Das Bauunternehmen Stout und Interduct arbeiten seit 2010 eng zusammen. Projektleiter Jos Pruijssen: “Der offene Umgang miteinander ist die Grundlage für die gute Chemie, die zwischen uns herrscht.”
Das Bauunternehmen Stout besteht seit 1908. Nachdem das Unternehmen 114 Jahre lang in Hardinxveld-Giessendam ansässig war, ist heute Sliedrecht sein Hauptsitz. Stout baut Wohnhäuser, Büros, Schulen und Pflegeeinrichtungen. Hauptsächlich Neubauten – das Schwesterunternehmen Lagendijk-Stout verfügt jedoch über einen Renovierungszweig.
Stout war ursprünglich ein Bauunternehmen für Zweckbauten, doch um 2010 herum verlagerte sich der Schwerpunkt zunehmend auf den Wohnungsbau. Zu diesem Zeitpunkt trat auch Bemar, ein Unternehmen der Interduct-Gruppe, ins Bild. Jos hat für dieses Interview in den Unterlagen nachgeschlagen: Ein Projekt in Schiedam im Jahr 2010 war der erste Auftrag. Das war der Beginn einer langen Zusammenarbeit.
Außerdem entwickelt Stout im Jahr 2015 ein eigenes Musterhaus: das “Stout-HUISmerk”. Partner für den Bereich Lüftung wird das Interduct-Unternehmen Bemar. “Aus früheren Projekten hat sich eine gute Zusammenarbeit und eine gute Chemie entwickelt”, sagt Jos. „Daraus ist die Co-Makership für unser Konzept entstanden.“
Gemeinsam auf Fachwissen und Vertrauen aufbauen
Stout vergibt viele Arbeiten an Subunternehmer. Das hat seinen Grund. “Fachlich gesehen ist Bemar ein echter Spezialist auf dem Gebiet der Lüftung. Darauf verlassen wir uns auch. Bei der Angebotserstellung und der Planung bietet das Unternehmen fachlichen Mehrwert auf technischer Ebene.”
Jos sieht eine ähnliche Identität zwischen den beiden Unternehmen. “Unser Motto lautet ‘Menschen vor Gebäuden’. Das bedeutet, dass wir bei Projekten den menschlichen Maßstab im Blick behalten. Wir bauen Gebäude für Menschen, aber wir berücksichtigen auch die Menschen, die daran arbeiten, und die Menschen, für die wir arbeiten. Das ist kein Slogan, der von einer Werbeagentur erfunden wurde. Wir haben ihn in uns selbst gefunden. Er ist also unsere Identität.‘
Er erkennt diese Eigenschaft bei Interduct: “Ich sehe es an den Leuten, die schon lange dort arbeiten und sich weiterentwickeln. Ich selbst habe mich auch vom Praktikanten zum Arbeitsvorbereiter und Projektleiter hochgearbeitet. Der offene Umgang mit Menschen ist die Grundlage für die gute Chemie, die wir miteinander haben.”
Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen lässt sich vielleicht am besten mit einer Ehe vergleichen, meint Jos. “Es gibt Höhen und Tiefen – es ist nicht immer nur eitel Sonnenschein. Aber wenn es Tiefpunkte gibt, spricht man miteinander darüber. Das finde ich in einer Partnerschaft wichtig: dass man in guten wie in schlechten Zeiten miteinander in Verbindung bleibt.”
Ein anschauliches Beispiel dafür, wohin Zusammenarbeit führen kann: Stout vergibt die Installationsgewerke (Sanitär, Elektro, Lüftung) separat. Das erfordert viel Abstimmung im Technikraum. Deshalb stellte das Bauunternehmen vor einigen Jahren die Frage: Können wir das nicht vorgefertigt oder kompakter gestalten? Interduct nahm diese Herausforderung an und entwickelte gemeinsam mit Stout sowie dem W- und E-Installateur den Powertrain, einen Installationsskid.
Von diesem Powertrain – und vielleicht auch anderen Fertigbaulösungen – ist in Zukunft noch mehr zu erwarten, meint Jos. Genauso wie von der Aufmerksamkeit für eine gesunde Lebensweise und ein gutes Raumklima. Als Bauunternehmen hat Stout zudem das Ziel, mit dem Konzeptwohnhaus weitere Schritte zu gehen: Langfristig sollen 25 % des Umsatzes aus den Konzepten des Stout ConceptenHUIS erzielt werden. “Dazu gehört auch Interduct. Wir sollten vor allem den Draht zum Markt behalten und weiter optimieren und verbessern. Zusammenarbeit ist der Schlüssel, um viele Herausforderungen der Zukunft zu meistern.”
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