Der Neubau von De Tuinen van Morgenstond in der Coevordenstraat in Den Haag ist unter anderem wegen des neuen UAV-GC-Ansatzes etwas Besonderes. Dadurch wird dem Bauherrn viel mehr Verantwortung und Haftung auferlegt als bei einer traditionellen Arbeitsmethode. Dies wirkt sich natürlich auf den Bauprozess aus.
"Ein positiver Einfluss", sagt Roy Huis in 't Veld, Realisierungs-/Umweltmanager bei Ufkes Apeldoorn, zufrieden. "UAV-GC steht für Uniform Administrative Values and Integrated Contracts und ist im Wohnungsbausektor relativ neu. Bei einem solchen Ansatz liegen die Haftung und die Verantwortung für den Entwurf eher beim Auftragnehmer, der zu diesem Zweck einen Architekten auswählt. In diesem Fall entschied sich das Baukonsortium, bestehend aus den VolkerWessels-Tochtergesellschaften Ufkes, IBB Kondor und Loostad Vastgoedontwikkeling, für De Zwarte Hond". Dabei wird Fachwissen aus verschiedenen Bereichen eingebracht. Loostad ist zum Beispiel am Prozessmanagement beteiligt und die beiden anderen Parteien an der Ausführung, wobei die BIM-Koordination von Ufkes übernommen wird. Huis in 't Veld: "Der Bauherr Staedion hat im Voraus nur die Rahmenbedingungen und Anforderungen formuliert, die der Bau erfüllen muss. Wir als Bauherren müssen diese interpretieren und dafür sorgen, dass die Anforderungen im Rahmen des vereinbarten Preises realisiert werden. Auf diese Weise weiß der Auftraggeber genau, woran er ist."
Leistung demonstrieren
Huis in 't Veld: "Von der Entwurfsskizze bis zur Ausführungsplanung muss das Baukonsortium gegenüber Staedion immer wieder nachweisen, dass die Anforderungen tatsächlich erfüllt wurden." Und es scheint gut zu funktionieren, beide Parteien sind sehr zufrieden. "Schließlich haben wir alle das gleiche Interesse. Da wir auch die Wartung für 20 Jahre übernehmen, müssen wir alles im Voraus bedenken und die Gesamtkosten ständig im Auge behalten. Das bedeutet, dass wir uns Gedanken über die Bausysteme, die Materialisierung und so weiter machen müssen. Die Instandhaltung kostet Geld, deshalb wurden hier wartungsarme Materialien wie Kunststofffensterrahmen, Trittbleche und Schutzecken für die Lagerräume gewählt, um Schäden zu vermeiden." Die Tatsache, dass alles im Voraus in BIM ausgearbeitet wurde, passt perfekt zu diesem Ansatz. So stößt man schnell auf eventuelle 'Hick-Hacks'. Dieser proaktive Ansatz gefällt dem Realisierungsleiter. "Es ist eine professionelle Arbeitsweise mit viel Raum für eigenen Input und Kreativität."

Feierliche Fertigstellung von Block A Gärten von Morgenstond (Bild: Frank van der Burg)
Geschwindigkeit
Das Tempo der Bauarbeiten ist hoch. Alle drei bis vier Wochen wird ein kompletter Block mit etwa 50 Wohnungen geliefert. Um den Zeitplan einzuhalten, werden jeden Tag zwei Wohnungen fertiggestellt. Dies ist möglich, weil vier der fünf Blöcke identisch sind und sich nur Block A mit etwas kleineren Wohnungen von den anderen unterscheidet. Dank dieser Wiederholungen erwies sich der Tunnelbau als rentabel. Das Tunnelsystem in Kombination mit Holzrahmenfassaden, einschließlich Rahmen, ermöglicht einen reibungslosen Bauablauf. Die Trennwände und Böden bestehen aus Ortbeton, während die Holzrahmenfassaden mit Mauerwerk kombiniert sind. Huis in 't Veld: "Die Tatsache, dass wir zuerst alles virtuell geplant haben und erst dann mit dem Bau begonnen haben, spart viel Zeit. Hier arbeiten alle Rädchen ineinander. Wenn es Probleme gibt, die den Prozess verzögern, kann das sehr viel Geld kosten. Man muss also alles im Griff haben. Timing und Planung sind extrem wichtig."
Stolz
Der Bauleiter findet, dass es ein schönes Projekt ist, bei dem relativ einfache Materialien verwendet werden. Dabei gibt das Mauerwerk in Kombination mit Beton ein schönes Aussehen. Huis in 't Veld ist daher stolz, "dass ich dieses Projekt betreuen darf. Und stolz auf das gesamte Team, denn ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen."