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Einzigartige ‘Aufführung’ auf dem Zirkusgelände in Hilversum
Auf dem Gelände wurden insgesamt 379 Wohnungen realisiert, die aus 730 Modulen bestehen und sich auf zwei große Gebäudeblöcke mit jeweils zwei, vier und sieben Stockwerken verteilen.

Einzigartige ‘Darbietung’ auf dem Zirkusgelände in Hilversum

Bau von 75 Wohnungen pro Woche

Die Wohnungsnot erfordert Lösungen, die schnell umgesetzt werden können, aber auch zukunftssicher sind. Das ehemalige Circusterrein in Hilversum lag mehr als zwanzig Jahre brach, erhält nun aber endlich eine neue Bestimmung. Da der Standort nur für fünfzehn Jahre zur Verfügung steht, erforderte das Projekt eine intelligente Wohnlösung. In kurzer Zeit realisierte Daiwa House Modular Europe Hunderte modularer Wohnungen, die später an einen anderen Standort verlegt werden können. Dennoch beweist das Projekt, dass sich eine vorübergehende Gebietsentwicklung nicht unbedingt vorübergehend anfühlen muss.

Das Zirkusgelände in Hilversum war schon seit Jahren ein viel diskutiertes Thema. Die Gemeinde beschloss gemeinsam mit drei Wohnungsbaugesellschaften, dem Standort endlich neues Leben einzuhauchen. Die Alliantie Ontwikkeling übernahm dabei die Leitung der Gebietsentwicklung für die drei Wohnungsbaugesellschaften. Gemeinsam mit dem Architekturbüro Studio Selva wurde eine städtebauliche Vision erarbeitet und eine Marktauswahl organisiert, um einen geeigneten Partner für den Industriebau zu finden. Die Wahl fiel schließlich auf die modularen Lösungen von Daiwa House Modular Europe.

Einzigartige ‘Darbietung’ auf dem Zirkusgelände in Hilversum 1

730 Module

Auf dem Gelände wurden insgesamt 379 Wohnungen realisiert, die aus 730 Modulen bestehen und sich auf zwei große Gebäudeblöcke mit jeweils zwei, vier und sieben Stockwerken verteilen. “Die Wohnungen reichen von kompakten Studios mit 28 m² bis hin zu Zwei- und Dreizimmerwohnungen mit 45 und 55 m²”, erklärt Kia Hosseini, Beraterin für Wohnungsbau bei Daiwa House Modular Europe. Alle Module wurden im Werk in Montfoort (Utrecht) hergestellt. “Die Produktion begann im Januar 2026 und schritt zügig voran. Im Durchschnitt wurden 55 Module pro Woche produziert, während auf der Baustelle sogar etwa 75 Module pro Woche montiert wurden. Da die Module größtenteils vorgefertigt und bereits wind- und wasserdicht aus dem Werk kamen, blieb die Bauzeit vor Ort begrenzt. Das sorgte für deutlich weniger Beeinträchtigungen für die Umgebung.”

Dauerbewohnung

Das Besondere an dem Plan ist, dass die Gebäude gemäß allen geltenden Gesetzen und Vorschriften für dauerhafte Bebauung errichtet wurden, gleichzeitig aber vollständig versetzbar bleiben, sagt Hosseini. “Bereits in der Entwurfsphase wurde ein Zukunftsszenario berücksichtigt, bei dem Teile des Komplexes an einem anderen Standort wiederverwendet werden können. Bauphysikalische Trennwände und zusätzliche Fluchtwege sorgen dafür, dass das Ganze in kleinere, eigenständige Gebäudeteile aufgeteilt werden kann. Was für das Auge also wie zwei große Gebäude aussieht, sind technisch gesehen eigentlich acht separate Gebäude, die aneinander gereiht sind.”

Warme und natürliche Atmosphäre

Laut Hosseini spielt auch die Architektur eine wichtige Rolle bei der Akzeptanz des Projekts. “Für die Außenfassade wurde ein ‘sanfter’ Fassadencharakter aus Plattenmaterial von Equitone gewählt, einem kreislauffähigen Fassadenprodukt, das für eine hochwertige Optik sorgt. Im Innenbereich verleihen Holzverkleidungen, Galerien und Balkonkonstruktionen dem Projekt eine warme und natürliche Atmosphäre. Dadurch entsteht ausdrücklich kein Gefühl von vorübergehendem Wohnen”, betont Hosseini. 

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Die neue Wohnungsbaufabrik befindet sich in Montfoort, wo täglich 8 bis 10 Wohnungen gebaut werden.

Das Projekt richtet sich unter anderem an Erstkäufer, dringende Suchende und Menschen in systemrelevanten Berufen. Das sind Zielgruppen, für die eine schnelle Umsetzung entscheidend ist. Das enorme Interesse an dem Projekt unterstreicht diesen Bedarf. “Sogar der Tag der Bauindustrie musste wegen des zu großen öffentlichen Interesses abgesagt werden. Wir konnten die Sicherheit nicht gewährleisten”, sagt Hosseini. “Mit diesem Projekt zeigen wir, dass modularer Wohnungsbau nicht mehr als vorübergehende Lösung empfunden werden muss. Es handelt sich um vollwertige, dauerhafte Wohnungen, die dennoch flexibel genug für zukünftige Entwicklungen sind.” Das gesamte Projekt wird im vierten Quartal 2026 fertiggestellt. 

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