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Kommunen können die ökologische Nachhaltigkeit beschleunigen, indem sie auf Mini-Wärmenetze setzen
Bei der Verbesserung der Nachhaltigkeit von Wohngebäuden durch Mininetze setzen sich sogenannte LT- und ZLT-Netze zunehmend durch.

Kommunen können die Umstellung auf nachhaltige Energie beschleunigen, indem sie auf Mini-Wärmenetze setzen

Die Notwendigkeit, die Energiewende zu beschleunigen, nimmt aufgrund steigender Energiepreise weiter zu. Die Kommunen müssen daher schneller Entscheidungen treffen. Auch neue Gesetze wie das Gesetz über kommunale Instrumente zur Wärmetransition (Wgiw) und das Gesetz über kollektive Wärmeversorgung (Wcw) werden der Wärmetransition neue Impulse verleihen. Es ist fast unvermeidlich, dass diese Transitionspläne neue Wärmenetze beinhalten. Durch die wachsende Beliebtheit moderner Mini-Wärmenetze sind die Möglichkeiten inzwischen wesentlich größer.

Kommunen können die Umstellung auf nachhaltige Energie beschleunigen, indem sie auf Mini-Wärmenetze setzen 1
Durch die zunehmende Beliebtheit moderner Mini-Wärmenetze sind die Möglichkeiten für den Energiewandel inzwischen deutlich größer.

Wenn wir bestehende Gebäude vom Gasnetz abkoppeln wollen, sind die Möglichkeiten nicht unbegrenzt. Derzeit schränkt die Netzüberlastung die Möglichkeiten derart ein, dass Hausbesitzer in vielen Stadtvierteln keine größere Anschlusskapazität beantragen können, um auf eine individuelle Wärmepumpenanlage umzusteigen. Wenn wir den Bewohnern dennoch helfen wollen, ihren Energieverbrauch und ihre Energiekosten zu senken, müssen wir also andere Methoden finden. Und die gibt es auch. Gerade in Gebieten mit Netzengpässen ist der Anschluss von Häusern, Wohnblöcken oder ganzen Stadtvierteln an ein Mini-Wärmenetz eine Lösung. “Wir verfügen mittlerweile über verschiedene Konzepte zum Aufbau von Wärmenetzen, die einige bis zu mehreren hundert Wohnungen mit Wärme und oft auch mit Kälte versorgen”, erklärt Rudolf de Haan, Commercial Solutions Manager bei Remeha. “Beim aktuellen Stand unseres Stromnetzes ist die Umsetzung individueller Lösungen sehr kompliziert. Entscheidet man sich jedoch für eine gemeinschaftliche Wärme- und Kälteerzeugungsanlage, die mehrere Wohnungen mit nachhaltiger Energie versorgt, ist pro Wohnung ein geringerer Stromanschluss erforderlich.”

Verschiedene Routen und Konzepte

Remeha stellt fest, dass gerade trotz der Netzüberlastung der Wunsch nach weiterer Nachhaltigkeit der Realisierung von Wärme- und Kälteversorgung neuen Schwung verleiht. “Es gibt mehrere Wege, die Wärmeversorgung auf intelligente Weise zu gestalten. Das reicht von einem Technikraum mit einem gemeinsamen Wärmeerzeuger für vier oder sechs Reihenhäuser bis hin zu einer Stadtteilzentrale, die mehrere Wohnungen in verschiedenen Straßen mit Wärme und gegebenenfalls auch Kälte versorgt”, so De Haan. “Der gemeinsame Nenner solcher Konzepte ist, dass wir fast immer nur eine oder wenige Wärmepumpen benötigen, um eine große Anzahl von Wohnungen zu versorgen. Kombiniert man ein solches Konzept mit einem intelligenten Energiemanagementsystem und einem Warmwasserspeicher, bleibt der Spitzenbedarf begrenzt.” Zudem lassen sich solche Konzepte – wenn auch nur vorübergehend – auch in einer Hybridkonfiguration realisieren. “Wir kombinieren die Anlage dann mit einem gasbefeuerten Heizkessel, der an den kältesten Tagen des Jahres oder bei Spitzenbedarf an Warmwasser einspringt. Außerdem ist ein solches kleines kollektives Fernwärmenetz eine hervorragende Vorbereitung auf den eventuellen Anschluss an ein regionales Fernwärmenetz, sofern dies für die Zukunft im Wärmeübergangsplan vorgesehen ist.”

Vorbereitung auf große Fernwärmenetze

Durch die neuen Gesetze, das Wgiw und das Wcw, verfügt die Gemeinde über mehr Möglichkeiten und Befugnisse, um für Stadtteile und Gebiete die Art der Wärmeversorgung festzulegen. Gerade in den Stadtteilen, in denen die Gemeinde künftig ein Fernwärmenetz plant, können Hausbesitzer mit Mini-Wärmenetzen aktiv werden. Insbesondere für Systeme mit weniger als 1.500 Anschlüssen gelten flexiblere Vorschriften und Ausnahmeregelungen. Zudem bieten Mini-Wärmenetze alle Voraussetzungen, um öffentliche Werte wie Erschwinglichkeit, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit besser zu gewährleisten. Ist ein Mininetz mit beispielsweise einer Luft/Wasser- oder Erdwärmepumpe als Erzeuger erst einmal realisiert, ist es später jederzeit noch möglich, dieses an ein größeres Netz anzuschließen, an das beispielsweise auch Restwärmelieferanten angeschlossen sind. “Mit Fortes Energy Systems haben wir zudem ein Schwesterunternehmen, das der Experte für die Energieübertragung aus kollektiven Wärme- und Kältenetzen in das Verteilungssystem eines Wohngebäudes ist”, so De Haan. “Das Unternehmen ist vollständig auf die Entwicklung und Herstellung großer und kleiner Übergabestationen spezialisiert.”

Intelligente Zustell-Sets

“In den Wohnungen selbst kommen wir meist mit einem modernen und oft sehr kompakten Anschlussset aus”, erklärt Timo van Kasteren, Spezialist für Fernwärmenetze bei Fortes Energy Systems. “Mit diesen intelligenten Anschlusssets können wir jede Art von Wohnung sowohl mit komfortabler Heizung als auch mit Kühlung versorgen. Dazu setzen wir technisch hochentwickelte Umschaltsysteme ein.” 

Bei der Verbesserung der Nachhaltigkeit von Wohngebäuden durch Mininetze setzen sich sogenannte LT- und ZLT-Netze zunehmend durch. Bei einem LT-Netz liegt die Vorlauftemperatur zwischen 30 und 55 °C. Bei einem ZLT-Netz ist diese noch niedriger, nämlich zwischen 10 und 30 °C. Insbesondere beim Einsatz eines ZLT-Netzes ist es möglich, die Wohnungen über dasselbe Netz auch zu kühlen. Dieser Bedarf steigt bei vielen sanierten und gut gedämmten Wohnungen stark an. “Im Winter nutzen wir diese niedrigen Temperaturen zum Heizen und im Sommer können wir mit einer hohen Temperatur kühlen. Je nach Vorlauftemperatur kann das Verteilersystem auch für die Warmwasserversorgung sorgen, gegebenenfalls in Kombination mit einer speziellen, sehr kompakten Booster-Wärmepumpe. So sind viele Konfigurationen möglich”, sagt Van Kasteren. “Das ist das Schöne an der Zusammenarbeit zwischen Fortes und Remeha. Wir haben alle erforderlichen technischen Komponenten im Haus. Von großen kollektiven Erzeugern bis hin zu kleinen, individuellen Booster-Wärmepumpen und Verteilersets und allem, was dazwischen liegt. Darüber hinaus bieten unsere Ingenieure umfassende Unterstützung bei der Planung und Konstruktion. Wir stehen buchstäblich dem Hausinstallateur zur Seite, um sicherzustellen, dass wir gemeinsam die optimale Konfiguration für jede spezifische Situation liefern.”

Zukunftssichere Installation

Remeha unterstützt Gebäudeeigentümer, Installateure und Berater bei der Systemplanung und erhöht damit sowohl die Realisierbarkeit von Projekten als auch die Zukunftssicherheit von Anlagen. Dies erfordert eine frühzeitige Einbindung, ganzheitliche Abwägungen und den Mut, traditionelle Planungsprinzipien über Bord zu werfen. 

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