Wohnungen am Zeeburgerdijk werden restauriert und erstrahlen in neuem Glanz
Am Zeeburgerdijk im Osten Amsterdams führt die Bouwbedrijf M.J. de Nijs en Zonen B.V. im Auftrag der Wohnungsbaugesellschaft Eigen Haard die grundlegende Renovierung von 56 Wohnungen und einem BOG-Raum für Ärzte durch. Hauptziele sind (1) die Instandsetzung des Fundaments, (2) die Erhöhung des Wohnkomforts, (3) die Senkung der Energiekosten und (4) die Wiederherstellung des ursprünglichen Aussehens der Fassade. Im Rahmen des zirkulären Bauens werden Materialien, wo immer möglich, wiederverwendet...
"In einem Bauteam mit Eigen Haard, dem Architekten und den Beratern haben wir die Pläne für die Renovierung und Fundamentinstandsetzung ausgearbeitet", sagt Frank Klaver, Betriebsleiter bei Bouwbedrijf M.J. de Nijs en Zonen B.V. "Alle Arbeiten finden in einem unbewohnten Zustand statt. Unmittelbar nach dem Auszug haben wir eine Asbestinventur durchgeführt und mit dem Abriss begonnen. Die Häuser wurden bis auf den Rohbau entkernt. Dann haben wir neue Pfähle gesetzt, und anschließend wurde eine Fundamentplatte auf das bestehende Fundament gesetzt. Von hier aus werden die Häuser wieder aufgebaut, so dass die Frontfassade wieder in ihrem alten Glanz erstrahlt.
Bei einer Renovierung in den späten 1980er Jahren seien leider viele alte Fassadendetails verloren gegangen, sagt er. "Gemeinsames Ziel ist es, die ursprüngliche architektonische Gestaltung wiederherzustellen. Deshalb werden zum Beispiel die Kunststofffensterrahmen wieder durch Holz ersetzt, einschließlich der charakteristischen Stäbe (Unterteilungen) und Oberlichter. Und auch die Haustüren werden wieder das Aussehen von früher bekommen. Ein Fest der Anerkennung für viele Bewohner, die schon seit Jahren am Zeeburgerdijk wohnen! Um für die richtigen Details zu sorgen, hat der Projektarchitekt Hooyschuur Architekten & Berater sogar ein altes Hochzeitsfoto eines dieser Bewohner verwendet."
Die vordere Fassade wird von innen gedämmt. "Auf der Rückseite werden wir die Dämmung von außen anbringen, danach werden die Fassaden mit Steinstreifen verkleidet", sagt Klaver. "Auch hier werden die Fensterrahmen ausgetauscht." Auf dem Dach wird es gedämmte Dachplatten und ein neues Ziegeldach geben. "Durch diese Arbeiten wird die Wärmedämmung der Häuser deutlich verbessert. Um den Schallschutz auf ein höheres Niveau zu heben, wird außerdem in den oberen Stockwerken ein Estrich (schwimmender Estrich) eingebaut. Dieser dämpft den Trittschall. Die Wohnungen im Erdgeschoss erhalten eine feuerfeste Decke (Brandabschottung) und auch alle Innenwände und Decken werden in Angriff genommen. Die Arbeiten sind also recht weitreichend."
Da viele Bewohner nach den Arbeiten in ihre Wohnungen zurückkehren wollen, wurden die Arbeiten in zwei Phasen aufgeteilt. "Dadurch wurde die Zahl der benötigten Austauschwohnungen erheblich reduziert", sagt Klaver. "Außerdem bot sich dadurch die Möglichkeit, weiterzuziehen, wovon mehrere Mieter Gebrauch gemacht haben. Das Aufsichtsteam von Eigen Haard hat bei der Koordinierung gute Arbeit geleistet." Phase 1 ist inzwischen abgeschlossen; Phase 2 wird in naher Zukunft geliefert.
Die größte Herausforderung während der Arbeiten ist der begrenzte Platz entlang der Straße. "Außerdem wurde zu Beginn der Arbeiten der Piet Hein-Tunnel instand gesetzt, so dass der Zeeburgerdijk als Zufahrtsstraße genutzt wird", sagt Klaver. "Dadurch entsteht ein erheblicher Verkehrsdruck. Um Verkehrsbehinderungen zu vermeiden, haben wir die Planung und Logistik in enger Absprache mit der Gemeindeverwaltung koordiniert. In Phase 1 haben wir uns zum Beispiel dafür entschieden, das Abbruchmaterial so weit wie möglich auf dem Wasserweg zu transportieren. In Phase 2 hatten wir etwas mehr Platz und konnten den Transport auf die übliche Weise (auf der Straße) durchführen. Auf diese Weise sind wir immer auf der Suche nach Optimierungen.
Eine Besonderheit ist, dass - in Zusammenarbeit mit Eigen Haard, dem Abbruchunternehmen und dem Klempner und im Rahmen des Kreislaufbaus - Teile wiederverwendet werden, wo immer es möglich ist. "Unser Abbruchunternehmen hat eine Re-Use-Abteilung, in der wiederverwendbare Produkte aus dem Bau aufgearbeitet und für die Wiederverwendung gereinigt werden", sagt Klaver. "Davon machen wir auch bei diesem Projekt Gebrauch. In den Wohnungen, in die neue Mieter einziehen, verwenden wir so viel wie möglich kreisförmige Sanitärprodukte (Keramik). Von den Toilettenschüsseln bis zu den Waschbecken. Die Produkte, die wir aus den Wohnungen entfernen, erhalten auch in anderen Projekten ein nachhaltiges zweites Leben. Auf diese Weise tragen wir gemeinsam dazu bei, den Materialkreislauf zu schließen, ohne dabei Kompromisse bei Qualität und Aussehen einzugehen. Die Dinge, die wir wiederverwenden, sehen immer noch sehr gut aus. Wir haben also volles Vertrauen in diesen Ansatz, den wir gerne bei weiteren Projekten fortsetzen werden.