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Das „Sax“ setzt neue Akzente in der Stadt
Der außergewöhnliche Entwurf von MVRDV vervollständigt eine Reihe ikonischer Gebäude am Wilhelminapier am Rijnhaven und leistet einen wichtigen Beitrag zur Deckung des Wohnungsbedarfs in der Stadt.

Das „Sax“ setzt neue Maßstäbe in der Stadt

Wo Wohnen und Musikarchitektur aufeinandertreffen

Mit seiner an ein Saxophon erinnernden Silhouette der beiden Türme, die durch einen Sockel und eine goldene Brücke in 100 Metern Höhe miteinander verbunden sind, wird „De Sax“ mit seiner wellenförmigen Fassade künftig eine Bereicherung für die Rotterdamer Skyline darstellen. Der außergewöhnliche Entwurf von MVRDV vervollständigt eine Reihe ikonischer Gebäude auf dem Wilhelminapier am Rijnhaven und leistet mit 916 Eigentums- und Mietwohnungen einen wichtigen Beitrag zur Deckung des Wohnungsbedarfs in der Stadt.

‘De Sax’ ist eine Initiative der VOF PhilHavana (BPD | Bouwfonds Gebietsentwicklung und Synchroon) in Zusammenarbeit mit der Stadt Rotterdam. Bereits 2017 schrieben sie ein geschlossenes internationales Architektenauswahlverfahren für die Wohnhochhäuser „Havana“ und „Philadelphia“ aus, die in der Höhe miteinander verbunden werden sollten. Da ein frischer Ansatz für den Hochhausbau gesucht wurde, der sich vom „Rotterdamer Standard“ abhebt, durften die teilnehmenden Architekturbüros zuvor noch keinen Rotterdamer Wohnhochhausentwurf realisiert haben. Wichtig war zudem, dass Synergien mit den bestehenden ikonischen Türmen auf dem Wilhelminapier gefunden wurden, der Entwurf aber auch für sich genommen unverwechselbar und international wiedererkennbar sein sowie zum Image Rotterdams als Architekturstadt passen sollte. Themen, mit denen MVRDV offensichtlich gut umgehen konnte. Dem Rotterdamer Architekturbüro gelang es überzeugend, Wiedererkennbarkeit und ikonische Qualität mit technischer Umsetzbarkeit in Einklang zu bringen.

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Um dem Gebäude ein Höchstmaß an Individualität zu verleihen, werden die Fassaden aus silbernem Aluminium gestaltet, kombiniert mit einem markanten ‘Goldstab’ in 100 Metern Höhe, der beide Türme miteinander verbindet.

Ode an das Saxophon

“Der Name ”De Sax“ stand bereits fest und bildete die Grundlage für unseren Entwurf”, erzählt Jacob van Rijs, Architekt und Mitbegründer von MVRDV. ‘Wir haben ganz bewusst die Verbindung zum Musikinstrument gesucht – sowohl in der Form als auch in der Materialauswahl. So entstand schon bald die Idee einer Metallfassade. Während viele Saxophone goldfarben sind, ist auch Silber üblich. Deshalb haben wir beide Farben in unserem Entwurf kombiniert.’ Um dem Gebäude maximale Einzigartigkeit zu verleihen, werden die Fassaden in silbernem Aluminium ausgeführt, kombiniert mit einem markanten „Goldbarren“ in 100 Metern Höhe, der beide Türme verbindet.

Das Wohnen feiern

“Ein wichtiges Thema in der Ausschreibung war zudem, dass das Wohnen zelebriert werden sollte”, erzählt Van Rijs. “Eine schöne Aussicht ist an diesem Ort eine Selbstverständlichkeit, die mussten wir nicht erst entwerfen. Aber sehr wohl, wie man die Aussicht noch schöner erleben kann. Um den Bewohnern den Hafen quasi zu Füßen zu legen, haben wir Erker und Balkone hinzugefügt. Dabei weisen die Balkone im oberen Teil des Turms eine deutliche ‘Schwungbewegung’ auf. Die Erker und Balkone bieten den Bewohnern zusätzlichen Sitzplatz, ein Gefühl von Weite und einen Panoramablick über die Maas und die Stadt. Dank der dreieckigen und versetzten Anordnung erhält ”De Sax“ eine asymmetrische Silhouette, als würde das Gebäude subtil mit seiner Umgebung mitschwingen.“

Mit 94 Eigentumswohnungen und 822 Mietwohnungen ist “De Sax” eindeutig als groß angelegtes Mietwohnungsprojekt konzipiert. “Die Hälfte der Wohnungen ist als erschwinglicher Mietwohnraum konzipiert. Das ist für einen Turm dieser Höhe durchaus eine Besonderheit”, so Van Rijs. „Die Eigentumswohnungen bilden ein kleineres, exklusiveres Segment innerhalb des Gesamtkomplexes und sorgen für ein differenziertes Bewohnerprofil.“ Alle Bewohner können sich im Eingangsbereich oder in den gemeinschaftlichen Innen- und Außenbereichen zwischen den Türmen und auf dem goldenen Verbindungsbalken treffen. 

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Die Bewohner können sich im Eingangsbereich oder in den gemeinschaftlichen Innen- und Außenbereichen zwischen den Türmen und auf dem goldenen Verbindungsbalken treffen.

Den Fokus auf die ‘Eyeline’ legen’

In Anlehnung an die ‘Skyline’ wurde auch der ‘Eyeline’ von De Sax besondere Aufmerksamkeit gewidmet. “Damit sich das Gebäude harmonisch in die Umgebung einfügt, wurden Technikräume, Stellplätze für Container und andere gebäudebezogene Einrichtungen so weit wie möglich dem Blick entzogen”, so Van Rijs. “Zudem wurde besonders auf Sichtbarkeit, Lebendigkeit und Sicherheit geachtet.” De Sax wird künftig über 1.200 Quadratmeter Fläche für gewerbliche Nutzungen wie Geschäfte, Restaurants und Sportanlagen verfügen. Hinzu kommt ein gemeinschaftliches Mobilitätszentrum mit Platz für 1.800 Fahrräder. Zudem ist im Sockel die Rampe der Parkanlage integriert, die auch Zugang zu einem angrenzenden Parkhaus bietet. “Aufgrund des schwierigen Untergrunds wurde “De Sax‘ auf der tragfähigen pleistozänen Sandschicht gegründet. Unter dem höchsten Wohnturm entsteht eine beeindruckende Fundamentkonstruktion, wodurch hier kein Keller möglich ist. Daher wurde der Parkplatzbedarf durch ein vollautomatisches Parkhaus zwischen den Wohntürmen gelöst, das Platz für 330 Autos bietet.“

Mittlerweile haben die Bauarbeiten an “De Sax” begonnen. In dieser Phase ist MVRDV an der ästhetischen Betreuung beteiligt, erklärt Van Rijs. „Außerdem werden in den kommenden Monaten die Innenausstattungen des Eingangsbereichs und der Gemeinschaftsräume weiter verfeinert, damit sich die besondere Ausstrahlung von De Sax auch im Inneren konsequent fortsetzt.“ 

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