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Holzbau als Fundament für die Stadt der Zukunft
Eine gute Referenz für das Bauen mit Holz ist das neue Büro mit Lagerhalle der Firma Havep in Goirle, das sich in allen Aspekten der Nachhaltigkeit auszeichnet.

Holzbau als Fundament für die Stadt der Zukunft

Die Zukunft des Bauens ist Holz. Denn mit Holz lässt sich deutlich nachhaltiger, schneller und mit voller Gestaltungsfreiheit bauen. “Holz ist ein erneuerbares Material, das in großem Umfang verfügbar ist, viel CO2 speichert, endlos recycelt werden kann und einen geringen ökologischen Fußabdruck hat”, sagt Rowan Dekkers, Bauingenieur bei Movares Smart Urban Engineering. “Außerdem ist Holz vielseitig. Man kann es für neue Bauprojekte verwenden, aber auch für die Erweiterung und Aufstockung von Gebäuden, was derzeit ein heißes Thema ist. Da Holz viel leichter ist als Beton oder Stahl, reicht in vielen Fällen die zusätzlich zulässige Belastung des Fundaments aus. So lassen sich Funktionalität, Nachhaltigkeit und Praktikabilität gut miteinander verbinden.”

Holzstrukturen sind demontierbar, betont Robbert Jan Schakenraad, Teamleiter der Niederlassung Den Bosch bei Movares Smart Urban Engineering. “Da die Strukturen als Bausatz entwickelt werden, können komplette Hüllen sehr schnell realisiert werden. Außerdem ist Holz sehr schön und hebt die Atmosphäre. Nicht umsonst werden Holzkonstruktionen meist im Verborgenen gehalten.”

Holzbau als Fundament für die Stadt der Zukunft 1
Für die monumentale Kirche von Korvel wurde ein zweigeschossiger, vollständig in sich geschlossener Holzbau auf Biobasis entwickelt.

Detaillierte Kenntnisse

Es gibt also nur Lob für Holz, doch seine Konstruktion bringt besondere Herausforderungen mit sich, weiß Florine Verschuure, Statikerin bei Movares Smart Urban Engineering. “Der Entwurf von Holzkonstruktionen erfordert zum Beispiel detaillierte Kenntnisse des Bauingenieurs. Zum Beispiel in Bezug auf die Materialien, das Brandverhalten und die Akustik. Außerdem sind bei Holzkonstruktionen die Anschlüsse oft normativ für die Abmessungen der Stützen und Balken. Dies muss bereits in der Vorphase berücksichtigt werden. Schakenraad: ”Es ist wichtig, dass der Rohbau zu einem Holzbau passt und nicht erst in der DO-Phase umgesetzt wird. Schließlich erfordert Holz andere Rahmengrößen, Spannweiten und Anschlüsse.“ Verschuure: ”Auch die richtigen Holzabmessungen, Holzqualitäten und transportfähigen Elemente sollten frühzeitig festgelegt werden. Auf dieser Basis kann die Konstruktion optimiert werden, was zu einer wirtschaftlichen und effizienten Gestaltung führt.“

Beeindruckende Holzkonstruktion in Havep 

Eine großartige Referenz für das Bauen mit Holz ist das neue Büro mit Lagerhalle für Havep in Goirle, das sich in allen Aspekten der Nachhaltigkeit auszeichnet, sagt Schakenraad. “Zum Beispiel wurde ein Maximum an nachhaltigen, recycelbaren und wiederverwerteten Materialien verwendet. Außerdem ist dieses Projekt eines der größten Holzbauprojekte in unserem Land.” Movares Smart Urban Engineering hat die Tragwerksplanung mit Brettschichtholz und CLT optimiert und ausgearbeitet, sagt er. “Wir haben die Holzabmessungen angepasst, um eine effizientere Produktion zu ermöglichen. Außerdem haben wir die richtigen Positionen für die Installationsdurchbrüche bestimmt und sichergestellt, dass alle Anschlüsse tatsächlich machbar sind.” Eine Besonderheit ist, dass Holzbinder eingesetzt wurden, wo normalerweise Stahl gewählt wird, sagt Dekkers: “Außerdem hat das Projekt recht große Spannweiten.” Schakenraad: “Dank einer sorgfältig ausgearbeiteten Bodenkonstruktion in den Büroräumen fühlt sich der Boden so komfortabel und stabil wie Beton an.”

Eingebautes Holz respektiert monumentale Korveler Kirche

Darüber hinaus hat Movares Smart Urban Engineering eine Holzkonstruktion für die Korvel-Kirche in Tilburg entworfen, um die Entwicklung von 2.400 m2 Gesundheitszentrum möglich. “Für dieses Umnutzungsprojekt haben wir eine biobasierte Holzkonstruktion mit zwei Stockwerken entwickelt, die komplett in sich geschlossen ist”, sagt Dekkers. “Zum Beispiel, um den Verfall der denkmalgeschützten Kirche zu verhindern und um eine flexible Nutzung des Gebäudes in der Zukunft zu gewährleisten.” Schakenraad: “Eine wichtige Anforderung war, dass das gesamte Holz durch die Eingangstür der Kirche eingebracht werden konnte. Dadurch musste die maximale Größe von Material und Ausrüstung begrenzt werden. Das geringe Gewicht der Holzbauteile kam uns hier sehr entgegen.”

Holzbau beschleunigt FoodTech Facility 

Beeindruckend ist auch die neue FoodTech Facility ‘Cibia’ auf dem Wageningen University & Research Campus, für die Movares Smart Urban Engineering die Tragwerksplanung realisiert hat. “Ursprünglich war die Idee, den gesamten Entwurf in Holz auszuführen, mit laminierten Trägern, Stützen, CLT-Böden und CLT-Wänden”, erklärt Verschuure. “In der Entwurfsphase wurde dann aber auch der Wechsel zu Hohlkörperplatten berücksichtigt. Zum Beispiel, um Schwingungen noch besser zu absorbieren.” Eine Herausforderung in der Entwurfsphase sei es gewesen, die Stützen und Träger optimal miteinander zu verbinden, sagt sie. “Außerdem wurden in den Flurbereichen Stahlträger in die Geschosshöhen integriert, um sicherzustellen, dass alle Installationen die Räume gut betreten können. Die großen Spannweiten sind dagegen komplett in Holz ausgeführt.” Durch die Wahl von Holz konnte der komplette Rohbau in nur zwei Wochen errichtet werden. 

Über Movares Smart Urban Engineering

Movares Smart Urban Engineering arbeitet an zukunftsorientierten Lösungen für Fragen in den Bereichen Gebäude, Planung & Konditionierung, Energie, Infrastruktur, Wasser & Geolösungen und Bahn. “Mit rund 1.500 Kollegen, verteilt auf verschiedene Standorte in den Niederlanden, sind wir bereit, die Herausforderungen von morgen anzugehen”, so Schakenraad. “Unsere einzigartige Stärke liegt in unserem fundierten bautechnischen Wissen: Wir entwerfen Gebäude als komplexe Knotenpunkte, in denen Architektur, Konstruktion und Anlagen zusammenkommen.” Verschuure: “Unsere Vision ist, dass die Gebäude der Zukunft nachhaltig, gesund und intelligent sind und für den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes und seiner Nutzer ausgelegt sind. Mit einem integrierten Ansatz, innovativen Technologien und Daten, kombiniert mit dem handwerklichen Können unserer Fachleute, schaffen wir einen maximalen gesellschaftlichen Mehrwert und setzen Maßstäbe in der Branche. So bauen wir gemeinsam die Welt von morgen: schneller, intelligenter und nachhaltiger.”   

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