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Vom leerstehenden Bürogebäude zur nachhaltigen Wohngemeinschaft für (Wieder-)Einsteiger
Das ehemalige Bürogebäude ist besonders langgestreckt, wodurch auf beiden Seiten des Gebäudes Wohnungen untergebracht werden konnten.

Vom leerstehenden Bürogebäude zur nachhaltigen Wohngemeinschaft für (Wieder-)Einsteiger

Umnutzung mit Wirkung

Eine moderne Wohnanlage, in der Komfort, Qualität und Nachhaltigkeit miteinander verschmelzen. Die 234 erschwinglichen Einzimmer- und Zweizimmerwohnungen an der Kromme Schaft 3 in Houten sind für Erst- oder Umsteiger konzipiert, die ihren ersten oder nächsten Schritt auf dem Wohnungsmarkt machen. Kompakt, wo es geht, und großzügig, wo es sein muss. Die Bewohner können nicht nur ihre eigene Wohnung nutzen, sondern auch über 750 m² gemeinschaftlicher Wohn-, Arbeits- und Begegnungsräume. Außerdem ist eine möblierte Dachterrasse von ca. 330 m² vorgesehen. Im März 2026 haben die ersten Bewohner ihre Schlüssel erhalten.

Die neue Wohnanlage ist eine Initiative der CORE Group. “Vor einigen Jahren wurden wir auf ein ehemaliges Bürogebäude von KPN und Getronics an der Kromme Schaft aufmerksam gemacht, das schon seit einiger Zeit leer stand”, erzählt David Maarse, COO und Partner der CORE Group. “Wir haben schnell das Potenzial dieses Standorts für eine zeitgemäße Wohnbebauung erkannt, bei der Wohnen, Begegnung und Infrastruktur auf selbstverständliche Weise zusammenkommen. Damit schließen wir an die Wohnvision der Gemeinde Houten an, die auf einen ausgewogenen und zukunftssicheren Wohnungsmarkt setzt, der bezahlbaren Wohnraum, Vielfalt im Wohnungsangebot und den Erhalt des grünen, dörflichen Charakters vereint.”

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Das Projekt wurde so energieeffizient und nachhaltig wie möglich konzipiert.

Ideale Leinwand

Als Zielgruppe wurden (Wieder-)Einsteiger ausgewählt, die auf dem aktuellen Wohnungsmarkt oft zwischen den Stühlen sitzen. “Die Gemeinde wollte, genau wie wir, gerne etwas für diese Zielgruppe tun”, so Maarse. Auch die Zusammensetzung unseres Teams hat dabei geholfen. Innerhalb der CORE Group arbeiten viele junge Fachkräfte mit erfahrenen Experten zusammen, wodurch wir die Bedürfnisse dieser Zielgruppe sehr gut verstehen und in passende Wohnkonzepte umsetzen können.” Das ehemalige Bürogebäude bot hierfür die ideale Grundlage. “Das Gebäude ließ sich leicht unterteilen. Außerdem bot es schöne Möglichkeiten für Gemeinschaftsräume, wodurch die Geräumigkeit und Offenheit erhalten blieben.”

Bauen im Miteinander

Für die Realisierung der Wohnanlage wandte sich The CORE Group an Kwakkenbos BV, das über umfangreiche Erfahrung in den Bereichen Umgestaltung, Umnutzung und Nachhaltigkeitsmaßnahmen verfügt. “Anstelle der traditionellen Aufteilung zwischen Bauträger und Bauunternehmer haben wir uns dafür entschieden, im Rahmen eines gemeinsamen Prozesses zu bauen – im Dialog miteinander und mit den Nutzern”, so Maarse. Dies steht auch im Einklang mit dem Motto von Kwakkenbos BV: ‘Bauen im Dialog’. “Im Mai 2025 begannen die Arbeiten, wobei so viele Materialien wie möglich aus dem Gebäude wiederverwertet wurden”, ergänzt Oliver Martens, Direktor für Bau und Entwicklung sowie Partner von The CORE Group. Als Beispiel nennt er die Systemwände, Innenfensterrahmen, Teppichfliesen, Beleuchtung, Gasheizkessel und sogar Steckdosen, die in anderen Projekten ein zweites Leben erhalten haben.

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Die Zielgruppe legt Wert auf eine sorgfältige Ausführung.

Zum Wesentlichen

“Der Großteil der Arbeiten wurde im Innenbereich durchgeführt”, erklärt Anne Kroon, Projektleiterin bei Kwakkenbos BV. “Wir haben das Gebäude bis auf das Wesentliche zurückgebaut, wobei verschiedene bautechnische Elemente entfernt wurden. Anschließend wurde unter dem Boden eine Kanalisation verlegt, da kein Kriechraum vorhanden war. In den Fassaden wurden neue Fensteröffnungen geschaffen, und wo nötig, wurden bestehende Fensterrahmen und Vorhangfassaden modernisiert oder ersetzt, um den heutigen Anforderungen an Funktionalität und Brandschutz gerecht zu werden.” Zudem ließ Kwakkenbos BV mehr als dreitausend Aussparungen in die Hohlplattenböden bohren, um alle Installationen montieren zu können. “Da die Böden damals nicht dafür ausgelegt waren, mussten alle Aussparungen mit größter Sorgfalt markiert und berechnet werden. Anschließend mussten sie millimetergenau gebohrt werden. Eine große Herausforderung, die auch angesichts des hohen Bautempos galt. Bei allen Arbeiten wurde ein Tempo von zehn Wohnungen pro Woche eingehalten.”

Länglich und formstabil

Oftmals ist das Tageslicht ein einschränkender Faktor bei der Flächenberechnung von Wohnungen, weiß Kroon. “In diesem Projekt ist das jedoch nicht der Fall. Das ehemalige Bürogebäude ist besonders langgestreckt, wodurch wir auf beiden Seiten des Gebäudes Wohnungen unterbringen konnten. Ein langer Flur sorgt dabei für die zentrale Erschließung.” Da das Gebäude aus dem Jahr 2008 stammt, war die Qualität vieler Bauteile hoch. “Außerdem wurde damals sehr maßgenau gebaut. Um Risiken zu minimieren, haben wir bei den wichtigen Bauteilen mit den damaligen Partnern zusammengearbeitet – vom Statiker über den Hohlkammerplattenlieferanten bis hin zum Fassadenbauer.”

Vollständige Veredelung

In der Endausbauphase wurden neue Estriche, Innenwände, Installationen und Fliesenarbeiten ausgeführt. “Da die Zielgruppe Wert auf eine vollständige Endausführung legt, haben wir zudem den Bodenbelag, die Wandverkleidung und die Malerarbeiten übernommen”, so Kroon. “Alle Wohnungen sind mit einer Küche und einem Badezimmer ausgestattet. Außerdem sind in einigen Wohnungstypen bereits Kleiderschränke, Badezimmerschränke, Waschmaschinenschränke, Vorhänge, Beleuchtung und sogar ein Bett vorhanden. Käufer hatten die Möglichkeit, ein komplettes Möbelpaket auszuwählen. Damit ist ”schlüsselfertig‘ auch wirklich schlüsselfertig geworden. Einige Bewohner hatten bei der Schlüsselübergabe bereits ihre Umzugskartons dabei.“

Energieeffizient, nachhaltig und umweltfreundlich

Das Projekt wurde so energieeffizient und nachhaltig wie möglich konzipiert. So wurde ein neuer Wärme-Kälte-Speicherraum mit einer neuen Wärme-Kälte-Speicheranlage mit zwei Quellen realisiert. “Dank eines Niedertemperatur-Rohrleitungssystems für Heizung und Kühlung werden Wärmeverluste vermieden”, erklärt Martens. Zudem ist eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung vorgesehen, und sowohl das Dach als auch das Außengelände werden begrünt.” Regenwasser wird zunächst auf dem Gelände gespeichert und, soweit möglich, in den Boden versickert, woraufhin der verbleibende Teil verzögert in die kommunale Kanalisation abgeleitet wird. Damit ist die Kromme Schaft 3 zu einem zukunftssicheren Projekt geworden, das positive Auswirkungen für ihre Bewohner und die Umgebung hat. 

Nach dem Vorbild von „Kromme Schaft 3“ hat die CORE Group mit der Entwicklung von „Kromme Schaft 1“ und „Kromme Schaft 5“ begonnen, um das Ensemble zu vervollständigen.

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