Das Verkehrsaufkommen rund um Arnheim nimmt seit Jahren zu. Um den Verkehrsfluss in der Region zu verbessern, arbeiten der Staat und die Provinz Gelderland an dem umfangreichen Infrastrukturprojekt ViA15. Dieses Projekt umfasst die Verlängerung der A15 bis zur A12 sowie den Ausbau der A15. Franki Grondtechnieken wurde beauftragt, an verschiedenen Standorten die Fundamentpfähle zu setzen. Damit legt das Unternehmen den Grundstein für die künftigen Ingenieurbauwerke und Straßen.
Obwohl der eigentliche Bau der neuen Infrastruktur noch nicht begonnen hat, laufen die Vorbereitungsarbeiten inzwischen auf Hochtouren. Im Rahmen des Projekts werden verschiedene Ingenieurbauwerke errichtet, darunter Viadukte, Eisenbahnbrücken und unterirdische Straßenkonstruktionen. Außerdem wurden an der N810 zwei provisorische Baubrücken errichtet, die Teil einer Baustraße zwischen der A12 und dem Pannerdensch-Kanal sind. Auftraggeber ist Rijkswaterstaat, während die Ausführung in den Händen des Konsortiums GelreGroen liegt, einer Kooperation aus Dura Vermeer, BESIX, HOCHTIEF, Van Oord und John Laing.

Für die Fundamentarbeiten an verschiedenen Bauwerken wurde Franki Grondtechnieken beauftragt. Das Unternehmen errichtet an unterschiedlichen Standorten Fundamente und setzt dabei je nach Bodenaufbau und den spezifischen Anforderungen des Entwurfs verschiedene Techniken ein. Laut Giany Sahertian, Projektleiter bei Franki, liegt genau darin die Stärke des Unternehmens. “Als Teil der internationalen Franki Foundations Group verfügen wir über ein breites Spektrum an Fundamenttechniken, spezialisierte Mitarbeiter und internationale Expertise. Dadurch kann für jeden Standort die am besten geeignete Lösung ausgewählt werden.”
Für eines der ersten Bauwerke im Rahmen von ViA15, die sogenannte Pergola-Konstruktion, hat Franki über hundert Rohrschraubpfähle mit einem Durchmesser von 650 mm eingebaut. Diese Konstruktion ist Teil der Zufahrtsbrücken zu einer künftigen Brücke und bildet eine erhöhte Tragkonstruktion für die neue Bundesstraße. Die Fundamentarbeiten sind ein wichtiger Meilenstein in der Projektplanung. Erst nachdem die Fundamente errichtet sind, können die Folgearbeiten an Brücken, Viadukten und anderen Bauwerken beginnen. Sahertian: “Wir errichten die Fundamentpfähle, auf denen die Konstruktionen letztendlich gebaut werden. Damit legen wir buchstäblich den Grundstein für alle Bauwerke auf der Strecke.” Dabei gelten immer zwei wichtige Fristen. “Der Tag, an dem wir beginnen dürfen, und der Tag, an dem wir fertig sein müssen. Der Rest des Projekts baut auf unserer Arbeit auf. Die Einhaltung des Zeitplans ist daher unerlässlich.”
Eine weitere eingesetzte Technik betrifft verschraubte Stahlrohrpfähle mit Mörtelinjektion. Diese Arbeiten fanden in unmittelbarer Nähe der Betuweroute statt und mussten während einer vierwöchigen Sperrung der Bahnstrecke durchgeführt werden. Aufgrund der begrenzten verfügbaren Zeit wurde mit Kandt BV und Molhoek zusammengearbeitet. Dadurch konnten vier Fundamentiermaschinen gleichzeitig eingesetzt werden. “Die Bedingungen waren anspruchsvoll”, so Sahertian. “Wir arbeiteten unter Hochspannungsleitungen, weshalb Maschinen mit einer begrenzten Arbeitshöhe von maximal sechzehn Metern erforderlich waren. Dank der Zusammenarbeit konnten wir die Arbeiten innerhalb der verfügbaren Sperrzeit durchführen.”

Darüber hinaus setzt Franki im Rahmen des ViA15-Projekts Pfähle mit großem Durchmesser (800 mm) ein. Diese Technik wird im Ausland häufig angewendet, ist in den Niederlanden jedoch noch relativ unbekannt. “Da wir Teil einer belgischen Unternehmensgruppe sind, verfügen wir über das erforderliche Wissen und die Erfahrung, um auch diese Technik erfolgreich anzuwenden. Für die Ausführung arbeiten wir mit einem spezialisierten belgischen Team zusammen.”
Auch die kommenden Phasen des Projekts erfordern maßgeschneiderte Lösungen. In diesem Sommer beginnt Franki mit dem Einbau von erdverdrängenden Schraubpfählen mit verlorener Spitze und Injektionsmörtel. Diese Fundamenttechnik bietet verschiedene Vorteile. Die Ausführung ist nahezu vibrationsfrei und geräuscharm, während die Menge des anfallenden Aushubs begrenzt bleibt. Zudem eignet sich das Verfahren gut für die relativ festen Sandböden, die an einigen Abschnitten der Trasse vorkommen.
Für Franki ist ViA15 ein Projekt, bei dem sowohl technische Vielfalt als auch Zusammenarbeit im Mittelpunkt stehen. “Das Schöne an diesem Projekt ist, dass wir verschiedene Fundamenttechniken innerhalb eines einzigen integralen Bauvorhabens einsetzen können”, erklärt Sahertian. “Außerdem verläuft die Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Parteien hervorragend. Es findet ein intensiver Austausch statt, und jeder weiß, womit sich die anderen Fachbereiche beschäftigen.”