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Runder Durchgang aus Spenderstahl und recyceltem Aluminium
Insgesamt wurden 450 m2 Aluminium mit einem Recyclinganteil von über 90 Prozent verwendet, unter anderem für den Vordachrand des Vordachs.

Runder Durchgang aus Spenderstahl und recyceltem Aluminium

Auf den ersten Blick scheint die Permit Post 90 in Schiphol ‘nur’ ein funktionaler Durchgang zu sein: ein Ort, an dem Fahrzeuge von der Landseite zur Luftseite kontrolliert werden. Doch hinter diesem scheinbar bescheidenen Durchgang verbirgt sich eine außergewöhnliche Geschichte. Eine Geschichte von kreisförmiger Bauweise und handwerklichem Können, bei der vorhandener Stahl und recyceltes Aluminium ein zweites Leben erhielten.

Der Passage Point 90 besteht aus zwei Gebäuden - einer Sicherheitsloge und einer Passausgabe - die beide unter einem großzügigen Vordach als architektonischer Blickfang platziert sind. “Wir als Vic Obdam wurden bereits in einem frühen Stadium engagiert, um bei diesem Projekt über die Verwendung von Spenderstahl nachzudenken”, sagt der Leiter des Projekts, Rick de Keijser. “Das hat sich als Volltreffer herausgestellt.”

Kreisförmiger Durchgang aus Spenderstahl und recyceltem Aluminium 1

Laboruntersuchungen

Ein Teil der Stahlkonstruktion der Überdachung stammt aus einer bestehenden Halle, die sich am selben Standort befand. Anstatt neuen Stahl zu bestellen, wurde die alte Konstruktion sorgfältig demontiert und eingelagert. Vic Obdam ging nicht von heute auf morgen vor. In einem externen Labor wurden umfangreiche Untersuchungen über die Qualität des Spenderstahls durchgeführt. “Wir von Vic Obdam haben die Schweißnähte, die einst von einer anderen Partei angebracht wurden, bewertet und sie, wo nötig, ersetzt, um eine vollständige Garantie zu geben”, sagt De Keijser.

Gründliche Aktualisierung

Der Spenderstahl wurde in der Werkstatt einer gründlichen Überarbeitung unterzogen. “Die bestehende Konservierung wurde entfernt, neue Kopf- und Fußplatten wurden aufgeschweißt und unnötige Verbindungen entfernt. Löcher wurden zugeschweißt, Schäden ausgebessert und wo nötig neuer Stahl hinzugefügt”, erklärt De Keijser. Ein weiteres nettes Detail ist, dass einige der Traversen aus der alten Situation als Traversen in der neuen Situation wiederverwendet wurden. Das Ergebnis: ein Bauwerk, das technisch und optisch den Anforderungen von heute entspricht, aber teilweise die Seele von gestern hat. Von den 150 Tonnen Stahl, die für das Projekt verwendet wurden, sind etwa 50 Prozent Spenderstahl. 

Runder Durchgang aus Spenderstahl und recyceltem Aluminium 2

Recyceltes Aluminium

Unter dem Vordach befinden sich die Sicherheitsloge und die Passierscheinausgabe. Auch hier verwendete Vic Obdam teilweise kreisförmigen Stahl, während das Tochterunternehmen Prince Cladding das Aluminium für den Vordachrand, die Rahmen, die Traufe und die Aluminiumverkleidung der Stirnwände lieferte. “Wir haben insgesamt 450 m2 Aluminium mit einem Recyclinganteil von mehr als 90 Prozent verarbeitet”, sagt Toon Korswagen, Projektleiter bei Prince Cladding-Obdam, stolz. “Die Paneele sind aus flachen Blechen gefertigt, wobei die Breite auf die verfügbaren Blechformate abgestimmt ist, um Materialverluste zu minimieren.”

Integrale Ausrichtung

Mutter- und Tochterunternehmen zogen bei Konstruktion, Fertigung und Montage an einem Strang. “Weil alle Disziplinen frühzeitig koordiniert wurden, konnten wir die Befestigungspunkte für die Aluminium-Vordachkanten direkt in die Stahlkonstruktion einarbeiten lassen”, nennt Korswagen ein Beispiel. “Das machte die Montage für uns zu einem ‘Kinderspiel’. Außerdem wurden die Vordachkante und die Blenden als intelligentes Aufhängesystem konzipiert, was ebenfalls eine schnelle und einfache Montage und mögliche spätere Demontage ermöglichte.”

Die frühe Einbindung ermöglichte es sowohl Vic Obdam als auch Prince Cladding, sich aktiv an der Detailplanung und Konstruktion zu beteiligen, so dass die Verwendung von Spenderstahl und recyceltem Aluminium wirklich möglich wurde. “Die Maximierung der Nutzung des verfügbaren Materials wurde fast zu einem Sport. Was ist vorhanden, und wie können wir es am besten nutzen? Das ist nicht der einfachste Weg, aber der zukunftssicherste”, so De Keijser abschließend.   

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