Bei einer Höhe von 109 Metern geht es nicht nur um das Aussehen. Die Systeme müssen auch strenge Anforderungen in Bezug auf Wind, Wasser und Lärm erfüllen. Für Reynaers Aluminium war das Lighthouse Eindhoven daher ein interessantes Projekt, bei dem das Unternehmen mehr als nur Profile und Komponenten geliefert hat.
Für das Lighthouse Eindhoven arbeiteten Reynaers Aluminium und der Fassadenbauer Thermo Konstrukties mit einer Mischung aus Standardsystemen und projektspezifischen Lösungen, die auf Leistung und Herstellbarkeit geprüft wurden. Reynaers fungierte bei diesem Projekt als Systemhaus. Das Unternehmen entwickelt die Fassadensysteme und liefert Aluminium und Zubehör. Thermo Konstrukties übernimmt die Produktion und Montage. “Wir arbeiten oft mit Thermo Konstrukties zusammen. Wenn es etwas gibt, schalten wir schnell um, und dann kann man auch so etwas Schönes aufstellen.” Laut dem technischen Leiter Rob Grein liegt die Stärke genau in dieser Rollenteilung und der Zusammenarbeit mit Bauunternehmer und Architekt. “Wir denken uns das System konzeptionell aus. Oft setzt man sich schon in der Entwurfsphase zusammen.”

Bei einem Turm dieser Höhe waren nicht alle Lösungen Standard. Vor allem die kritischsten Komponenten wurden zusätzlichen Tests unterzogen. Ein Beispiel ist das doppelt zu öffnende Oberlichtfenster in der Ausführung MasterLine 8 Swift. “Wir haben das getestet, und danach wurde diese Lösung in größerem Umfang in dem Projekt eingesetzt.”
Im belgischen Duffel, in der Nähe des Hauptsitzes von Reynaers, werden die Systeme u. a. auf Wind- und Wasserdichtigkeit, Einbruchsicherheit, Akustik und Haltbarkeit getestet. Dieser Prüfansatz spielte auch bei einer anderen Entwicklung von Lighthouse eine Rolle: den Lüftungsfenstern, auch als Hafenfenster bekannt, für eine geräuscharme Belüftung.
Gemeinsam mit Thermo Konstrukties arbeitete Reynaers an einer Lösung, bei der zwei voneinander getrennte Fensterabschnitte einen längeren Schallweg bieten. Dies ermöglicht eine Belüftung mit mehr Schalldämpfung. “Thermo hat einen guten Beitrag dazu geleistet, wir haben darauf aufgebaut und die Lösung als Standard weiter entwickelt.”
Grein zufolge ist diese besondere Lösung vor allem in städtischen Gebieten sehr gefragt. Die Kombination von Lüftung und Schallschutz wird immer häufiger eingesetzt. Bei Lighthouse führte dies nicht nur zu einer Projektlösung, sondern auch zu einem System, das nun als Standardsystem MasterLine Harbour Fenster breiter eingesetzt werden kann. Für Reynaers ist das Lighthouse ein Projekt, auf das man stolz sein kann. “Es ist das höchste Gebäude in Eindhoven und hat ein beeindruckendes Design. Wenn man oben steht und sich umschaut, ist man stolz, daran mitgewirkt zu haben.”