Am Rande von Amsterdam Sloterdijk vereint der Makerstoren gestapelte Gewerbeflächen, Werkstätten, Büros und Wohnungen. Außerdem gibt es allgemeine Einrichtungen wie Gastronomie, eine Bibliothek und ein Fitnessstudio. Für Staton Bouw ist es das erste Mal, dass sie diese Kombination in einem Projekt zusammen sehen.
Projektleiter Axel Bruystens sagt, dass Staton Bouw schon früh in das Projekt einbezogen wurde. “Wir haben gute Erfahrungen mit Hochhäusern, Geschäftshäusern und Wohnungsbau. Das ist alles hier drin.” In der ersten Phase machte sich das Bauunternehmen gemeinsam mit dem Bauherrn Gedanken über die Machbarkeit. “In der Phase des Bauteams haben wir viele Punkte optimiert, um das Projekt zu verwirklichen.”

Die größte Herausforderung bestand in der kompakten Baustelle. Diese, am Stadtrand von Amsterdam gelegen, war sehr begrenzt. Eine Lagerung vor Ort war kaum möglich.
“Wir haben just-in-time gearbeitet. Die Lastwagen kamen an, und das Material wurde direkt vom Lastwagen aus eingebaut.” Dies erforderte eine enge Abstimmung mit den Lieferanten und der Stadtverwaltung, um zum Beispiel einen vorübergehenden Straßenzugang zu ermöglichen.
Auf der Baustelle arbeiteten viele Parteien gleichzeitig. “Eine gute Kommunikation ist da unerlässlich.” Es gab tägliche Besprechungen zur Überwachung der Sicherheit und der Planung. Der begrenzte Platz machte die Arbeit mit den Geräten besonders schwierig. “Oft konnten zwei Hubarbeitsbühnen nicht einmal aneinander vorbeifahren”, veranschaulicht Bruystens. Das Ausführungsteam war daher ständig mit mehreren Personen präsent. “Nur um die Subunternehmer anzuweisen und die Sicherheit zu gewährleisten.”
Der 40 Meter hohe Makerstoren hat eine Haupttragkonstruktion aus Stahl, kombiniert mit einem Ortbetonkern und Hohlkörperplatten. Die Fassade besteht größtenteils aus Glas. Dies stellte besondere Anforderungen an die Ausführung, insbesondere auf einer kleinen Baustelle. Die Glasfassaden sind der eigentliche Blickfang des Gebäudes. “Wenn die Leute fragen, was der Makerstoren ist, denke ich sofort an die großen Glasfassaden mit der nachhaltigen CLT-Holztreppe dahinter und hinter dem gelben Glas die knallgelbe Treppe. Das fällt sofort auf.”

Bei dem Projekt wurden mehrere nachhaltige und kreislauforientierte Entscheidungen getroffen, wie z. B. die Verwendung von recyceltem Beton und CLT-Holz für die Treppen und Balustraden. Die Stahlkonstruktion ist demontierbar. Auf der Baustelle wurden sieben Abfallströme getrennt. Außerdem wurden Versickerungskästen und Sedumdächer zur Wasserpufferung installiert. Das Gebäude strebt daher eine BREEAM Good-Zertifizierung an.
Der Makerstoren steht in einem Industriegebiet am Rande der Stadt. Bruystens zufolge stellt das Gebäude einen Wendepunkt dar. “Dies ist die erste Entwicklung in einem Gebiet, in dem weitere Entwicklungen folgen werden. Dieses Gebäude wird dem ganzen Gebiet einen Schub geben.”