Gervalin ist ein Allround-Dachdeckerunternehmen, das sich auf geschlossene bituminöse und kunststoffbasierte Dachbahnenkonstruktionen sowohl für Flach- als auch für Schrägdächer spezialisiert hat. In den letzten 45 Jahren hat sich das Unternehmen zu einem führenden Anbieter von Kunststoff-Dachdeckungssystemen entwickelt. Von der Niederlassung in Dreumel aus werden vor allem Neubauprojekte im Wohnungsbau in den gesamten Niederlanden durchgeführt, wobei konstante Qualität und eine gute Zusammenarbeit im Vordergrund stehen. Dies gilt sowohl für Mitarbeiter als auch für Auftraggeber und Lieferanten, erklärt Geschäftsführer Sebastiaan Gerritsen. “Dafür setzen wir uns gerne ein. Jeden Tag und mit Blick auf die Zukunft.”
Gervalin wurde 1980 von André Gerritsen gegründet und gilt in den Niederlanden als einer der Pioniere im Bereich der Kunststoff-Dachdeckungssysteme. “Nach langjähriger Erfahrung in der Dachdeckungstechnik erhielt mein Vater vor 45 Jahren die Gelegenheit, das Unternehmen, bei dem er arbeitete und das veräußert wurde, zu übernehmen”, erzählt Sebastiaan Gerritsen. “Zunächst zusammen mit einem Partner, aber schon bald auf eigene Faust. Er nahm zwölf erfahrene Dachdecker mit, mit denen er im ganzen Land Kunststoff- und Bitumen-Dachdeckungssysteme realisierte.” Die Qualität der Arbeit und der Systeme erwies sich als so gut, dass die Nachfrage kaum noch zu bewältigen war. “Anfangs hielt mein Vater mit dem Wachstum Schritt, doch Anfang der 90er Jahre trat er doch auf die Bremse. Zu diesem Zeitpunkt verfügte Gervalin über nicht weniger als hundert Dachdecker, davon knapp sechzig Fachkräfte im eigenen Dienst. Eine riesige Gruppe, wodurch die angenehme und herzliche familiäre Atmosphäre unter Druck geriet. Deshalb beschloss er, die flexible Personalreserve nach und nach abzubauen. Zudem bot er Mitarbeitern die Möglichkeit, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen und/oder zu einem anderen Unternehmen zu wechseln. In einem Zeitraum von etwa zehn Jahren hat Gervalin den Personalbestand schrittweise auf etwa 45 Mitarbeiter im Büro und im Außendienst reduziert. Dadurch konnte das Unternehmen wieder so funktionieren, wie es vorgesehen war: ein Unternehmen, für das die Menschen gerne arbeiten und in dem sich die Kollegen kennen und füreinander da sind.’
In den folgenden Jahren durfte Gervalin an den schönsten Projekten arbeiten. Bis 2009 die Wirtschaftskrise im Baugewerbe einsetzte und der Wohnungsneubau völlig zusammenbrach. “Damals wurden viele Gespräche geführt. Zwischen meinem Vater und mir, aber auch mit den Mitarbeitern im Büro und vor Ort”, erzählt Gerritsen. “Wie konnten wir gemeinsam die Krise überstehen? Denn wir wollten unsere Mitarbeiter nicht im Stich lassen! Dennoch konnten wir nicht verhindern, dass einige Mitarbeiter ihr Glück woanders suchten. Außerdem gingen einige Mitarbeiter in den Ruhestand, sodass wir 2017 nur noch eine kleine Gruppe waren. Das Durchschnittsalter unserer Mitarbeiter im Außendienst lag zudem über 50 Jahren. Dadurch hatten wir zudem mit einer relativ hohen Fehlzeitenquote zu kämpfen … Eine herausfordernde Zeit, in der ich die Chance bekam, Gervalin auf meine Weise weiterzuführen.”

“Ich habe zwei erfahrene Leute um mich versammelt, mit denen ich regelmäßig Ideen austauschen und diskutieren konnte”, erzählt Gerritsen. “Zum Beispiel über die aktuelle Situation und meine Ideen für die Zukunft. Das gab mir viel Ruhe und führte zu interessanten neuen Ideen, auf deren Grundlage wir ab 2018 damit begonnen haben, eine zweite Generation von Gervalin aufzubauen – mit den Normen und Werten der ersten Generation als bewährter Grundlage. Wir haben uns sorgfältig auf die Suche nach neuen Kollegen gemacht, die zu unserem regionalen und familiären Charakter passten. Dabei haben wir nie nach Dachdeckern gesucht, sondern immer nach den richtigen Menschen. Unser Ziel dabei ist es, das Durchschnittsalter ganz schrittweise zu senken, um die Kontinuität des Unternehmens und ein gutes Arbeitsklima zu sichern.”
Mittlerweile liege das Durchschnittsalter knapp über 40 Jahren, erzählt er. “Eine bewusste Entscheidung, denn Auftraggeber haben eindeutig Bedarf an Menschen, die etwas gelassener sind, gut kommunizieren können und bereit sind, bei der Suche nach Lösungen mitzudenken. ‘Nein’ ist bei uns nie die erste Antwort. Auch in Zukunft werden wir daran festhalten. Als Unternehmen sind wir sehr beziehungsorientiert. Sowohl gegenüber unseren Mitarbeitern als auch gegenüber Auftraggebern und Lieferanten. Wir versenden nicht wahllos Angebote und bewerben uns nicht auf jede Ausschreibung, sondern setzen auf langfristige Beziehungen zu angenehmen und festen Auftraggebern, die oft innerhalb unseres Netzwerks entstehen. In den kommenden Jahren wollen wir diese Beziehungen noch weiter festigen und ausbauen, damit eine solide Basis für die dritte Generation geschaffen wird.”

“Gervalin arbeitet mit und für renommierte Unternehmen, die großen Wert auf Zusammenarbeit, Qualität und Sicherheit legen”, fasst Gerritsen zusammen. „Dass wir uns in diesen Punkten hervorragend verstehen, zeigen die vielen langjährigen Beziehungen. Sowohl zu Auftraggebern, Lieferanten als auch zu Mitarbeitern, denen wir im Namen von Gervalin herzlich für die Unterstützung und das uns entgegengebrachte Vertrauen danken möchten.“