Die Bewohner haben einen wunderschönen Blick auf das Naturschutzgebiet Gement und den Bossche Broek. Dabei hat NOAHH | Network Oriented Architecture die Wohnungen so gestaltet, dass sie diese im ganzen Haus genießen können. Alle Zimmer sind zu den Fassaden hin ausgerichtet.
Der Apartmentkomplex Belvédère liegt zwischen dem Bahnhof Den Bosch und den Naturschutzgebieten de Gement und het Bossche Broek. Das dreistöckige, fingerförmige Gebäude steigt zum Bahnhof hin an. Dadurch erhalten alle Bewohner ein breites, flaches und flexibles Zuhause. "Dadurch wurden alle möglichen Größen und Typologien möglich", sagt Patrick Fransen, Chefarchitekt von NOAHH, "die Grundflächen reichen von 56 bis 162 m² und die Wohnungen wurden frei teilbar. Einige Wohnungen sind zum Beispiel gestapelt." Belvédère hat 149 Wohnungen und ein Stadthaus.

Der Entwurfsprozess des Wohnkomplexes Belvédère hat eine lange Geschichte. Die ersten Entwürfe wurden vor etwa 22 Jahren zu Papier gebracht. Die ersten Teilprojekte des neuen Stadtteils Paleiskwartier waren fertiggestellt, und man suchte einen Architekten für Teilplan I und J, bestehend aus Büros und Wohnungen. "Wir haben damals einen schönen Entwurf dafür gemacht", sagt Fransen. "Im Zusammenhang mit dem Lärm haben wir das Bürogebäude auf der Seite der Bahngleise und die Wohnungen auf der Seite des Gement angesiedelt. Es handelte sich um Luxuswohnungen mit Flächen von 100 bis 400 m². Der Plan war baureif."

Belvédère wäre sicherlich auch so gebaut worden, wenn es nicht die Internetkrise gegeben hätte. Die Nachfrage nach Büroflächen schrumpfte, und es bestand eher Bedarf an kleineren als an größeren Wohnungen. Fransen: "Der Plan musste also angepasst werden, aber wir wollten nicht auf diese schöne Aussicht verzichten. So entstand die Idee eines fingerförmigen Gebäudes, das in die Höhe wächst und schöne Terrassen hat. Zusammen mit dem Plan Terrazzo bildet das Belvédère nun den südlichen Abschluss des Palastviertels."
Die Backsteinfassaden in einer Mischung aus Rot, Braun und Violett verleihen dem Belvédère eine lebendige, freundliche Ausstrahlung. Der industrielle Look passt zur Umgebung und die raffinierten Details strahlen Luxus aus, genau wie im ursprünglichen Plan.
Informationen zur Konstruktion
Kunde BV Entwicklungsgesellschaft Paleiskwartier
Gestaltung NOAHH | Netzwerkorientierte Architektur, Amsterdam
Entwicklung SDK Vastgoed BV, Eindhoven
Verwirklichung Van de Ven Konstruktion und Entwicklung
Schnelles, sicheres Betonieren der Decke mit Aluminium-Rahmenschalung
Im Auftrag des Baukonsortiums Moonen & Van de Ven Bouw en Ontwikkeling führt BetoLinQ die gesamten Betonarbeiten für das Belvédère in 's-Hertogenbosch aus. Um einen Zyklus von 2,5 Wochen pro Etage zu erreichen, wendet BetoLinQ eine Reihe von intelligenten Lösungen an.
"Die Böden werden vor Ort nass gegossen und mit unserer eigens entwickelten Topec-Aluminiumschalung eingeschalt", erklärt Ruud van den Braak, Direktor von BetoLinQ. "Dieses leichte, robuste Schalungssystem besteht aus skalierbaren Paneelen und Stützen, die mit wenigen Handgriffen montiert und demontiert werden können. Diese Methode des Ein- und Ausschalens ist superschnell und damit wirtschaftlich, aber auch sicher. Da man unter dem Boden steht, besteht keine Absturzgefahr."
Aushärtungsprozess digital überwacht
Um den Aushärtungsprozess des Betons so schnell wie möglich zu gestalten, überwacht BetoLinQ den Aushärtungsprozess des Betons mit dem concremote. Van den Braak: "Das ist ein digitaler Reifegradmesser, eine Art Schwimmer, den wir in den nassen Beton legen. Dieser Schwimmer misst und zeigt digital an, wie schnell der Beton aushärtet. Auf dieser Grundlage wissen wir, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit wir entschalen und neu stempeln können." Bis einschließlich der neunten Etage bringt BetoLinQ die Innenschalung an. Die beiden obersten Stockwerke, die leicht auskragen, werden mit Stahl- und Hohlkörperplatten realisiert. Der Belvédère wird voraussichtlich Anfang 2021 seinen höchsten Punkt erreichen.