Große Glasfassaden, lange Fensterbänder und ein Gebäude, das Teil einer komplexen Bahnumgebung ist. Die Triebwagenhalle in Haarlem stellte hohe Anforderungen an die Aluminium-Außenfassaden. Mit rund 422 m² Schüco FWS 60-Vorhangfassaden und etwa 995 m² Schüco AWS/ADS 65-Fenstern leistete Lieftink Geveltechniek einen beachtlichen Beitrag. “Die Technik spielte dabei eine wichtige Rolle, aber mindestens ebenso entscheidend für den Erfolg des Projekts war die Zusammenarbeit”, sagt der technische Leiter Tom van Dorp.
Bereits in der Leistungsbeschreibung waren die Systeme von Schüco vorgeschrieben. Auf diese Weise kam Lieftink Geveltechniek ins Spiel. “Wir wurden fast sofort in das Bauteam eingebunden”, blickt Van Dorp zurück. Diese frühzeitige Einbindung erwies sich als wertvoll, denn das Projekt barg einige Herausforderungen. “Die größte Herausforderung war hier doch wohl der verfügbare Platz – oder besser gesagt: der Mangel daran”, bemerkt Van Dorp. “Es war ein großes Puzzle, alle verschiedenen Gewerke bei einem so großen Projekt unter einen Hut zu bringen. Der straffe Zeitplan übte dabei zusätzlichen Druck auf das Projekt aus.”

Laut Van Dorp wurde bei diesem Projekt bereits in der Planungsphase der entscheidende Unterschied gemacht. “Wir haben aktiv an der Detailplanung, den verschiedenen Anschlüssen und vor allem auch an der Umsetzbarkeit auf der Baustelle mitgewirkt. Nicht nur die Qualität der Schüco-Systeme stand im Mittelpunkt. Auch innerhalb der Systeme wurde kontinuierlich nach der höchstmöglichen Qualität bei Ausführung und Detailplanung gesucht. Das Augenmerk lag beispielsweise auf den Anschlüssen innerhalb des Rahmensystems sowie auf der Wind- und Wasserdichtigkeit. Auch die Verbindung zwischen Tragwerk, Blechkonstruktion und Fassade erforderte regelmäßig Maßarbeit und intensive Absprachen.”

Die Komplexität lag nicht nur in der Fassade selbst. Auch bei der Ausführung war der Umfang größer als üblich. Um den Auftraggeber und den Generalunternehmer Visser & Smit Bouw zu entlasten, übernahm Lieftink Geveltechniek neben den Fassadensystemen auch Arbeiten, die normalerweise an andere Unternehmen vergeben werden. “So haben wir unter anderem die Folien geliefert und angebracht, und ein relativ großer Teil der Montagearbeiten war Teil unseres Leistungsumfangs. Dadurch konnte die Anzahl der Subunternehmer auf der Baustelle begrenzt werden. Ein ausdrücklicher Wunsch des Bauunternehmers. BIM war für dieses Projekt daher aufgrund der vielen Schnittstellen zwischen unseren Fassaden und den Tätigkeiten der anderen Beteiligten von enormer Bedeutung.”

Die gute Zusammenarbeit mit dem Bauunternehmer hat maßgeblich zum Erfolg des Projekts beigetragen, meint Van Dorp. “Durch die intensive Abstimmung konnten technische und bauliche Herausforderungen gemeinsam gelöst werden. Das war besonders wichtig, da die Bedingungen auf der Baustelle nicht immer ideal waren und wir nicht immer zum gewünschten Zeitpunkt Zugang hatten. Dann ist es entscheidend, flexibel zu bleiben, vorausschauend zu handeln und als Baupartner gut miteinander auszukommen. Das ist hier mehr als gut gelungen, und das Ergebnis kann sich sehen lassen.”