Paleis Het Loo diente jahrhundertelang als Sommerresidenz der niederländischen Stadthalter, Könige und Königinnen und ist heute ein beliebtes Museum. Seit vier Jahren wird der Palast einer umfassenden Renovierung unterzogen, bei der Draisma Bouw eine wichtige Rolle spielt. Das in Apeldoorn ansässige Bauunternehmen ist für die Umwandlung der Prinz-Hendrik-Garage in ein Grand Café und den Umbau des ehemaligen Stallkomplexes in einen Veranstaltungsraum verantwortlich. Dies geschieht nach dem architektonischen Entwurf des Architectenbureau Prent und unter Berücksichtigung des nationalen Denkmalwerts der Gebäude. Darüber hinaus ist Draisma Bouw für die Renovierung des Westflügels nach einem Entwurf von KAAN Architects verantwortlich, die im Laufe dieses Jahres abgeschlossen sein wird.

Draisma Bouw hat Anfang April die Umgestaltung des ehemaligen nationalen monumentalen Stallkomplexes an Paleis Het Loo übergeben. "In nur fünf Monaten haben wir das Erdgeschoss des Nordflügels (Stall 1) in einen Empfangsbereich für Groß(r)gruppen umgewandelt, einschließlich einer Großküche, einer Spülküche mit Platz für Kühl- und Gefrierzellen, Lagerraum für das Betriebsmitteldepot und Toilettenanlagen", sagt Laura Bredenhof, Arbeitsplanerin/Kalkulatorin bei Draisma Bouw. "Die neu installierten Elemente wie Wände, Böden und Zwischengeschosse sind 'reversibel'. Dadurch und durch die Berücksichtigung der Konturen des ehemaligen Stallkomplexes ist es möglich, das Gebäude in der Zukunft wieder in Ställe oder eine andere Nutzung umzuwandeln. Außerdem wird so die reiche Geschichte des Gebäudes so weit wie möglich bewahrt.
Draisma Bouw führte die Arbeiten in einem Bauteam mit Paleis Het Loo, Architekten, Beratern und Installateuren aus. "Im November 2021 begannen wir mit der Realisierung der Hauptküche, der Zwischengeschosse und der Spülküche", sagt Bredenhof. "Bei dem Raum, in dem die Hauptküche jetzt realisiert wird, handelt es sich um eine ehemalige Autowaschanlage, in der die Museumsautos der königlichen Familie ausgestellt waren. Über dieser Küche haben wir einen Technikraum eingerichtet, in dem alle technischen Anlagen der Küche untergebracht sind. An der Stelle des Technikdepots haben wir außerdem ein Zwischengeschoss eingezogen, so dass der nützliche Stauraum nicht beeinträchtigt wird." Eine Reihe von Ställen, in denen früher die Pferde untergebracht waren und die jetzt die Spülküche beherbergen, bieten ebenfalls Platz für Kühl- und Gefriergeräte. "Die Stallteile und -türen, die zu diesem Zweck abgebaut werden mussten, wurden von Paleis Het Loo sorgfältig demontiert und für einen eventuellen späteren Wiedereinbau gelagert. Es wurden jedoch so viele Teile wie möglich beibehalten, so dass man selbst in der Küchenspüle die Erfahrung der Ställe erleben kann."

Auch im Empfangsbereich der Gruppe sind Pferdeställe zu sehen. "Zwischen den Stallabtrennungen wurden Sitzgelegenheiten geschaffen und stilvoll und modern dekoriert. Das gibt den Besuchern wirklich das Gefühl, sich in einer königlichen Stallanlage zu befinden."
Derzeit ist die Baufirma mit der Umgestaltung des Westflügels beschäftigt, der eine Vielzahl von Funktionen hatte. Einst als Stallkomplex gebaut, beherbergte der Flügel 2018 unter anderem einen Empfangsbereich, eine Garderobe, Toilettengruppen, eine kleine Küche und einen Ballsaal für Gästegruppen. In der neuen Situation wird der Flügel die Funktion eines Restaurants übernehmen, wobei der alte und geschätzte Ballsaal wiederhergestellt wird. "Um dies zu ermöglichen, wurden bauliche Komponenten aus den 1980er Jahren aus dem Gebäude entfernt. Ein gutes Beispiel dafür ist die Verschmelzung der Stahlbetonwände und der Geschossdecken", sagt Robert van de Pol, Leiter der Restaurierungsabteilung bei Draisma Bouw. "Der Bereich hinter der Gartenmauer - der früher überdacht war - wurde dem Innenraum hinzugefügt und wird zu einer Küche umgebaut, einschließlich Platz für Kühl- und Gefrierschränke.
Der neue Ballsaal soll in Material und Farbe den monumentalen Charakter von Paleis Het Loo unterstreichen, sagt Van de Pol. "Aber mit einem modernen Touch. Wie im alten Ballsaal werden wir zum Beispiel Vertäfelungen mit Polstern anbringen. Die gefällten Eichenbäume vor dem Palast werden zu reich verzierten Böden verarbeitet. Die alten Fenster bleiben erhalten und werden so getäfelt, dass die monumentalen Teile optimal zur Geltung kommen.
Bereits 2020 revitalisierte Draisma Bouw die denkmalgeschützte Prinz-Henry-Garage von einem ehemaligen Teehaus zu einem luxuriösen Grand Café mit eigener Küche und Terrasse. Auch hier wurde der monumentale Charakter des Gebäudes beibehalten.