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Dubbelglas gevels voor Klimatenkas Hortus Botanicus komen uit Uden

Die Doppelglasfassaden für das Klimagewächshaus des Hortus Botanicus stammen aus Uden

Am 10. September hat Bürgermeisterin Halsema das renovierte Klimagewächshaus des Hortus Botanicus offiziell für die Öffentlichkeit eröffnet. Damit gehen rund vier Jahre der Planungs-, Konstruktions- und Bauphase zu Ende. Obwohl das 1.600 m² große Gewächshaus mit seinen markanten Zugstangen, Druckstangen und Glaswänden erst 31 Jahre alt war, erwies sich eine umfassende Sanierung als unvermeidlich. Das Dach war undicht und viele Fassadenprofile waren verwittert. Zudem war der Energieverbrauch nicht mehr akzeptabel. Verschiedene Baupartner haben ihr Bestes gegeben, um das charakteristische Gewächshaus zu erhalten und es zukunftsfähig zu machen. Auch Kingspan Light + Air wurde in das Bauteam eingeladen und realisierte neue Doppelglasfassaden mit optimaler Tageslichtnutzung und einer deutlich verbesserten Dämmung.

Im Klimatgewächshaus können Wissenschaftler und Besucher Tausende von Pflanzenarten aus aller Welt studieren und bewundern. Dies geschieht sowohl in einem subtropischen als auch in einem tropischen und wüstenartigen Klima, was eine ausgeklügelte Licht-, Luft- und Wasserregulierung erfordert. In der neuen Ausführung verfügt das Klimagewächshaus über ein Dach mit transparenten Luftkissen aus ETFE-Folie. In Kombination mit den neuen Doppelglasfassaden von Kingspan Light + Air entsteht eine hochisolierende Hülle, wobei die markante Silhouette des ikonischen Gewächshauses erhalten bleibt. Dank der organischen Form, der schlanken Konstruktion und der optimalen Tageslichtnutzung fügt sich das Gesamtbild perfekt in den Geist des ursprünglichen Entwurfs ein.

Dubbelglas gevels voor Klimatenkas Hortus Botanicus komen uit Uden 1

Partner im Bauteam

Kingspan Light + Air wurde bereits 2021 eingeladen, in einem Bauteam gemeinsam mit dem Bauherrn, dem Projektleiter, dem Architekten, dem Statiker, den Nachhaltigkeitsberatern und einem Kostenexperten über eine ästhetische und energetische Lösung für Dach und Fassaden mitzuwirken. “Das Architekturbüro ZJA hat mehrere Entwürfe für das Gewächshaus erstellt, bei denen die bestehende Stahlkonstruktion erhalten blieb”, erklärt Michel Verwaal, kaufmännischer und technischer Leiter bei Kingspan Light + Air. “Ursprünglich sollten wir sowohl die Fassaden als auch das Dach und eine Innenwand des neuen Gewächshauses realisieren, doch letztendlich stellte sich heraus, dass dies bautechnisch nicht möglich war. Das Gewicht des Glases hätte nämlich eine zu große Belastung für die bestehende Konstruktion dargestellt. Eine Lösung hierfür wurde in einem Luftkissendach in Kombination mit unseren Glasfassaden gefunden.”

Komplexe Glasfassaden

Ein Blick auf das Gewächshaus zeigt, dass es sich hierbei nicht um einfache Fassaden handelte. “So durchdringt die Stahlrohrkonstruktion die Glasfassade an nicht weniger als fünfzehn Stellen”, erläutert Verwaal. “Da alle Rohre in einem anderen Winkel stehen, haben wir hierfür fünfzehn einzigartige Durchführungen konstruiert und gefertigt.” Das Klimatenkas verfügt insgesamt über sechs Fassaden, für die Kingspan Light + Air 1.600 m² Glas sowie verschiedene Schiebewände und Schiebetüren mit den Maßen 8 mal 3,5 Meter realisiert hat. “Außerdem waren wir für die Eingangstüren und die Glaslamellenjalousien vom Typ Estra NG verantwortlich.”

Logistische Herausforderungen

“Kurz nach den Bauferien 2024 haben wir im Auftrag des Bauunternehmens AKOR mit der Ausführung begonnen”, erzählt Verwaal. “Dabei standen wir vor verschiedenen Herausforderungen, beispielsweise hinsichtlich der Erreichbarkeit des Bauprojekts und der Fassaden. Das Klimatenkas ist von Bäumen und Wasser umgeben. Ein Kran scheint da zwar eine gute Option zu sein, ließ sich aber im belebten Amsterdam nur schwer aufstellen. Eine Lösung wurde schließlich in einem Gerüst für die Konstruktion gefunden, bei dem die 160 bis 200 Kilo schweren Scheiben mit einem Saugheber vom Gerüst gehoben und über eine Schiene an die richtige Stelle gebracht wurden. Eine gewaltige Aktion mit einem wunderschönen Endergebnis.”

Spezifisches Profil

Grundlage der neuen Fassaden ist das firmeneigene Fassadensystem von Kingspan Light + Air mit Aluminiumprofilen, die mithilfe von Halterungen an der bestehenden Stahlkonstruktion befestigt wurden. “Dadurch konnte die neue Fassade perfekt ausgerichtet werden”, so Verwaal. “Auf Wunsch des Architekten und des Bauherrn wurde zudem ein spezielles neues Profil für die Außenseite extrudiert. Die Profile sind etwa 60 mm breit, wobei links und rechts der Befestigungsschraube ein 1 cm langer Vorsprung angebracht wurde. Dadurch entsteht eine ästhetische Aussparung, in der die Schraube optisch harmonisch integriert wird.” Die Aluminiumprofile sind zweischichtig pulverbeschichtet (Schichtdicke: 110 mu) und in RAL 9016 (Verkehrsweiß) mit einem Glanzgrad von 85% ausgeführt.

Minimale Wärmeübertragung, maximale UV-Durchlässigkeit

“Alle Scheiben sind vierseitig eingeklemmt”, erklärt Verwaal. “Für die Außenseite wurde 6 mm starkes, klares, gehärtetes Floatglas mit einer Low-E-Beschichtung gewählt, wodurch der Wärmeübergang verringert wird. Dahinter befindet sich ein 16 mm breiter Hohlraum mit thermischen Warm-Edge-Abstandhaltern und Argongas. Für die Innenscheibe wurde 44,2-Verbundsicherheitsglas mit einer UV-durchlässigen Folie gewählt, die dafür sorgt, dass die einzigartige Pflanzensammlung ausreichend UV-Licht erhält. Die Scheiben gewährleisten eine Lichtdurchlässigkeit (Lichttransmission) von 81%, einen Sonneneinstrahlungsfaktor (g-Faktor) von 59% und einen U-Wert des Glases (Ug-Wert) von 1,1.” Das gehärtete Isolierglas reicht bis zu einer Höhe von etwa 3 Metern. “Darüber hinaus reichte ungehärtetes Glas aus, um die geltenden Vorschriften zu erfüllen.”

Während die Scheiben im Gewächshaus früher einen Mittenabstand von 680 mm hatten, wurden in der neuen Anlage Mittenabstände von 1.375 mm gewählt. “Die Scheiben haben eine maximale Höhe von 3,5 Metern, was nicht nur zu weniger Profilen führt, sondern vor allem auch zu mehr Durchsicht. Dadurch können Wissenschaftler, Besucher und Passanten die Pflanzensammlung noch besser erleben.”

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