Am Rembrandtweg in Ridderkerk erhält ein bestehender Wohnkomplex eine neue Zukunft. Auf dem erhaltenen Sockel von vier ehemaligen Wohnblöcken mit Laubengängen realisiert das Baukonsortium BIK Bouw/Giesbers Bouw im Auftrag der Wohnungsbaugesellschaft Wooncompas 102 neue Sozialmietwohnungen. Der Entwurf von HA-HA Architecten verbindet nachhaltigen Wohnungsbau mit innovativen Bautechniken: Der gesamte Rohbau wird aus massivem Brettsperrholz (CLT) ausgeführt. Dieses Abriss-Neubau-Projekt zeigt, wie bestehende Strukturen im Rahmen einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung wiederverwendet werden können. Durch die Erhaltung des bestehenden Sockelbaus und der Abstellräume wird Materialverschwendung vermieden und eine effiziente Grundlage für die neuen Wohngebäude geschaffen.

Die Entscheidung für CLT erfordert einen anderen Ansatz in der Haustechnik. Das Interduct-Unternehmen VentilatieService sorgt als fester Partner von BIK Bouw für das komplette Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung (WRG). Jede Wohnung wird mit einer individuellen Zehnder E300-Einheit ausgestattet, die auf Basis von CO₂- und Feuchtigkeitssensoren gesteuert wird, um ein gesundes und energieeffizientes Raumklima zu gewährleisten.
Bei Holzbauprojekten werden Aussparungen in tragenden Bauteilen auf ein Minimum beschränkt, um die Festigkeit und Stabilität des Holzes zu gewährleisten. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Planung der Haustechnik. Die Lüftungsschächte sind daher großzügiger dimensioniert und die Luftkanäle sorgfältig in die bauliche Gestaltung integriert.


Ein wichtiger Grundsatz des Projekts ist die weitgehende Vorfertigung. VentilatieService war bereits in der Planungsphase eingebunden und erarbeitete gemeinsam mit den anderen Beteiligten den Anlagenentwurf in einer BIM-Umgebung. Auch die vorgefertigten Badezimmer wurden vollständig im Werk vorbereitet, einschließlich der Lüftungskanäle und Ventile.
Dank dieses ganzheitlichen Ansatzes konnten die Anlagen auf der Baustelle größtenteils nach dem Plug-and-Play-Prinzip angeschlossen werden. Dies verkürzt die Bauzeit erheblich, erhöht die Qualität und verringert die Abhängigkeit von den Wetterbedingungen während der Ausführung.
Das Projekt am Rembrandtweg veranschaulicht, wie sich Stadtplanung, Holzbau und Haustechnik gegenseitig ergänzen. Die Kombination aus kreislauforientierter Wiederverwendung, industriellem Bauen und frühzeitiger Zusammenarbeit zwischen Architekt, Bauunternehmer und Installateur führt zu einer nachhaltigen Wohnsiedlung, die dem wachsenden Bedarf an bezahlbarem und zukunftssicherem Wohnraum gerecht wird.
Sowohl für Bau- als auch für Installationspartner bietet dieser Ansatz einen Leitfaden für künftige innerstädtische Sanierungsprojekte, bei denen Schnelligkeit, Nachhaltigkeit und Qualität im Mittelpunkt stehen.