Innerstädtische Baustellen können eine ziemliche Herausforderung sein, wenn es um die Gründungstechnik geht. Begrenzter Raum, bestehende Gebäude, denkmalgeschützte Gebäude und strenge Vibrations- und Lärmschutzanforderungen erfordern eine individuelle Anpassung und Spezialisierung. Gerade in einem solchen Umfeld zeigt Franki Grondtechnieken, was es kann: Spezialisierte Gründungstechniken, die über das übliche Rammen von Pfählen hinausgehen.
So setzte Frank Grondtechnieken beispielsweise eine ungewöhnliche Technik zur Verstärkung des Deichs in Tiel ein. Hier mussten Spundwände direkt durch einen bestehenden Stahlbetondurchlass eingebaut werden, was mit herkömmlichen Techniken nicht möglich war. Die Lösung, so Jan-Wim Verhoeff, Direktor von Franki Grondtechnieken, war der Einsatz von überlappenden Bohrpfählen. “Durch das Bohren mehrerer Löcher nebeneinander wurde sozusagen ein Graben durch die Betonstruktur gezogen. Dieser Graben wurde dann mit Erde aufgefüllt, woraufhin die Spundwand noch eingebaut werden konnte.”

Ein weiteres gutes Beispiel ist die Arbeit in der Nähe des monumentalen Gebäudes De Botanist im Stadtzentrum von Breda. Auf einer Baustelle von nur wenigen Quadratmetern realisierte Franki eine Pfahlwand mit Bohrpfählen von 80 Zentimetern Durchmesser. Verhoeff: “Die Herausforderung lag nicht nur in dem begrenzten Raum, sondern vor allem in den Bedingungen im Untergrund. Die Pfähle mussten erschütterungsfrei eingebracht und durch ein vorhandenes Fundament gebohrt werden. Aber Ausrüstung und Technik waren so beschaffen, dass selbst harte Schichten oder felsige Strukturen kein Hindernis darstellten.”
Obwohl der Schwerpunkt oft auf komplexen und spezialisierten Projekten liegt, ist Franki auch bei normalen Bauaufträgen aktiv. So arbeitet das Unternehmen derzeit an einem Wohnbauprojekt in Tholen in Zeeland mit.
Franki Grondtechnieken gehört zur BESIX-Gruppe und ist im Rahmen des Franki Foundations-Netzes tätig, mit Niederlassungen unter anderem in Belgien und Frankreich. In diesen Ländern sind spezialisierte Gründungstechniken oft eher die Regel als die Ausnahme. Die internationale Zusammenarbeit bietet große Vorteile. So kann das Unternehmen zum Beispiel auf eine eigene Ingenieursabteilung in Belgien zurückgreifen, was bedeutet, dass bereits in einem frühen Stadium intelligente und praktikable Lösungen in Betracht gezogen werden. Verhoeff: “Das ist ein wichtiger Mehrwert. Weil wir so viele Techniken haben, bieten wir Lösungen an, die oft besser passen und effizientere und oft sicherere Umsetzungsmethoden bieten.”

Verhoeff unterstreicht die immer wichtigere Zusammenarbeit. Bei komplexen Projekten arbeiten verschiedene Parteien zusammen, jede mit ihrem eigenen Fachwissen. “Indem wir unsere Kräfte bündeln, kann jedes Unternehmen das tun, was es am besten kann. Das erhöht nicht nur die Qualität der Ausführung, sondern ermöglicht auch den erfolgreichen Abschluss von großen und technisch anspruchsvollen Projekten.” Darüber hinaus sieht Verhoeff die Rolle von Franki Grondtechnieken zunehmend vom Ausführenden zum vollwertigen Baupartner werden. “Wir führen nicht mehr nur die Gründungsarbeiten aus, sondern kümmern uns um die Ausführung der gesamten Baugrube.” Die Realisierung der kompletten Baugrube für den neuen Kernreaktor in Petten ist ein Beispiel dafür. “Hier haben wir die komplette Koordination der Baugrube mit Schlitzwänden, Ankern, Betonarbeiten, Pfahlgründungen, Erdarbeiten, Unterwasserbeton und Rohbausohle übernommen. Das konnten wir dank der guten Zusammenarbeit mit BESIX Niederlande tun. Dieser ganzheitliche Ansatz ermöglicht es, insbesondere komplexe Projekte besser zu steuern und optimal auf die Umwelt abzustimmen.”