Bei der Umwandlung der Sterpassage in Rijswijk in das Wohngebiet The Orchard geht es um mehr als nur Größe und Technik. Bei dem Projekt mit 509 Wohnungen, 3.000 Quadratmetern Einzelhandel, über 200 Parkplätzen und begleitenden Installationen steht ein Prinzip im Mittelpunkt: Alle Beteiligten gehen den ganzen Weg gemeinsam. Für Bemar, eine Tochtergesellschaft von Interduct, den Bauträger 3W und den Bauunternehmer und Nachhaltigkeitsexperten ERA Contour ist dies ein bewusster Ansatz.
Bei The Orchard haben sich die ausführenden Parteien bereits in einem frühen Stadium an den Tisch gesetzt. Für Bemar begann dieser Prozess bereits im Jahr 2021. “Von den ersten Plänen an planen wir mit, wie die Anlagen am besten in das Gebäude passen”, sagt Louis Nijssen, leitender Ingenieur bei Bemar. “Dann kann man das Design wirklich beeinflussen.” Laut Jurgen Weerdenburg, Direktor von ERA Contour, ist diese frühe Einbindung kein Zufall. “Wir entscheiden uns bewusst dafür, mit festen Partnern zu arbeiten und sie frühzeitig einzubeziehen. So kann man auf Qualität, Herstellbarkeit und Kosten Einfluss nehmen.” Auf diese Weise werden Entscheidungen auch gemeinsam getroffen und vom gesamten Bauteam mitgetragen.

“Die Stärke dieses Projekts liegt darin, den vorhandenen Raum besser zu nutzen”, sagt Projektleiterin Milly van Oers vom Bauträger 3W. Dieser Ehrgeiz ist die Grundlage für ein Projekt, das viele Disziplinen zusammenführt. “Wir gehen selbst ein Risiko ein und sind mit vollem Einsatz dabei”, sagt Van Oers. “Das erwarten wir auch von den Parteien, mit denen wir zusammenarbeiten.” In dieser Haltung erkennen sich sowohl das Bauunternehmen ERA Contour als auch der Lüftungsspezialist Bemar nur allzu gut wieder. “Wenn man gemeinsam etwas Gutes schaffen will, muss man es auch gemeinsam tun”, sagt Nijssen.
Die Art der Zusammenarbeit unterscheidet sich von herkömmlichen Projekten, bei denen die Parteien hauptsächlich auf der Grundlage ihres eigenen Vertrags arbeiten. Hier liegt der Schwerpunkt auf der gemeinsamen Verantwortung. “Wir arbeiten nicht mehr hierarchisch, sondern wirklich gemeinsam”, sagt Weerdenburg. “Man fühlt sich gemeinsam für das Endergebnis verantwortlich.” Wesley Teunisse, Leiter der Realisierungsabteilung bei ERA Contour, sieht dies auch in der Praxis. “Man beginnt gemeinsam mit den ersten Skizzen und arbeitet sich vom Groben zum Feinen vor. So vermeidet man, dass man später Dinge korrigieren muss.”

Dieses gemeinsame Verantwortungsbewusstsein spiegelt sich in der Art und Weise wider, wie die Parteien miteinander umgehen. Probleme werden gemeinsam angegangen. “Wenn etwas auftaucht, schaut man gemeinsam, wie man es lösen kann”, sagt Nijssen. “Nicht auf der Grundlage eines Vertrags, sondern ausgehend von der Frage: Was ist hier die beste Lösung?” Diese Einstellung deckt sich mit dem, was Van Oers im Sinn hat. “Im Bauteam merkt man schnell, dass alle Parteien ihr Wissen einbringen. Das macht den Unterschied aus, wie schnell man schalten kann und wie gut die Dinge zusammenpassen.”
Laut Teunisse liefert diese Arbeitsweise auch konkrete Ergebnisse. “Man bekommt den Prozess besser in den Griff. Weil man sich frühzeitig abstimmt, vermeidet man Fehler und Unklarheiten bei der Umsetzung. Man teilt Wissen, koordiniert sich besser und lernt sich immer besser kennen. Das macht die Arbeit effizienter und auch angenehmer.”
Für ERA Contour, Interduct und Bemar ist ihre langjährige projektübergreifende Zusammenarbeit mit dieser Arbeitsweise verwoben. Bei mehreren Projekten arbeiten verschiedene Tochtergesellschaften von Interduct als Co-Macher mit festen Partnern zusammen. Der Obstgarten zeigt, was dabei herauskommt. Ein Projekt, das dank eines Prozesses, bei dem sich die Parteien gegenseitig verstärken, technisch bis ins letzte Detail ausgereift ist.
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