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Neubau als Abschluss des Gewerbegebiets Someren
Das Projekt aus der Vogelperspektive. (Bild: Foto Wijnen)

Neubau als Abschluss des Gewerbegebiets Someren

Fünf Hektar Grünfläche als Aushängeschild für die Zentrale von Nuva Keukens

Das neue Lager mit Büros und Ausstellungsraum des Küchenanbieters Nuva wird den Abschluss des Industriegebiets in Someren bilden. Das über 23.000 m² große Gebäude strebt die höchste BREEAM-Zertifizierung an, unter anderem dank eines fünf Hektar großen Landschaftsparks. Der Architekt Dennis van de Rijdt von Denkkamer beschreibt das Projekt, das als Erweiterungsanfrage begann.

Das Projekt hat eine lange Vorbereitungsphase hinter sich. Van de Rijdt: “Someren ist der Geburtsort von Nuva, das bereits einen Standort am Lage Akkerweg hatte. Das Unternehmen bat uns, die Möglichkeiten für eine Erweiterung zu prüfen, beispielsweise über den Laderampen. Doch schon bald kam man zu dem Schluss, dass hundert Arbeitsplätze mit den dazugehörigen Einrichtungen wenig Raum für zukünftiges Wachstum ließen.” Als das brachliegende Grundstück daneben verfügbar wurde, ergab sich eine neue Chance.
“Wir konnten alles, was wir über die zukünftige Nutzung gelernt hatten, in der neuen Situation umsetzen.”

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Das Gebäude ist fast fertig. (Bild: Basephotography)

Grün als Trägermaterial

Der Entwurf besteht aus zwei Teilen: Im hinteren Bereich, der an die bestehende Halle angeschlossen ist, befinden sich zwei neue Logistikhallen mit zusätzlicher Höhe. Diese sind über eine separate Zufahrt erreichbar, sodass Waren- und Besucherströme voneinander getrennt bleiben. An der Vorderseite befinden sich im Erdgeschoss die Ausstellungsräume, darüber liegen zwei Büroetagen. Zwischen der Halle und dem Bürogebäude zieht sich eine Grünfläche durch.

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An die Arbeit. (Bild: Basephotography)

Die Broekstraat wurde an ihrem vorderen Ende in Richtung Kanal verlegt.
Zwischen dem Industriegebiet und einem eingedeichten Kanal im Aa-Tal befand sich seit jeher eine feuchte Pufferzone. Van de Rijdt: “Wir sahen die Chance, das Industriegebiet hier städtebaulich abzuschließen und an der Vorderseite einen Landschaftspark und eine Klimapufferzone zu entwickeln, in die der Showroom und das Büro sozusagen eingebettet werden.” Im fünf Hektar großen Landschaftspark befindet sich auch die Regenwasserrückhaltung für das gesamte Bauvorhaben. Die Gemeinde hat sich sogar mit eigenem Grundbesitz in diesem Gebiet beteiligt. “So wandeln wir landwirtschaftliche Werte in Naturwerte um. Damit lösen wir unsere eigene Aufgabe der Regenwasserrückhaltung und schaffen gemeinsam mit der Gemeinde zusätzliche Pufferkapazität für das gesamte Gewerbegebiet.”

BREEAM „Ausgezeichnet”

Das Projekt erhält eine BREEAM-Zertifizierung der Stufe “Outstanding“. Van de Rijdt: „Wenn man ein solches Ziel in ein Projekt integrieren möchte, muss man sich schon früh umfassend damit auseinandersetzen und bereits in einer frühen Phase einen Ökologen hinzuziehen. In diesem Fall spielte zudem die Archäologie eine wichtige Rolle, und wir suchten schon früh nach einer Lösung für das Problem der Netzüberlastung. Das lösen wir mit einem eigenen Energiekonzept: Mit 5.000 Solarmodulen und zwei Batteriepaketen versorgen wir die gesamte vollelektrische Siedlung. Je besser man alle Hürden im Griff hat, die man überwinden muss,
”Je mehr man sich darauf einstellt, desto weniger wird man überrascht.“

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Die Fassade in Nahaufnahme. (Bild: Basephotography)

Mehr als nur Logistik

Denkkamer stellt oft die Frage: Was bringst du mit? Van de Rijdt: “Wie gestaltet man einen Ort zukunftsfähig und robust? Wie unterstützt man die Nutzer und was können wir darüber hinaus noch beitragen? In diesem Fall ist das ein großer Landschaftspark.” Das Ziel, die BREEAM-Bewertung „Outstanding“ zu erreichen, ist nicht nur eine Frage der Nachhaltigkeit.
“In erster Linie geht es meist um die betriebliche Abläufe, aber schnell geht es auch um die längerfristige Perspektive. Man möchte schließlich auch ein attraktiver Arbeitgeber sein, ein Ort, an dem die Menschen gerne sind. Das erfordert mehr als nur ein gutes IT-System; dazu gehört auch ein angenehmes Umfeld.” Dieser Gedanke spiegelt sich im Entwurf wider. Die Büroräume sind großzügig angelegt und bieten überdurchschnittlich viel Platz pro Arbeitsplatz. Van de Rijdt: “Außerdem sind sie dank einer besonders transparenten Fassade sehr hell.” Mit dem Landschaftspark direkt vor der Tür entsteht ein Arbeitsplatz, der in einem Industriegebiet nicht selbstverständlich ist. 

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Das Gebäude von innen. (Bild: Basephotography)

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