“Das Gilde Vakcollege Techniek blickt auf eine reiche Geschichte zurück, und das wollten wir auch in unserem neuen Gebäude widerspiegeln. Hier lebt und atmet die Technik.” So beschreibt Krijn Redert, Direktor der Schule, das brandneue Bildungsgebäude in Gorinchem. Was mit der Vision begann, die technische Ausbildung auf ein höheres Niveau zu heben, mündete in ein robustes und inspirierendes Gebäude. Wir sprechen mit dem Beratungs- und Baumanagementbüro HEVO und dem Gilde Vakcollege über die Entstehung dieses beeindruckenden Neubauprojekts.

HEVO, Experte für Bildungsimmobilien, wurde 2019 in dieses Projekt eingebunden. “Wir begannen mit einer Machbarkeitsstudie, einem Anforderungskatalog und Inspirationsbesuchen bei anderen Schulen”, erzählt Winifred van den Bosch, Geschäftsführerin von HEVO. “Anschließend begleiteten wir das Projektmanagement während des Entwurfs- und Realisierungsprozesses.” Die Notwendigkeit eines Neubaus für das Gilde Vakcollege wurde schnell deutlich. “Das alte Gebäude entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen”, sagt Redert. “Die Praxisräume waren zu klein, und eine Erweiterung erwies sich als finanziell nicht machbar. Die Gemeinde setzte daher voll und ganz auf einen Neubau.”
“Das Ziel dieses Neubaus ist es, der Technik mehr denn je ein Gesicht zu geben”, betont Redert. “Gemeinsam mit der Gemeinde, der Wirtschaft und unserer Stiftung haben wir diesen Neubau ermöglicht.” Van den Bosch ergänzt: “HEVO verfügt über viel Erfahrung im Bereich Bildungsimmobilien. In den Niederlanden sehen wir, dass es dem VMBO schwerfällt, technische Ausbildungsgänge am Leben zu erhalten. Dem Gilde Vakcollege gelingt das hingegen sehr gut. Das ist wirklich einzigartig. Deshalb verdient es auch einen nachhaltigen, modernen, neuen Standort.”
Das neue Gebäude, entworfen von De Zwarte Hond, strahlt handwerkliches Können aus. “Die Sheddächer verleihen dem Gebäude einen industriellen Charakter, doch durch den großzügigen Einsatz von Holz wirkt es gleichzeitig warm und einladend”, erklärt Mark van Straten, Projektmanager bei HEVO. “Die Eichenholztreppen, die im gesamten Gebäude sichtbaren Installationen und die große Aula sind echte Blickfänge.” Redert fügt hinzu: “Das Gilde ist wirklich eine Gemeinschaft, eine Art Dorf, in dem sich alle kennen. Dieses Gefühl haben wir im neuen Gebäude schön wiedergegeben. Die Holzdetails strahlen viel Wärme aus.” Die Schule hat sich bewusst für einen Entwurf entschieden, der die Technik in den Mittelpunkt rückt. “Technik ist oft verborgen, aber hier darf sie sichtbar sein. Diese Idee wird sogar wörtlich genommen: So haben wir Aufkleber angefertigt, die über den Installationen angebracht sind, um zu zeigen, was sich im Inneren befindet. Das nennen wir Stolz auf die Technik!” Zudem ist das Gebäude mit 1.200 Solarmodulen auf dem Dach vollständig energieneutral. Das macht es nicht nur zu einer technischen Meisterleistung, sondern auch zu einer nachhaltigen Entscheidung.

Das Ergebnis ist ein Gebäude, auf das alle Beteiligten zu Recht stolz sind. “Der gesamte Prozess war ein Zusammenspiel”, betont Van den Bosch. “Jeder hat sein Fachwissen eingebracht.” Redert ergänzt: “Wir als Schule haben wirklich unser Herzblut hineingesteckt. Ich bin sehr stolz auf den gesamten Prozess – es war wirklich ein Team, das gemeinsam etwas Schönes schaffen wollte. Die Erfahrung von HEVO mit solchen Bildungsprojekten war ebenfalls sehr positiv. HEVO sorgte dafür, dass die Zuständigkeiten aller Beteiligten klar waren, und so haben wir ein großartiges Ergebnis erzielt.” Die Begeisterung der Schule wirkte laut Van den Bosch ansteckend: “Diese Leidenschaft für Technik war in jeder Phase des Prozesses spürbar.”
Das Gilde Vakcollege Techniek ist mehr als nur eine Schule; es ist ein technisches Zentrum für die Region. “Unsere Schüler kommen aus einem weitläufigen Einzugsgebiet, von Rotterdam bis Tiel”, erzählt Redert. “Wir bilden Fachkräfte aus, die von kleinen und mittleren Unternehmen dringend benötigt werden.” Das neue Gebäude ist zudem multifunktional: Unternehmen bieten dort abends Kurse an, und die Zusammenarbeit mit anderen Bildungseinrichtungen auf dem Campus wird gefördert. Darüber hinaus ist die Schule einzigartig darin, dass Technik in jedem Winkel sichtbar ist. ’Das Gebäude strahlt handwerkliches Können aus“, sagt Van den Bosch. ”Von den sichtbaren Installationen bis hin zu den warmen Materialien: Alles strahlt Technik aus. Das inspiriert sowohl die Schüler als auch die Unternehmen, die mit der Schule zusammenarbeiten.“ Er sieht eine inspirierende Zukunft: ”Dieses Gebäude zeigt, was möglich ist, wenn man der Technik Raum gibt. Es ist ein Vorbild für andere Schulen.“ Redert hofft, dass der Neubau auch andere in der Region inspiriert: ”Es ist ein Leuchtturm für die Technik, und genau das braucht unsere Branche.“