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Nachhaltiges Bauen beginnt im Boden

Nachhaltiges Bauen beginnt im Boden

Fundamente mit Baretten führen zu einem geringeren Materialverbrauch, kürzeren Bauzeiten sowie geringeren CO₂- und Stickstoffemissionen

Die Fundamentierung mit Baretten bietet der Baubranche zahlreiche Vorteile. So lassen sich CO₂- und Stickstoffemissionen, der Materialverbrauch sowie die Bauzeiten erheblich reduzieren, wie Djordy van den Eijnde, Projektmanager bei BodemBouw, erklärt. “Dennoch erhält diese Technik noch nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdient. Hauptbauunternehmer und Bauaufsichtsbehörden halten noch zu oft an den allgemein bekannten und akzeptierten traditionellen Pfahlgründungen fest. Angesichts der Herausforderungen, vor denen wir heute stehen, kommen wir jedoch um nachhaltigere Alternativen nicht herum. Wir müssen wirklich bei jedem Projekt individuell prüfen, welche Tragfähigkeit erforderlich ist. Was bietet uns die Natur? Wie gut ist der Boden? Wie viel Verstärkung ist nötig? Und welche Techniken sind möglich, um den Boden ein wenig, mäßig oder sogar massiv zu verstärken? Welche Technik eignet sich am besten für das jeweilige Fundament oder die jeweilige Baugrube?

Van den Eijnde beobachtet noch allzu oft, dass man sich für Fundamentpfähle entscheidet. Selbst in relativ guten Sandschichten. “In diesem Fall werden sehr viele Bodenschichten übersprungen, die ebenfalls zur Konstruktion beitragen könnten”, erklärt er. “Zwar ist bei dem traditionellen Ansatz die Sicherheit gewährleistet, doch die Nachhaltigkeit gerät unter Druck. Auftraggeber sehen sich mit unnötig steigenden Kosten, einer längeren Bauzeit, höheren CO₂- und Stickstoffemissionen sowie einer erheblichen Verschwendung von Rohstoffen konfrontiert. Und das ist schade, denn mit der richtigen Verstärkung könnten auch die darüber liegenden Bodenschichten genutzt werden.”

Vierseitiger Fundamentpfahl

Mit der CutterSoilMix (CSM)-Technik von BodemBouw wird der vorhandene Untergrund effektiv und vibrationsfrei mit einer Zementmischung vermischt, wodurch er nachhaltig verstärkt wird. “Anschließend fertigen wir Blöcke (Baretten) mit den Maßen 2,40 Meter mal 55 oder sogar 75 Zentimeter an, die in die entsprechende Sandschicht eingebracht werden”, erklärt Van den Eijnde. “Für sich allein genommen bezeichnen wir diese vierseitigen Pfähle als Baretten – die sich hervorragend als Fundamentelemente einsetzen lassen. Wenn wir die Platten abwechselnd ineinander fräsen, entsteht eine CSM-Wand, die sowohl als Erd- als auch als Wasserrückhaltewand eingesetzt werden kann, aber auch als Fundament dient und zudem zu einer CSM-Energiewand aufgerüstet werden kann.”

Deutlich mehr Bodenkontakt

“Bei einem Standardfundamentpfahl erfolgt die Kraftübertragung fast ausschließlich an der Spitze”, erklärt Van den Eijnde. “Da der Pfahl einer enormen Kraft ausgesetzt ist, ist die Wahl der richtigen (festen) Bodenschicht in diesem Fall von entscheidender Bedeutung. An sehr vielen Orten in den Niederlanden bedeutet dies leider, dass tiefer als 20 Meter gegründet werden muss. In Amsterdam und Rotterdam beispielsweise ist der Boden aufgrund von Lehm und Torf sogar so weich, dass in einer Tiefe von bis zu 50 oder 60 Metern gegründet werden muss.” Bewegt man sich jedoch weiter in den Süden und Osten des Landes, gibt es genügend Stellen mit ausreichend Sand. “Dieser Sand ist für sich genommen noch nicht tragfähig genug, um die enormen Kräfte der Pfahlspitzen aufzunehmen. Baretten bieten hier eine gute Alternative, da sie eine viel größere Oberfläche und somit mehr Kontaktfläche mit dem umgebenden Boden haben. Zudem ist der Reibungswiderstand gegenüber dem umgebenden Boden größer. Dadurch kann die Kraft, die der Barett aufnehmen muss, auf eine größere Fläche verteilt werden. So reicht bereits eine weniger tragfähige Bodenschicht aus, wodurch die Barette deutlich kürzer ausgeführt werden können.”

Nachhaltiges Bauen beginnt im Boden 3

Nachhaltige Lösung

Die CutterSoilMix (CSM)-Technik von BodemBouw ist von Natur aus eine nachhaltige Lösung, da der vorhandene Sandboden genutzt wird, betont Van den Eijnde. “Indem dieser Sandboden mit Zement verfestigt wird, wird nur das hinzugefügt, was notwendig ist. Wenn man die Technik als Fundamentlösung einsetzt, profitiert man zudem von allen Vorteilen wie kürzeren Bauzeiten, weniger Material, kürzeren Durchlaufzeiten sowie geringeren CO₂- und Stickstoffemissionen.”

Gerade bei einer Baugrube, bei der bereits Erd- und Wasserrückhaltewände erforderlich sind, um die Baugrube auszuheben, sind CSM-Wände und CSM-Baretten laut Van den Eijnde eine ideale Lösung. Schließlich können die CSM-Wände in diesem Fall direkt als Fundament genutzt werden. “Alle äußeren Fundamentpfähle sind bereits optimiert, da die Wand als Fundament genutzt wird. Der Schritt, die Pfähle im Innenbereich durch Baretten zu ersetzen, ist dann äußerst gering. Schließlich legen Hauptbauunternehmer und Bauaufsichtsbehörden größten Wert darauf, dass ein Gebäude auf einem einzigen Fundamentsystem errichtet wird, um Setzungs- und Absenkungsunterschiede zu vermeiden. Ein wichtiger zusätzlicher Vorteil ist, dass bei der Verwendung von Baretten keine Fundamentpfähle unter dem Kellerboden erforderlich sind, wodurch wiederum viel Material, Durchlaufzeit sowie CO₂- und Stickstoffemissionen eingespart werden. Im Gegensatz zu den Fundamentpfählen bei Pfahlgründungen reicht bei einem Baret eine Abdeckung (Verdickung) unter dem Kellerboden von 30 bis 60 Zentimetern bereits aus.”

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Die CSM-Baretten von BodemBouw kommen unter anderem beim Projekt „Nieuwstad“ in Zwolle zum Einsatz, das aus den Wohngebäuden „Koopman“ (61 Wohnungen) und „Reiziger“ (26 Wohnungen) besteht. Aber auch beim Neubau für Actium in Meppel, der Platz für 55 Wohnungen bietet.   

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