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Das Dok Amsterdam: Prefab, wo Prefab sein soll

Het Dok Amsterdam: Fertighaus, wo Fertighaus sein soll

Am TT Vasumweg in Amsterdam sind sie nicht zu übersehen: die drei imposanten Wohntürme, die zusammen "Het Dok" bilden. Die Fertigteilelemente für dieses auffällige Projekt stammen von Best in Brabant: Bestcon produzierte die Elemente im Auftrag von Van Wijnen Amsterdam. Ein Interview mit Projektbüroleiter Jeroen van Helvoirt, der sowohl an der Vorbereitung als auch an der Ausführung dieses Projekts beteiligt war.

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Bestcon60 bietet völlige Freiheit bei der Installationsanordnung.

"Für Bestcon war dies ein mehr als einzigartiges Projekt", leitet Van Helvoirt das Gespräch ein. "Für uns ist das Dok ein Paradebeispiel für die Leistungsfähigkeit von Hochhäusern in Fertigbauweise. Die Einzigartigkeit des Bestcon60-Systems (die Entkopplung zwischen dem Bauwerk und den Installationen, Anm. d. Red.) garantiert enorm schnelle Bau- und Montagezeiten. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass dies für den Bauherrn sehr attraktiv ist.

Fairer Vergleich

Van Helvoirt erklärt, dass die gewählte Bauweise zunächst einmal teurer ist als die traditionelle Bauweise. "Aber wenn man einen fairen Kostenvergleich auf der Baustelle anstellt, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass die Fertigbauweise vorteilhafter ist. Eine gute Zusammenarbeit und Kommunikation mit dem Kunden ist entscheidend. Das Projekt (bei dem auch Hibex-Sandwichelemente gewählt wurden) wurde komplett ohne Gerüst gebaut. Das muss man sich als Bauherr schon trauen. Aber wir haben vom ersten Moment an unser Vertrauen ineinander und zueinander ausgedrückt. Als Fertigteilhersteller saßen wir schon früh mit am Tisch. Wir konnten Ideen einbringen und unvoreingenommen die besten Lösungen vorschlagen. Das gegenseitige Vertrauen in die Kompetenz des anderen ist unabdingbar. Het Dok wurde nach einer blitzschnellen Montagezeit geliefert, in der wir mit zwei Montageteams unseres Montagepartners Gejamont zusammenarbeiteten. Jede Woche ein neues Stockwerk auf jedem Turm; man konnte das Gebäude aus dem Boden schießen sehen."

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Das Dock ist ein Paradebeispiel für die Leistungsfähigkeit von Hochhäusern in Fertigbauweise.

Hervorstehende Fassaden: die Verschiebungen

Das Dok war mit vielen Herausforderungen verbunden, unter anderem mit seinem auffälligen Design. Van Helvoirt nennt als Beispiel die auskragenden Fassaden/Verschiebungen. "Die Türme erhalten ihr markantes Aussehen durch die um etwa anderthalb Meter versetzten Höhenlagen. Das bedeutete für uns eine Herausforderung bei einer Geschosshöhe von mehr als neun Metern. Wir haben das gelöst, indem wir eine provisorische Struktur von der Innenseite des Gebäudes aus gebaut haben. So konnten wir die Elemente abstützen. Im architektonischen Bild der Türme sind die Verschiebungen auch durch die Drehung der Mosaike der Fassaden sowie durch die Farben der verwendeten Ziegel deutlich sichtbar.

Lagerzentrum

Auch der Standort selbst bereitete einige Kopfschmerzen. "Aber auch das haben wir überwunden", erklärt Van Helvoirt. "Wir mussten die Staus auf der A2 vermeiden. Der Vorteil der Fertigbauweise liegt in der Schnelligkeit, denn Verzögerungen durch den dichten Verkehr sind ausgeschlossen. Van Wijnen hat in der Nähe der Baustelle einen 'Hub' eingerichtet, wo wir unsere Elemente lagern konnten. Diese Drehscheibe hat hervorragend funktioniert und wir werden sie als Idee für künftige Projekte übernehmen!

Wohnungsknappheit

Van Helvoirt blickt auf ein intensives Projekt zurück. "Für Bestcon war es ein beeindruckendes, aber auch lehrreiches Projekt, bei dem wir immer wieder bestätigt bekamen, dass wir das tun, was wir gut können, und dass wir darin immer besser werden." Für die Zukunft sieht er viele weitere Projekte dieser Art voraus. "Wir haben in unserem Land einen enormen Wohnungsmangel. Wir sehen auch, dass 'Bauarbeiter' rar sind und Bauplätze immer schwieriger zu bekommen sind. Ohne als 'wir von WC-Eend empfehlen WC-Eend' rüberkommen zu wollen, wage ich zu behaupten, dass dem Hochhausbau die Zukunft gehört und Vorfertigung die Lösung ist. Gerüstloses Bauen ist der letzte Schritt, den wir machen können. Wir können das große nationale Problem der Wohnungsknappheit sicherlich nicht in ein, zwei, drei Tagen lösen, aber mit vorgefertigten Hochhäusern machen wir definitiv einen Schritt in die richtige Richtung!  

Mehr als 70 Meter

Van Helvoirt begründet die Tatsache, dass mehrere Auftraggeber dasselbe Gefühl haben, mit den Aufträgen, die Bestcon bereits im Portfolio hat: "Ich würde das Grote Beer Alexandrium erwähnen, ein Wohnhochhaus mit 193 Wohnungen. Oder Hof 36 in Leiden, wo ein Hochhauskomplex mit etwa 440 Wohnungen entsteht. Wir dachten, wir hätten mit Het Dok am TT Vasumweg das größte gebaut, aber diese beiden sind schon wieder größer." Auf die Frage, ob Bestcon mit Fertigteilen höher als 70 Meter gehen könnte, antwortet er mit einem Lächeln. "Das untersuchen wir gerade, an der TU in Eindhoven werden Tests durchgeführt." Und dann mit einem Augenzwinkern: "Habe ich denn schon erwähnt, dass Hochhäusern die Zukunft gehört und Fertigteile die Lösung sind?" 

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