. Dies geschieht über ein computergesteuertes System, das die zu erwartenden Niederschläge berücksichtigt, sagt Felten. Die eingesetzte Begrünung wird sich bald auch in der angrenzenden Parklandschaft erkennbar wiederfinden. "Der Bau des öffentlichen Gartens wird von der Gemeinde in Auftrag gegeben. Der Park wird verschiedene Einrichtungen für die Anwohner enthalten. Wir bringen sozusagen ein Stück Natur in die Stadt."
Der Bau des Greenville liegt im Zeitplan und Felten rechnet mit der Fertigstellung des Gebäudes bis Mitte 2021. "Im Moment ist der Einbau der Spundwände für das Untergeschoss in vollem Gange. Ein wichtiger Teil der gesamten Arbeiten, mit denen wir insgesamt ein Jahr lang beschäftigt sind." Er sieht Greenville als eine große Bereicherung für Leidsche Rijn. "Dieser luxuriöse Wohnkomplex wird diesem jungen, schnell wachsenden Stadtteil einen großen Schub geben."