Alle Bauwerke der Verbindung Blankenburg werden mit den Vorspannsystemen der DYWIDAG-Systems International ausgeführt. Dies ist der Spezialist für Vorspannung und Geotechnik. Das Unternehmen entwickelt, produziert, liefert und montiert Vorspannsysteme und Verankerungssysteme. Außerdem bietet DYWIDAG Beratung, Schulung, Überwachung, Inspektion und Wartung an.

"Beim Vorspannen wird Druck auf die Strukturen ausgeübt, um die Bewehrung zu verringern und die Spannweite zu vergrößern. Wir führen die Vorspanntechniken für alle Kabelbrücken, Überführungen und für den Boden und die Decke des Maasdeltatunnels durch", sagt Robert Jansen von DYWIDAG. Das Unternehmen hat 2019 mit der Arbeit an dem Projekt begonnen und wird bis Anfang 2024 vor Ort sein. Jansen: "Es ist ein großes Projekt für uns, weil wir dort alles machen dürfen. Von den Rampen in den Tunneln bis hin zu den Überführungen: das ganze Paket. Überall dort, wo Vorspannungen erforderlich sind, sind wir der Auftraggeber. Das ist etwas Besonderes, denn oft wird ein so großer Auftrag auf verschiedene Anbieter aufgeteilt."
Es gibt jedoch nicht viele Unternehmen in den Niederlanden, die diese Arbeit leisten können, und DYWIDAG verfügt über das Wissen und die Kapazität, alles zu verwirklichen. Die größte Herausforderung liegt im Design, fährt Jansen fort. "Wir schauen, ob alles passt und ob es effizienter gemacht werden kann. Dann folgt die gesamte Ausführung. Bereits in der Entwurfsphase bringen wir Themen zur Sprache, die die Arbeit während der Ausführung vereinfachen und auf keinen Fall verlangsamen werden. Wir wissen aus Erfahrung, wo Engpässe sind, und bauen sie in den Entwurf ein. Oft sind es kleine Dinge, die großes Unheil verhindern können."
Erst wenn DYWIDAG die Struktur in Spannung versetzt, kann die Konstruktion zum nächsten Schritt übergehen. Sie ist also ein entscheidendes Glied im gesamten Planungsprozess. Effizientes Arbeiten ist sehr wichtig, denn Verzögerungen bei der Vorplanung führen zu Verzögerungen im Prozess.

Eine Besonderheit sind die Abstützungen in den Rampen zum Maasdeltatunnel. Das liegt daran, dass die von DYWIDAG verwendeten Produkte korrosionsanfällig sind, die Baugrube für den Tunnel aber geflutet werden würde. Jansen: "Normalerweise bleibt unser Produkt trocken und wird in kurzer Zeit verarbeitet. Um Korrosionsprobleme am Tunnel zu vermeiden, haben wir einen Teil unseres Produkts verzinkt. Außerdem haben wir dafür gesorgt, dass ein Teil der Kanäle wasserdicht ist. Wir haben überall eine Entwässerung installiert. Normalerweise machen wir so etwas nicht, es war also eine Herausforderung".