Die über neunzig Mitarbeiter des Bauunternehmens JG Timmer realisieren seit fast zwanzig Jahren außergewöhnliche Bauprojekte. Alles in eigener Regie, vom Entwurf bis zur Fertigstellung und vom Bürogebäude bis zur Feuerwache, von der Veranstaltungshalle über das Geschäft bis hin zur Luxusvilla. In den vergangenen Jahren hat JG Timmer zahlreiche beeindruckende Referenzprojekte in den Bereichen Wohnungsbau, Zweckbau, Agrarbau, Betonbau und Innenausbau realisiert. Mit dem Neubau der Kirche der Reformierten Gemeinde (GerGem) in Kesteren fügt das Unternehmen zudem das zweite Kirchenprojekt zu seinem umfangreichen Portfolio hinzu.
Das Neubauprojekt in Kesteren umfasst einen charakteristischen Kirchenraum mit ca. 1.750 Sitzplätzen, verschiedene Nebenräume, eine Begegnungshalle sowie Räumlichkeiten für Jugendarbeit und Katechese. Der Entwurf des Architekturbüros Born verbindet ein traditionelles Erscheinungsbild mit modernen Bautechniken, wobei der Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit, Funktionalität und Komfort liegt. Im Oktober 2024 schlug Pfarrer De Wit den ersten Pfahl für den Neubau, und im vergangenen Juli wurde die Turmspitze gesetzt. Gemeinsam mit René van Amersfoort, Projektleiter bei JG Timmer, ziehen wir Bilanz über ein außergewöhnliches Bauprojekt, das Anfang des zweiten Quartals 2026 fertiggestellt wird.

“Eine Kirche baut man nicht einfach so”, beginnt Van Amersfoort. “Auch wenn man als Bauunternehmen Erfahrung in allen Bereichen hat, ist Erfahrung im Kirchenbau ein Muss. Glücklicherweise konnten wir eine gute Referenz vorweisen, denn bereits 2023 und 2024 haben wir die OGGIN-Kirche im nahegelegenen Ochten realisiert. Der Kirchenvorstand der GerGem-Kirche hat diese Kirche besichtigt und nach unseren Erfahrungen gefragt, was dazu führte, dass wir an der Ausschreibung teilnehmen durften. Diese Chance haben wir mit beiden Händen ergriffen. Da die GerGem-Kirche in unserem Dorf steht und wir selbst auch mit der christlichen Gemeinde verbunden sind, fühlen wir uns besonders engagiert. Außerdem gehören mehrere unserer Kollegen zu dieser Gemeinde.”
“Das Besondere am Bau einer Kirche ist die Abstimmung”, erklärt Van Amersfoort. “Da es sich um ein Gebäude der und für die Gemeinde handelt, haben wir es mit verschiedenen Ausschüssen zu tun, die nicht immer über bautechnisches Fachwissen verfügen. Aber auch mit dem Kirchenvorstand, der die endgültigen Entscheidungen trifft. Das macht den Prozess manchmal komplex. Die Zeit, die all diese Abstimmungen in Anspruch nehmen, steht manchmal im Widerspruch zum hohen Bautempo, sorgt aber dafür, dass das, was wir schaffen, breite Unterstützung findet. Unser Fachwissen und unser Ehrgeiz werden sehr geschätzt und sind zudem immer besser sichtbar.”
Eine bauliche Besonderheit ist vor allem der Umfang der Anlagen, der erhebliche Auswirkungen auf die Bauarbeiten hat. “Deshalb muss die Planung hierfür viel früher in Angriff genommen werden.” Als Beispiel nennt Van Amersfoort die mehr als zweihundert Lüftungsöffnungen im Boden des Kirchensaals, die während des Gottesdienstes für ein angenehmes Raumklima sorgen. “Für all diese Lüftungsöffnungen ist eine Aussparung erforderlich, die genau mit dem Bodenbelagslieferanten abgestimmt werden muss.”

“Die Ausschreibung erfolgte auf DO-Ebene”, erzählt er. “Das bedeutet, dass viele Ausführungszeichnungen noch fehlten. Auch dies erforderte eine gute Koordination, Abstimmung und Begleitung, wobei wir erneut unsere Verantwortung übernommen haben. Denn bei einem Projekt wie der GerGem-Kirche muss jedes Detail stimmen.”
Die neue Kirche in Gergem ruht auf vorgefertigten Pfählen und Fundamentbalken. “Diese Fundamentbalken wurden geneigt verlegt, damit die Kirchgänger den Pfarrer von ihren Kirchenbänken aus sehen können”, so Van Amersfoort. “Auf den Fundamentbalken liegen isolierte Hohlplattenböden, während für die Haupttragkonstruktion eine Stahlkonstruktion gewählt wurde.” Sobald diese fertig ist, wird die Kirche aus Kalksandstein weiter errichtet. “Für den Kirchenraum hingegen wurde eine Holzrahmenbauweise gewählt, mit spezifischen Details zur Gewährleistung der Bauphysik. Das Besondere daran ist, dass die gesamte Holzrahmenkonstruktion in unserer eigenen HSB-Fabrik in Kesteren konstruiert und vorgefertigt wird. Wir sind also nicht nur Bauunternehmer, sondern auch Lieferant.” Insgesamt realisiert JG Timmer rund 1.500 m² Holzrahmenwände und 2.200 m² Holzrahmen-Dachkonstruktion, wobei bauliche Rahmenbedingungen und Ästhetik in Einklang gebracht werden.
Der Kirchenraum wird innen mit isolierenden Vorwänden und Stuck versehen, wobei um die Dachsparren herum Nischen angebracht werden. Dadurch bleibt der Effekt der Dachsparren durch das Dach schön sichtbar, so Van Amersfoort. “Für die Außenfassaden wurde traditionelles Mauerwerk im Wildverband gewählt, kombiniert mit Fertigmauerwerk an den Stellen der gewölbten Fensterrahmen. Dadurch vereinen sich auch in diesem Bereich Qualität, Baugeschwindigkeit und Ästhetik auf schöne Weise.” Um eine gute Luftdichtheit der Fassaden zu gewährleisten, bringen die Freiwilligen der GerGerm-Kirche luftdichte Klebebänder an. Außerdem haben sie beim Aufstellen der Bauzäune geholfen und verlegen die Bodenbeläge, wodurch dieses Projekt wirklich gemeinsam getragen und umgesetzt wird.