Mit vertrauten Parteien lässt es sich gut bauen. Franki Grondtechnieken und Voorbij Funderingstechniek arbeiten schon seit einiger Zeit an der Theemweg-Route im Rotterdamer Hafengebiet. Zurzeit arbeiten die beiden Unternehmen erneut gemeinsam an einem großen Infrastrukturprojekt, diesmal im Norden von Rotterdam. Die Fundamentkombination FCVF liefert für das Konsortium De Groene Boog die Fundamente für die Autobahn, die die Autobahnen A16 und A13 verbinden wird.
Jan-Wim Verhoeff, Geschäftsführer von Franki Grondtechnieken: "Die Zusammenarbeit an der Theemstracé läuft sehr gut. Da unsere Muttergesellschaften Besix und TBI/Mobilis auch Teil des Baukonsortiums für die A16 Rotterdam sind, lag eine Fortsetzung der Zusammenarbeit nahe. Beides sind Projekte, die aufgrund ihrer enormen Größe so hohe Anforderungen an Mensch und Material stellen, dass man nicht umhin kommt, zusammenzuarbeiten. Wir ergänzen uns gut: Franki ist spezialisiert auf vibrationsfreies Bohren, Voorbij ist stark im Spundwandbau." Gesamtzahl der Pfähle: 12.500; Gesamtgewicht der Spundwände: 20.000 Tonnen.
Der neue Abschnitt der A16 umfasst 25 temporäre und 35 permanente Ingenieurbauwerke, darunter den mehr als 2 Kilometer langen abgesenkten Tunnelgraben. Verhoeff: "In der Spitze sind 16 Zahnstangen im Tunnel aktiv. Franki und Voorbij liefern einen Teil davon, und wenn nötig, suchen wir auf dem Markt nach Nachschub. Auf diese Weise müssen wir die Kunden bei anderen Projekten nicht enttäuschen. Zurzeit sind wir mit den Widerlagern der Überführung am Terbregseplein und der Vorbereitung des Tunnelgrabens beschäftigt, wo Spundwände eingebaut werden."
Um die Beeinträchtigung von Mensch und Natur so gering wie möglich zu halten, werden grundsätzlich erschütterungsfreie und geräuscharme Techniken wie z. B. Bodenverdrängungsspundwände eingesetzt, auch in Kombination mit einem Fertigteil. Spundwände werden so weit wie möglich niedergedrückt. Dies entlastet die Umwelt und die Natur so weit wie möglich.
Das größte Volumen wird sich bald unter der Tunnelröhre befinden. Verhoeff: "Für den mehr als 2 Kilometer langen, halb unterirdischen Tunnelgraben werden über 10.000 Pfähle von 25 bis 30 Metern Länge benötigt. Wir verwenden dafür Kombipfähle, bei denen wir zunächst eine Röhre von beispielsweise 25 Metern Länge bohren, in die ein Fertigteil von 20 Metern Länge eingesetzt wird. Nach dem Ziehen der Röhre kann man dann leicht 5 Meter ausheben, um eine Baugrube zu schaffen. Die ersten offenen Gräben des Tunnels werden die gleiche Grundlage haben. Die Pfähle haben ebenfalls eine Ziehfunktion. Der Boden ist hier so aufgeweicht, dass man wie auf Wasser läuft. Das führt dazu, dass die geschlossene Tunnelbox schwimmen will."
Eine weitere Herausforderung liegt etwas weiter entfernt, wenn die A16 Rotterdam die HSL überqueren muss. Diese Bahnlinie ist auf einer 25 Meter tiefen Sandschicht gegründet. Verhoeff: "Diese Schicht dürfen wir für die Überführung nicht verwenden, weil dadurch die Stabilität des Eisenbahntunnels beeinträchtigt werden könnte. Deshalb gehen wir mit 60 Meter langen Pfählen durch die erste Schicht zur nächsten Sandschicht. Sicherheit geht vor."
Das Stiftungskonsortium ist bis Mitte nächsten Jahres für De Groene Boog tätig. Verhoeff: "Wir haben einen sehr engen Zeitplan. Durch die gute Zusammenarbeit mit De Groene Boog tun wir alles, was wir können, um den Zeitplan einzuhalten und gemeinsam einen guten Job zu machen, darin liegt unsere Stärke!"