Die Baugruppe Horsman & Co ist seit mehr als 130 Jahren ein bewährter Partner für Entwicklung und Bau in der Region „Duin & Bollenstreek“ und im Haarlemmermeer. Nach den Projekten „De Heeren van Noortwyck“ in Noordwijk, „De Vossepolder“ in Hillegom und „Haarlem Buiten“ in Haarlem war Horsman & Co. als Bauunternehmer an der Realisierung der Loetje-Niederlassung in Oegstgeest beteiligt. Beim Bau dieses anspruchsvollen Projekts spielte das Dach eine zentrale Rolle. Das architektonische Erscheinungsbild wird nämlich durch imposante Holzfachwerke mit außergewöhnlichen Längen bestimmt, die eine abweichende Bauabfolge erforderten.

Horsman & Co erhielt nach einer Ausschreibung den Zuschlag für den Bau der neuen Loetje-Niederlassung. “Im Sommer 2023 erhielten wir die ersten Entwurfsunterlagen”, berichtet Projektkoordinator Michael Draijer. “Ein schönes Projekt direkt vor unserer Haustür. Aber auch ein sehr anspruchsvolles Projekt. Zum Beispiel wegen der Lage im und teilweise am Wasser des Klinkenbergerplas. Das Architekturbüro SeARCH hatte eine sehr transparente Fassade entworfen, mit durchgehenden Fensterfronten von imposanten Abmessungen und Gewichten, die den besonderen Konturen des Gebäudes folgen.”
Auffällig war auch das Reetdach, in dem die Installationen unsichtbar untergebracht werden mussten. “Eine fantastische Aufgabe für unsere Zimmerleute, aber auch eine große Herausforderung für unsere Ingenieure und Arbeitsvorbereiter”, so Draijer. “Deshalb haben wir uns unmittelbar nach der Auftragsvergabe mit dem Architekten und dem Auftraggeber Cervix b.v. an einen Tisch gesetzt, um in einer angenehmen Zusammenarbeit das hervorragende Erscheinungsbild des Gebäudes mit einer guten technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit sowie der Umsetzbarkeit in Einklang zu bringen. Dabei wurden auch die Installateure einbezogen. Zudem haben unsere Arbeitsvorbereiter die Detaillierung der Stahlkonstruktion, der Fassadenelemente, der vorgefertigten Dachkonstruktionen und des Dachstrohs frühzeitig abgestimmt.”

Nach dem Sommer 2024 begann Horsman & Co mit den Erdarbeiten. Auch dies war eine Herausforderung, da der Neubau mitten in einem Erholungsgebiet errichtet werden musste, betont Draijer. “Deshalb wurde besonderes Augenmerk auf die Erschließung des Baugeländes und die Sicherheit der Erholungssuchenden gelegt. Wir mussten einen Spundwandabschnitt errichten, um das Wasser des Klinkenbergerplas zurückzuhalten. Außerdem wurde der Boden für den Bau vorbereitet, woraufhin die ersten Pfähle gesetzt wurden. Anschließend wurde vor Ort eine wasserdichte Betonplatte gegossen, auf der die Stahlkonstruktion für den Neubau errichtet wurde. Die Stahlkonstruktion ist mit Breitplatten-Zwischenböden und vorgefertigten Dachplatten ausgestattet und verfügt über alle Installationen, die in der Sichtdecke des Dachausbaus verborgen werden mussten.”

Aufgrund der imposanten Abmessungen des Daches wurde eine abweichende Bauabfolge gewählt. “Wir haben zunächst die Konstruktion der Zwischendecke realisiert, damit alle Installationen ordentlich eingehebt und befestigt werden konnten”, erklärt Draijer. “Ein Vorgehen, das eine präzise Planung und eine intensive Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Parteien erforderte. Wir konnten unser Fachwissen und unser handwerkliches Können wirklich unter Beweis stellen. So sind beispielsweise alle Tischlerarbeiten sichtbar. Von den Fassaden bis hin zu den Dachüberständen. Um einen Überstand von nicht weniger als 1,5 Metern zu ermöglichen, wurde zudem eine spezielle Dachfußkonstruktion entwickelt, die sowohl die Stabilität als auch die ästhetische Qualität des Reetdachs gewährleistet. Kurz gesagt: Bei diesem Projekt ist nichts Standard. Jeder Fachbereich unseres Unternehmens wurde bis an seine Grenzen gefordert. Und das mit Erfolg. Wir sind unglaublich stolz auf das Endergebnis.”
