Nach einigen relativ ruhigen Jahren im Bereich Logistikbau gibt Bouwbedrijf van de Ven in diesem Segment nun wieder Vollgas. Nach einer zweistöckigen Lagerhalle für VTS in Boxmeer, einem neuen Distributionszentrum für Bestseller in Lelystad und zwei logistischen Geschäftsräumen für Prologis in Almere und Lisse ist das Bauunternehmen aus Veghel nun für die Realisierung einer neuen Lagerhalle mit internen Büros für GARBE Industrial verantwortlich, an die in Zukunft das gleiche Volumen als Erweiterung angebaut werden kann. Die neue Lagerhalle in Veghel hat eine Traufhöhe von nicht weniger als 17 Metern, womit Bouwbedrijf van de Ven auf dem neuesten Stand der Technik ist. Außerdem wurde es nach den Kriterien von BREEAM Excellent gebaut, wobei die beim Abriss anfallenden Rohstoffe verwendet wurden.

Das neue Lager von GARBE Industrial wurde Mitte Januar fertiggestellt. Bouwbedrijf van de Ven erhielt nach einer Ausschreibung den Zuschlag für das Sanierungsprojekt und war für den kompletten Abriss und Neubau verantwortlich, der in nur 12 Monaten durchgeführt wurde. “Da ein Teil des bestehenden Gebäudes noch einen Mieter beherbergte, haben wir zwei Drittel des Gebäudes abgerissen”, sagt Chris van den Biggelaar, Projektleiter bei Bouwbedrijf van de Ven. “Dadurch wurde ausreichend Platz für die erste Hälfte des neuen Gebäudes geschaffen, das aus 18 870 m² Lagerfläche mit 24 Laderampen, 2 600 m² Mezzanin und zwei Innenbüros mit 915 bzw. 395 m² besteht. Die Büros sind strategisch an den äußersten Ecken des Gebäudes angeordnet. Außerdem sind die Anlagen so ausgelegt, dass das neue Gebäude entweder an einen oder zwei Mieter vermietet werden kann. Das Interessante an dieser Industriebrache ist, dass das abgerissene Gebäude in der Vergangenheit ebenfalls von Bouwbedrijf van de Ven gebaut wurde.
Beim Abriss des bestehenden Gebäudes wurden so viele Materialien wie möglich für die Wiederverwendung vor Ort zurückgewonnen. Als Beispiel nennt Van den Biggelaar den zerkleinerten Betonschutt, der als Rohmaterial für das Fundamentschuttpaket verwendet wurde.
“Wir haben dann ein Fundament mit Bohrpfählen errichtet, um das Gewicht der Stahlkonstruktion angemessen auf den Boden zu übertragen. Die Wände und Böden bestanden aus isolierten Betonwänden und Hohlkörperplatten, während für die Fassaden Sandwichpaneele und Vorhangfassaden gewählt wurden. Sobald das Gebäude wind- und wasserdicht war, begannen wir mit dem Einbau aller Installationen im Inneren, dem Gießen der Betonböden und dem Bau der zwei- bzw. dreistöckigen Büros. Die Büros wurden mit Metallständerwänden, Glaswänden und abgehängten Decken gebaut und komplett fertiggestellt geliefert, einschließlich Tapeten, Malerarbeiten und eingebauten Toiletten.”

Wo eine freie Höhe von 12,2 Metern üblich ist, wurde für dieses Lager eine freie Höhe von 15 Metern festgelegt. Damit wird die maximale freie Schornsteinhöhe erreicht, nur mit Dachnetzsprinklern. Eine weitere Besonderheit ist, dass auf dem Gelände ein Energiequadrat angelegt wurde, so dass die neue Lagerhalle komplett netzunabhängig betrieben werden kann, ohne Einschränkungen durch z.B. Netzengpässe.