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Erfgooiersstraat | Hilversum

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Erfgooiersstraat Hilversum: Sozialer Wohnungsbau im Konzept architektonisch und nachhaltig gestaltet

Hilversum Noord ist ein Viertel mit einem großen Bestand an kleinen, preiswerten Mietwohnungen am Rande der Gooi-Heide. 138 Vorbauwohnungen der Wohnungsbaugesellschaft De Alliantie um und an der Erfgooiersstraat werden derzeit durch neue, auf das Viertel zugeschnittene und möglichst nachhaltige Blöcke ersetzt. "Ein zukunftssicherer Ersatz im Dienste der Bewohner, auch was die Energiewende betrifft", sagt De Alliantie-Projektleiter Jelle de Jong.

Die 166 Neubauwohnungen im Außenbereich von Hilversum-Nord richten sich an eine breite Zielgruppe, von Neueinsteigern auf dem Wohnungsmarkt bis hin zu Umsteigern, von Familien bis hin zu Ein- und Zweipersonenhaushalten. Die Wohnungen sind in fünf Blöcke unterteilt, die eine Backsteinfassade mit vertikaler Gliederung haben werden. Das Projekt wird in zwei Phasen realisiert. Die bereits belegte Phase 1, die im Dezember 2018 geliefert wurde, umfasst einen Häuserblock an der Dasselaarstraat mit 26 Wohnungen und einen Block an der Erfgooiersstraat mit 46 Wohnungen. In Phase 2 (Realisierungsbeginn 2019) werden der Block an der Verschurestraat (42 Wohnungen) und zwei Blöcke (2×26 Wohnungen) an der Van Dijkstraat geliefert. Die Wohnungen in den oberen Stockwerken sind mit dem Aufzug erreichbar, haben einen eigenen Balkon und einen eigenen Abstellraum im Gebäude. Die Wohnungen im Erdgeschoss haben einen eigenen Garten mit Abstellraum. 

Erfgooiersstraat

Gebäudekonzept Trient
Das Trento-Konzept von Nijhuis Bouw, mit einer Variante für gestapelte Bauweise, setzt die Wünsche der auftraggebenden Wohnungsbaugesellschaft in die Tat um. Das Projekt ist in einem Design & Build-Vertrag festgehalten, bei dem das Architekturbüro DVDP als Berater mitwirkt. "Dies ermöglicht es dem Auftragnehmer, die Aufgabenstellung und den Entwurf auf seine Weise zu gestalten", sagt De Jong. "Das Trento-Konzept bietet große architektonische Freiheiten und geht von sich wiederholenden Komponenten aus.  sagt Nijhuis-Projektleiter Patrick Zweekhorst. "Dazu gehören ein Rohbau aus Betonfertigteilen und vorgespannte Balkonböden sowie die Wiederholung von Prozessen mit festen Partnern, in diesem Fall siebzehn an der Zahl. Die Individualisierung orientiert sich an den spezifischen Auftragsanforderungen, wie Niedertemperatur-Fußbodenheizung, Fensterrahmen aus Holz statt aus Kunststoff und verschiedene Nachhaltigkeitslösungen in den einzelnen Bauphasen."

Pellet-Ofen
Die erste Phase wurde mit einem regulären Gasanschluss und einer Zentralheizung realisiert; die übrigen Blöcke werden demnächst mit Biomasse beheizt, wofür eine Pelletheizung gebaut wird. De Jong: "Während des Vorbereitungsprozesses hat De Alliantie angedeutet, dass sie prüfen würde, ob es möglich ist, das Projekt noch nachhaltiger zu gestalten und ob es zum Beispiel gaslos sein könnte. Schließlich stellte sich heraus, dass ein vollständiger Anschluss an das Wärmenetz des Mediaparks - auf der anderen Seite der Bahnlinie - zum gewünschten Termin nicht möglich war. Wir haben einen guten Kompromiss gefunden. Die Allianz hat sich für diesen Weg entschieden, weil wir als Organisation von verschiedenen Lösungsmöglichkeiten lernen wollen. Wir wollen unserer Zielgruppe keine starren Lösungen aufzwingen. Die Wohnungen sind natürlich sehr gut isoliert, um den Energieverbrauch und die Nebenkosten so gering wie möglich zu halten. In allen Wohnungen wird elektrisch gekocht. Die Bewohner bemerken keinen Unterschied; selbst die Häuser der ersten Phase, die mit einem Niedertemperatursystem und übergroßen Rohrleitungen ausgestattet sind, können in Zukunft problemlos an die Biomasseanlage angeschlossen werden".

Beteiligte Anwohner
Aus dem Wunsch heraus, die städtebaulichen Merkmale in Bezug auf Größe und Fassadengestaltung zu erhalten, hat DVDP die Blöcke nach dem Vorbild der Dudok-Vorbauhäuser aus den 1950er Jahren gestaltet, mit hellem Mauerwerk, Fassadenornamenten und Innengalerien. Die Häuser sind flächenmäßig größer als die alten Vorbauhäuser. Die Fassadenelemente aus Betonfertigteilen verwenden die Ornamente der abgerissenen Etagenhäuser wieder. Dank der überdachten Fahrradabstellplätze können die umliegenden Straßen ihre Begrünung behalten, ein weiterer wichtiger ökologischer Wunsch. Die zurückkehrenden Mieter (etwa 30%) wurden umfassend in den Entwicklungsprozess einbezogen, etwa bei der Festlegung der Hausgrundrisse. Das Projekt ist nun für den Hilversumer Architekturpreis 2019 nominiert.

Erfgooiersstraat

Ausrichten
Die architektonische Anpassung war mit dem Trento-Konzept von Nijhuis möglich, das seinerseits viel von diesem Projekt gelernt hat. "Während des laufenden Prozesses wurden einige weitere Prinzipien geändert, zum Beispiel die Installation einer Fußbodenheizung anstelle von Heizkörpern", sagt Zweekhorst. "Damit haben wir in Trient die Flexibilität des konzeptionellen Bauens demonstriert. An der Hochhausvariante muss allerdings noch gefeilt werden. Bei diesem Projekt erwies es sich zum Beispiel als kompliziert, die Installation von Fußbodenheizung und vorgespannten Balkonen gleichzeitig durchzuführen; daraus lernen wir." De Jong: "Wünsche und Anforderungen in Einklang zu bringen, ist für einen Bauunternehmer, der konzeptionell baut, verständlicherweise schwierig. Vielleicht wird es bei zukünftigen Projekten möglich sein, PoRs und konzeptionelles Bauen noch besser aufeinander abzustimmen, basierend auf den Gesamtbetriebskosten."

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