Der Bau des neuen Pflegegebäudes von Vivium Naarderheem erforderte Schnelligkeit, intelligente Logistik und einen integrierten Ansatz. Für Lomans Totaalinstallateur war es ein solches Projekt, bei dem Technologie, Teamarbeit und Innovation hervorragend zusammenpassen. Vincent van der Hoeven, Projektleiter im Bereich Maschinenbau, und Edo van Zomeren, Elektroingenieur, erklären, wie sie das Projekt angegangen sind.

Mit 220 Pflegezimmern, zahlreichen Sanitäranlagen und sechs Stockwerken ist das Pflegegebäude der Vivium Zorggroep ein Riesenprojekt. “Wirklich typisch für ein Projekt von Lomans”, sagt Van Zomeren. “Aber das Bautempo und die schiere Größe machen es zu einer echten Herausforderung.” Eine der Lösungen, um den Bau so effizient wie möglich zu gestalten, bestand darin, mit vorgefertigten Teilen zu arbeiten. “Das war wirklich der Schlüssel zum Erfolg für uns.” Bei den Elektroarbeiten arbeitete das Team zum Beispiel mit vormontierten Unterputzdosen mit flexiblen, vorverdrahteten Schläuchen. “Im Rohbau kann man diese in einem Rutsch ausrollen. Das spart enorm viel Zeit.”
In der Maschinenbauecke wurden komplette vorgefertigte Badezimmer-Skids verwendet: Stahlrahmen mit Abwasserkanälen, Luftkanälen, Wasserleitungen, einem Durchflussgerät und sogar einem Stück Innenwand in einem Element. “So konnten wir zwei Badezimmer gleichzeitig an die Decke heben”, sagt Van der Hoeven. “Auf so engem Raum spart das tagelange Arbeit.” Auch die vielen Sanitärobjekte kamen vormontiert in Wannen auf der Baustelle an. “Alles wurde pro zwei Badezimmer verpackt. Das machte die Logistik sehr effizient.”
Lomans kümmerte sich um alle Klima-, Sanitär- und Elektroinstallationen. Von der Brandmelde- und Evakuierungsanlage über das Datennetz bis hin zum Ausbruchsschutz und der Rufanlage: Alles ist über ein selbst programmiertes KNX-Gebäudemanagementsystem vernetzt. Auch für Kühlung und Heizung wurden vorgefertigte Geräte eingesetzt. Die Verteiler stammen direkt aus der neuen Fertigteilhalle von Lomans, die bei diesem Projekt zum ersten Mal in Betrieb genommen wurde.
Das Team arbeitete vollständig digital. “Wir verwenden keine Papierzeichnungen mehr”, erklärt Van Zomeren. “Über ACC-Modelle auf dem Tablet oder Telefon hat jeder immer die aktuelle Zeichnungsarbeit zur Hand.” Darüber hinaus wurde das Gebäude mit einer 360-Grad-Kamera aufgenommen. “Das ist wie Google Street View, nur von innen. Man kann in der Zeit zurückgehen, mit dem 3D-Modell vergleichen und genau sehen, was wo ist. Das spart eine Menge Sucharbeit. Früher mussten wir einzelne Fotos machen und dann war natürlich genau die eine Ecke, die man brauchte, nicht an der richtigen Stelle. Jetzt nimmt man wirklich alles auf. Eine sehr schöne Technik, mit der man arbeiten kann. Und nicht nur wir, auch unsere Projektpartner haben unsere innovativen Methoden mit Erstaunen betrachtet.”