Mit seiner ikonischen, skulpturalen Form vervollständigt das neue Bauprojekt Elements die Skyline des Amstelviertels. Der hybride und energieerzeugende Wohnturm wurde von Koschuch Architects nicht auf traditionelle Weise entworfen, sondern auf der Grundlage von ‘Elementen’ und parametrischen Algorithmen entwickelt. Sonne, Wind und Energie stehen hier in einem ausgewogenen Verhältnis zu einer schönen Architektur, einer breiten Mischung von Wohntypologien und der Berücksichtigung der Natur.

Koschuch Architects wurde 2019 von KondorWessels Vastgoed gebeten, an der Ausschreibung für Elements Amsterdam teilzunehmen. “Der ursprüngliche Entwurfsauftrag lautete, eine Ikone an der Spitze des Amstelviertels zu schaffen”, sagt Patrick Koschuch, Direktor von Koschuch Architects. “Nach dem HAUT und dem QO Hotel ist das Elements das dritte Wahrzeichen des Amstelviertels. In ihrer Ausschreibung verlangte die Gemeinde daher einen imageprägenden Entwurf. Aber auch ein nachhaltiges Design, bei dem die Energieeffizienz und die biologische Vielfalt berücksichtigt werden. Dabei habe ich mich von allen ‘Elementen’ inspirieren lassen, die den Auftrag beeinflussen.”

Eine Besonderheit sei zum Beispiel die Lage, die die Elemente zu einem Sprungbrett zwischen dem grünen Amstelscheg, dem Bella-Vista-Park und der Stadt mache, so Koschuch. “Das Gebäude steht sehr schön am Wasser und an einem Steg. Außerdem führt eine wichtige Fahrradroute direkt davor vorbei.” Interessant ist auch, dass sich das Hochhaus in einer Welt von Flachbauten befindet, was den Elementen ‘freies Spiel’ am Gebäude ermöglicht. “Aus diesem Grund wurden auch die Umlaufbahn der Sonne, die optimale Tageslichtdurchdringung, die Möglichkeiten der Energiegewinnung, die effiziente Regenwassernutzung, der Windeinfluss sowie die Einbeziehung von Grünflächen für mehr Artenvielfalt explizit berücksichtigt.”
In Zusammenarbeit mit dem Statiker Arup wurden alle Elemente in ein parametrisch erstelltes 3D-Modell aufgenommen. “Daraus wurden dann Hunderte von Turmvarianten generiert”, erklärt Koschuch. “Aus einer Reihe von Analysen wurde dann das optimalste und damit nachhaltigste Modell ausgewählt.” Das Ergebnis ist ein stabiler Sockel oder Tisch, der mit dem Maßstab seiner Umgebung harmoniert. Darüber erhebt sich ein eleganter, allseitiger Turm, der eine erkennbare Landmarke bildet und gleichzeitig mit den anderen Hochhäusern in der Umgebung in Beziehung steht. “Die Gliederung des Turms geht Hand in Hand mit den verschiedenen Wohntypologien. Außerdem profitieren die Wohnungen und die PV-Paneele an den Balkonrändern auf diese Weise von einer optimalen Sonneneinstrahlung. Da Elements die Energie dann erntet, wenn sie gebraucht wird, wird das Gebäude bald energieneutral arbeiten. Ein Geschenk des Himmels in Zeiten der Netzüberlastung. Darüber hinaus wurde ein angenehmes, windfreies Klima auf der Straße, im Park, im Innengarten und auf der Dachterrasse realisiert. Das Gebäude zeigt aus verschiedenen Blickwinkeln eine wechselnde Perspektive und hat somit mehrere einladende Gesichter.”

“Elements bringt eine breite Mischung von Wohntypologien zusammen. Von Studios bis zu Lofts, doppelgeschossigen Lofts und Maisonette-Wohnungen, wobei sich die Wohnungen im mittleren Preissegment sehr gut in die exklusiven Eigentumswohnungen einfügen”, so Koschuch. “Der orthogonale Sockel des Gebäudes beherbergt verschiedene Gewerbeflächen, Co-Working Spaces und eine gemütliche Bar für die Nachbarschaft. Darüber hinaus bietet Elements ein Schwimmbad und eine Vielzahl von Grünflächen. So entsteht eine adaptive Stadt in der Stadt, in der man sehr angenehm leben, arbeiten und verweilen kann.”
Mit Grünflächen meint Koschuch unter anderem den Dachpark auf dem Sockel. Aber auch auf den geschützten, sonnigen Hofgarten und die begrünte Eingangstreppe, die auch als Wintergarten dient. “Kombiniert mit einer adaptiven hybriden Gebäudehülle und der Verwendung von Materialien, die schön altern und hunderte von Jahren halten, bietet Elements eine sehr schöne und nachhaltige Grundlage für die Zukunft.”