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Das beengte Baugrundstück in Oostenburg erfordert klare Entscheidungen
Jeder Block hat seinen eigenen Charakter.

Das beengte Baugrundstück in Oostenburg erfordert klare Entscheidungen

Sieben Gebäude, neun Fassaden, fast keine Baustelle

Sieben aneinander gereihte Gebäude, jedes mit einer eigenen Fassade, auf einem Grundstück mit kaum Bauraum. Das Projekt „De Oosterlingen“ auf der Amsterdamer Insel Oostenburg erforderte klare Entscheidungen bei der Umsetzung. Eine Entscheidung war für den Generalunternehmer Vink Bouw neu: Die gesamten Betonarbeiten für vier Blöcke wurden erstmals vollständig an Subunternehmer vergeben.

“Wir wurden vom Bauträger De Oosterlingen BV angesprochen”, erzählt Projektleiter Marco van de Rotten von Vink Bouw. “Ab dem endgültigen Entwurf wurden wir in das Bauteam aufgenommen, brachten unser technisches Know-how ein und arbeiteten den Plan zu einem finanziell realisierbaren Projekt aus.” Dabei entschied man sich für einen neuen Ansatz bei den Betonarbeiten: Casco Bouw übernahm alles, einschließlich Beton, Bewehrung und Schalung. “Wir haben uns für einen spezialisierten Partner entschieden, um auch auf dessen Fachwissen zurückgreifen zu können.” Es war die erste Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen, und sie verlief sehr gut.

Sieben Gebäude, ebenso viele Fassaden

Was die Abmessungen angeht, ist „De Oosterlingen“ ein für Vink Bouw typisches Projekt, doch die Umsetzung war alles andere als gewöhnlich. Die Gebäude stehen direkt nebeneinander und teilen sich gemeinsame Innenräume. Jeder Block erhielt eine eigene Fassade, meist unter Anwendung einer neuen Bauweise. Ein Block verfügt beispielsweise über eine Außenfassade aus gestampftem Lehm. Ein Lehm-Spezialist stampfte die Lehmschichten in Stahlrahmen. Diese vorgefertigten Blöcke wurden auf der Baustelle gestapelt und an die innere Fassadenwand sowie den Rohbau angebunden.

Block 6 wurde mit Mauerwerk ohne Mörtel errichtet, dem Trockenbau-System von Dry-stack. Steine aus Restposten werden im Werk mit Löchern versehen und mit Kunststoffgittern (‘Gitterrahmen’) trocken gestapelt. “Der große Vorteil ist, dass es demontierbar ist.” Block 1 hat eine Fassade aus teilweise wiederverwendetem Holz, das aus alten Anlegepfählen der Holzart Basralocus gesägt wurde.

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Eine Außenfassade wurde aus gestampftem Lehm errichtet.

Die Zahl sieben ist noch nicht alles. Die Innenfassaden des Atriums erhalten eine verputzte Fassade. Und die vom Landschaftsarchitekten entworfenen Gründächer sind bereits das neunte Projekt für Vink Bouw. “Für jede Fassade hatten wir jeweils andere Spezialisten. Das macht die Abstimmung besonders kompliziert, aber auch besonders schön, wenn es dann klappt.”

Bauen auf engstem Raum

Die größte Herausforderung lag in der Logistik, wie so oft in Amsterdam. “Die Baustelle war praktisch nicht vorhanden.” Vink Bouw begann mit dem Rohbau der Blöcke 6 und 7 mittels einer Tunnelschalung, als noch Platz für die großen Baumaschinen vorhanden war. Die Blöcke 3, 4 und 5 wurden in Fertigbauweise mit Just-in-Time-Lieferung ausgeführt. So blieb der beengte Platz bearbeitbar.  

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